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Wissenswertes rund um die Herzkatheteruntersuchung

In den Helios Kliniken Mittelweser verfügen wir über zwei moderne Herzkathetermessplätze. Diese nutzen wir zur Untersuchung und Behandlung von Erkrankungen des Herzens. Was Sie vor, während und nach der Untersuchung beachten sollten, erfahren Sie hier.

Ein Einblick in das Herzkatheterlabor von unserem Team

Bei einer Herzkatheteruntersuchung führen wir einen dünnen Kunststoffschlauch (Katheter) zum Herzen, in der Regel über eine Schlagader. Um den Katheter einzuführen, punktieren wir die Schlagader mit einer dünnen Nadel über die Haut. Dies geschieht am Handgelenk oder an der Leiste. In der Regel wählen wir das Handgelenk, da dieser Zugangsweg sowohl sicherer in der Nachbehandlung als auch angenehmer für Sie ist. Während des Eingriffes nutzen wir eine lokale Betäubung. Sie sind also jederzeit ansprechbar und können mit Ärzten und Pflege kommunizieren. Es ist möglich, dass Sie trotz der lokalen Betäubung einen kurzen Einstich wahrnehmen. Das Vorführen des Katheters selbst spüren Sie als Patient aber kaum.

Über den Katheter geben wir ein Röntgenkontrastmittel in die Herzkranzgefäße. Anschließend können wir anhand von kurzen Röntgendurchleuchtungen eventuelle Verengungen (Stenosen) oder Verschlüsse der Herzkranzgefäße feststellen. Falls notwendig, dehnen wir diese direkt im Anschluss auf und versehen sie mit einer Gefäßprothese (Stent).

Der Ablauf im Überblick:

  1. Voruntersuchungen

    Im Vorgespräch klären wir Sie über den Ablauf der Behandlung auf. In Ruhe besprechen wir Ihre Fragen. Bringen Sie dazu bitte etwaige Vorbefunde von Ihrem niedergelassenen Arzt oder anderen Krankenhäusern mit. Fehlende Untersuchungen werden von uns ergänzt, ältere Befunde durch eine neue Diagnostik aktualisiert.

  2. Untersuchungstag

    Am Tag der Herzkatheter-Untersuchung selbst bitten wir Sie, sechs Stunden vor dem Eingriff nüchtern zu bleiben. Findet die Untersuchung erst am Nachmittag statt, ist also ein kleines Frühstück möglich. Ein Schluck Wasser, um notwendige Medikamente einzunehmen, ist immer erlaubt.

    Bei einer Nierenschwäche erhalten Sie vor und nach der Untersuchung in der Regel eine Infusionsbehandlung. Dadurch wird Ihre Niere vor dem Röntgenkontrastmittel geschützt. Ist bei Ihnen eine Kontrastmittel-Allergie bekannt, erhalten Sie zusätzlich Medikamente, um allergische Reaktionen zu vermeiden.

     

  3. Nach der Untersuchung

    Nach der Untersuchung ist bei einem Zugang über die Armarterie keine Bettruhe erforderlich. Sollte aber ein Eingriff an den Herzkranzgefäßen oder der Zugang über die Leistenarterie erfolgt sein, so erfolgt eine Bettruhe mit Nachüberwachung von rund vier Stunden.

    Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeitsaufnahme, um das Kontrastmittel rasch wieder auszuscheiden. Vermeiden Sie bei einem Zugang über die Leistenarterie in den ersten Tagen nach der Untersuchung anstrengende sportliche Betätigungen und schwere körperliche Arbeiten wie Tragen und Heben.