Fragen rund um die Narkose

Fragen rund um die Narkose

Eine Narkose ist sicher nichts Alltägliches. Hier finden Sie Antworten zu den häufigsten Fragen.

Das hängt von der Operation und nicht von der Anästhesie ab. Nach dem Eingriff geben wir Ihnen zunächst kleine Mengen Flüssigkeit. Ihr behandelnder Arzt sagt Ihnen, ob für Sie eine bestimmte Diät gilt und ab wann Sie wieder normal essen können. 

Damit während der Operation kein Mageninhalt in die Luftröhre fließen kann, muss Ihr Magen leer sein. Medikamente, die Sie dauerhaft einnehmen, bilden zumeist eine Ausnahme. Im Vorgespräch klären wir, wie Sie mit Ihren Medikamenten verfahren sollen. 

Das Kauen von Kaugummi kann die Magensaftproduktion erhöhen. Besonders zu Beginn der Narkose steigt damit das Risiko, dass Magensaft in die Lunge übertritt. 

Bitte nicht. Beim Rauchen entsteht Kohlenmonoxid. Das führt dazu, dass den Organen weniger Sauerstoff zur Verfügung steht. Das Kohlenmonoxid ist nach 24 Stunden weitestgehend wieder aus dem Blut verschwunden. Eine Pause von mindestens 24 Stunden vor einem geplanten Eingriff wäre daher sehr wünschenswert. Ist dies nicht möglich, verzichten Sie in jedem Fall mindestens drei Stunden vor Ihrer Operation auf das Rauchen. Ähnlich wie beim Kaugummikauen regt das Rauchen die Magensaftproduktion an. Hier besteht dann ebenfalls das Risiko, dass Magensaft in die Lunge übertritt. 

Wachzustände während einer Vollnarkose kommen nur sehr selten vor. Lediglich bei 0,1 bis 0,2 Prozent aller Fälle ist so etwas bekannt.

Unsere Anästhesisten schätzen anhand von Hirnströmen, der Pupillengröße, Blutdruck- bzw. Pulsanstieg, Tränenfluss oder einem Schweißausbruch die Narkosetiefe ein. Nach genauer Analyse der Situation dosieren sie die Medikamente.

In den meisten Fällen haben Patienten nach dem Aufwachen aus einer Vollnarkose kaum Beschwerden. Treten doch Beschwerden auf, handelt es sich häufig um Zittern oder Übelkeit. Unser Fachpersonal im Aufwachraum kümmert sich dann sofort und kompetent um Sie. 

Während der Vollnarkose unterstützt ein Beatmungsschlauch Ihre Atmung. Daher kann es in einigen Fällen zu einer vorübergehenden Heiserkeit kommen. Diese klingt nach ein bis zwei Tagen wieder ab.

Die Beschaffenheit Ihrer Zeit fragen wir im Vorgespräch ab. Danach legen wir fest, was nötig ist, um Ihnen eine sichere Narkose zu gewährleisten.

Am Tag der Operation dürfen Sie keine Kontaktlinsen tragen. Wenn Sie sich ohne Sehhilfe nicht zurechtfinden, nehmen Sie bitte Ihre Brille mit. Hörgeräte können Sie mit in den OP nehmen, wenn eine Verständigung mit Ihnen sonst nicht möglich ist.