Behandlung von Prostatakrebs

Beim Nachweis eines Prostatakarzinoms kümmert sich ein Team aus Ärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten, Psychologen, Schmerztherapeuten und Sozialarbeitern um Sie. Gemeinsam mit Ihnen planen wir das weitere Vorgehen.

Unsere Ärzte erstellen das Behandlungskonzept gemäß den aktuell gültigen wissenschaftlichen Leitlinien der European Association of Urology. Anschließend besprechen wir mit Ihnen das erstellte Konzept und legen die nächsten Therapieschritte fest. Dieses besprechen sie dann in einer Tumorkonferenz, an der neben Urologen auch Strahlentherapeuten, Pathologen und Radiologen teilnehmen. Das Ergebnis dieses interdisziplinären Austauschs fassen unsere Ärzte zusammen und stimmen es mit Ihnen individuell ab.

Die Behandlungsoptionen reichen dabei von der Bestrahlung über eine Hormontherapie bis hin zur operativen Entfernung der Prostata. In vielen Fällen bietet sich eine Kombination verschiedener Möglichkeiten an.

Sofern der Krebs sich auf die Prostata beschränkt, kann eine Bestrahlung eine Therapiealternative darstellen. Wir bieten Ihnen die etablierten Verfahren der äußeren und inneren Bestrahlung mithilfe modernster Technik an.

Bei einer fortgeschritten Erkrankung kann die Bestrahlung helfen, tumorbedingte Beschwerden zu lindern.

Hierbei arbeiten wir eng mit unseren niedergelassenen Kollegen der Strahlentherapie ((Link)) zusammen.

Die Hormontherapie heilt die Krankheit nicht. Sie kann aber dabei helfen, das Wachstum des Tumors zu bremsen. Nach einer erfolgten Behandlung kann die Hormontherapie dabei helfen, das Rückfallrisiko zu minimieren.

In unserem Zentrum planen wir jede Operation individuell. Eine häufige Frage betrifft die Erektionsfähigkeit und Kontinenz. Während des Eingriffs führen wir eine spezielle Schnellschnittdiagnostik durch. Diese gibt uns Auskunft über die tatsächlich vorliegende mikroskopische Tumorsituation und ermöglicht präzise Entscheidungen über das Ausmaß der Operation. Wir operieren mit einer Lupenbrille. Auch dies hilft uns dabei, die feine Anatomie in diesem Bereich optimal zu schonen. Unsere wichtigsten Ziele sind die Heilung sowie der Erhalt der Harnkontinenz und Potenz

Das Active Surveillance, also die aktive Überwachung ist eine weitere denkbare Behandlungsstrategie. Grundlage für dieses Vorgehen ist die Annahme, dass bei vielen Männern zwar ein Prostatakarzinom diagnostiziert wurde, dieses jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Symptome verursachen wird. Durch die aktive Beobachtung und Kontrolle müssen sich unsere Patienten keinen für den Moment unnötigen Therapien unterziehen. Gleichzeitig können unsere Mediziner auf Veränderungen mit dann notwendigen Maßnahmen reagieren.

Zur Qualitätssicherung und kontinuierlichen Verbesserung unserer Therapieoptionen nehmen wir an verschiedenen Studien zur Therapie des Prostatakarzinoms teil.