Tumore des Gehirns

Bei der chirurgischen Versorgung von Hirntumoren entfernen wir das erkrankte Gewebe möglichst großzügig. Dabei achten wir insbesondere darauf, die neurologischen Funktionen bei unseren Patienten zu erhalten. Für die operative Behandlung kommen modernste Technik wie etwa ein Operationsmikroskop mit fluoreszenzgestützter Gewebedarstellung, ein Neuroendoskop, die Neuronavigation oder das elektrophysiologische intraoperative Monitoring zum Einsatz. In einigen Fällen ist nach der Operation eine unterstützende Bestrahlung oder Chemotherapie notwendig. Diese erfolgt in enger intradisziplinärer Zusammenarbeit mit unseren strahlentherapeutischen und onkologischen Kollegen.

Diese Tumorform bildet sich aus den Stützzellen des Nervengewebes, den Gliazellen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt Hirntumore in vier verschiedene Grade ein – je nachdem, wie gut- oder bösartig diese sind. Außer bei dem langsam wachsenden WHO I Grad Tumor gelten Gliome als nicht heilbar. Das bedeutet, eine vollständige Entfernung durch eine Operation ist in den meisten Fällen nicht möglich. Dank der Kombination von chirurgischer und medikamentöser Therapie sowie strahlentherapeutischer Maßnahmen ist heutzutage die Erkrankung über viele Jahre beherrschbar. 

Ein Menigeom ist meisten ein gutartiger Tumor, der sich aus der Hirnhaut entwickelt. Da der Tumor nur langsam wächst, dauert es oftmals einige Zeit bis er Symptome (z.B. Kopfschmerzen, Krampfanfälle) verursacht. Eine operative, vollständige Entfernung des Menigeoms ist bei diesem Hirntumor die geeignetste Therapieform. Bei sehr kleinen Tumoren können diese zunächst in regelmäßigen Abständen mit bildgebenden Verfahren beobachtet werden. 

Ungefähr 20 bis 40 Prozent aller Patienten mit einem Krebsleiden entwickeln im Laufe ihrer Erkrankung eine oder mehrere Metastasen im Gehirn. Das Tumorleiden außerhalb des Gehirns und die allgemeine gesundheitliche Verfassung des Patienten spielen bei der Therapieplanung eine entscheidende Rolle. Die operative Entfernung, strahlentherapeutische Maßnahmen und in wenigen Fällen eine medikamentöse Therapie sind hier die wichtigsten Verfahren. 

Es handelt sich um einen seltenen, zumeist gutartigen Tumor des Hör- oder Gleichgewichtsnervs. Mitunter verursacht er Schwindel oder Hörverlust. Während größere Tumore in der Regel chirurgisch entfernt werden, lassen sich Kleinere oftmals bestrahlen. 

Dabei handelt es sich um einen in der Regel gutartigen Tumor der Hirnhangdrüse (Hypophyse). Da dieses Organ für die Produktion und Steuerung von Hormonen essentiell ist, weisen verschiedene Hormonstörungen auf eine Veränderung hin. Außerdem können Sehstörungen oder Kopfschmerzen auftreten. Die Therapie erfolgt je nach Beschwerdebild individuell. Bei Beeinträchtigungen ist oftmals eine Operation die Therapie der Wahl. In einigen Fällen reicht eine Behandlung mit Medikamenten aus.