Früherkennung und Vorsorge

Früh erkannt ist das Prostatakarzinom in vielen Fällen gut behandelbar. Die Vorsorge nimmt hier einen wichtigen Platz ein.

Die Ursachen für den Prostatakrebs sind bis heute weitgehend unbekannt. Es gibt jedoch einige Faktoren, die das Risiko für eine bösartige Veränderung der Prostata erhöhen.

Genetische Veranlagung:
Ein Mann, bei dem nahe Verwandte, etwa der Vater oder Bruder, bereits an Prostatakrebs erkrankten, hat gegenüber der übrigen männlichen Bevölkerung ein zweimal höheres Risiko ebenfalls Prostatakrebs zu bekommen.

Alter:
Mit zunehmendem Alter steigt auch das Risiko für Prostatakrebs. Mehr als 80% aller Männer mit der Diagnose Prostatakarzinom sind älter als 60 Jahre.

Ernährung:
Möglicherweise fördert eine ballaststoffarme Ernährung mit viel tierischen Fetten das Risiko für Prostatakrebs.

Jeder Mann ab dem 45. Lebensjahr sollte sich einmal im Jahr bei seinem niedergelassenen Urologen vorstellen.

Die Vorsorgeuntersuchung besteht aus:

  • einer körperliche Untersuchung und dem Abtasten der Prostata,
  • einer Begutachtung der Prostata mittels Ultraschall,
  • der Bestimmung des PSA-Werts im Blut.

Im Falle von Auffälligkeiten folgen weitere Untersuchungen. Wir wiederholen die Bestimmung des PSA-Wertes und führen einen weiteren Ultraschall vom Enddarm aus durch. Neben der herkömmlichen ultraschallgestützten Biopsie bietet die sogenannte Fusionsbiopsie eine noch genauere Probenentnahme (Biopsie).

Ist der Befund dieser Untersuchungen unauffällig, erfolgt nach ungefähr sechs Wochen eine erneute Kontrolle des PSA-Wertes und gegebenenfalls eine erneute Probenentnahme aus der Prostata.

Weisen die Ergebnisse der diagnostischen Maßnahmen auf ein Prostatakarzinom hin, folgt eine Untersuchung der Knochen, ein so genanntes Knochenszintigramm. Gegebenenfalls sind auch weitere radiologische Untersuchung wie MRT oder CT notwendig.