Ihre Kleinen sind bei uns in sicheren Händen

Ihre Kleinen sind bei uns in sicheren Händen

Modernste Diagnostik und ein hochqualifiziertes Team gewährleistet eine optimale Behandlung.

In unserer Kinderorthopädie behandeln wir junge Patienten mit vielfältigen orthopädischen Erkrankungen. Chefarzt Dr. med. Andreas Birke ist einer der wenigen Ärzte, die in Sachsen-Anhalt die Weiterbildungsermächtigung „Kinderorthopädie“ vorweisen kann.

Unser Leistungsspektrum

  • Operative Eingriffe bei Verletzungen und Deformitäten einschließlich Korrekturoperationen der Haltungs- und Bewegungsorgane
  • Extremitätenverlängerung
  • Operative und konservative Behandlung von unfallverletzten Kindern
  • Fachgerechte Versorgung von Sportverletzungen einschließlich der Nachfolgeschäden (z.B. Gelenk- und Sehnenplastiken) im Kindes- und Jugendalter
  • Angeborene Hüftdysplasie
  • Angeborener Klumpfuß und andere angeborene Deformitäten der Gliedmaßen
  • infantile Cerebralparese (ICP)
  • Epiphyseolysis capitis femoris (Juvenile Epiphysenlösung)
  • Morbus Legg-Calve-Perthes (Juvenile Hüftkopfnekrose)
  • Exostosenkrankheit (Multiple kartilaginäre Exostosen, Osteochondrome)
  • Osteogenesis imperfecta – Glasknochenkrankheit
  • Tumore des Kinder- und Jugendalters in Zusammenarbeit mit einem Tumorzentrum

Hier finden Sie Informationen zu speziellen Krankheitsbildern:

Unter einer Hüftdysplasie (‚Dysplasie‘ = Fehlbildung) versteht man eine fehlerhafte oder ungenügende Ausbildung der Hüftgelenkspfanne beim Neugeborenen, infolge der eine vollständige Überdachung des Hüftkopfes nicht gewährleistet ist. Dadurch kann es zum der Hüftkopf aus der Gelenkpfanne herausrutschen (Subluxation/Luxation). Unbehandelt kann eine Hüftdysplasie später zum vorzeitigen Verschleiß des Hüftgelenkes (Arthrose) führen. Aus diesem Grund umfasst die U3 Vorsorgeuntersuchung auch eine sonografische Untersuchung (Ultraschall) der Hüftgelenke. Um spätere Operationen und Komplikationen zu vermeiden, sollte die Therapie der Hüftdysplasie möglichst früh beginnen – entweder auf konservativem Weg (z. B. durch Abspreizbandagen, -Schienen, Gipsbehandlung, Extensionsbehandlung) oder auf operativem Weg durch einen korrigierenden Eingriff an der Hüftgelenkspfanne.

Beim Klumpfuß handelt es sich um eine Kombination aus verschiedenen Deformitäten des Fußes: Spitzfußkomponente in Verbindung mit einer Verkürzung der Achillessehne, Sichelfußkomponente, Hohlfußkomponente oder eine deutliche Einwärtsdrehung des Fußes. Betroffen ist etwa eine von 1.000 Geburten, Jungen doppelt so häufig wie Mädchen. Wir behandeln den Klumpfuß frühzeitig mit Gipsen nach der Ponseti-Methode. Anschließend wird die Spitzfußkomponente korrigiert, indem die Achillessehne durchtrennt wird. Ziel ist es, Form und Funktion des Fußes wiederherzustellen – und zwar durch konservative Behandlung (Gipsbehandlung, Schuh-, Orthesen- und Schienenversorgung) und auf operativem Weg (Weichteil-Operationen, knöcherne Korrektur-Operationen).

Die Erkrankung am Hüftgelenk tritt in der Regel zwischen dem 9. Lebensjahr und dem Abschluss des Knochenwachstums auf, wobei Jungen drei Mal häufiger betroffen sind als Mädchen. Ihre Ursache ist bislang nicht geklärt, vermutet werden hormonelle, toxische und mechanische Faktoren. Auffällig ist, dass die Betroffenen häufig an Übergewicht oder Hochwuchs leiden. Unter einer „juvenilen Epiphysenlösung“ versteht man das Ablösen und Abgleiten des Schenkelhalskopfes (Epiphyse) vom Schenkelhals am Hüftgelenk im frühen Pubertätsalter. Das Abgleiten kann akut oder schleichend erfolgen, so dass Schmerzen im Hüftgelenk plötzlich oder schleichend aufgetreten. Weitere mögliche Symptome sind ein Ermüden der Beine und Hinken. Die Diagnose wird auf Basis der klinischen und radiologischen Diagnostik gestellt. Ziel der operativen Therapie ist es, ein weiteres Abgleiten der Hüftkopf-epiphyse zu verhindern oder sie bei fortgeschrittenem Verlauf wieder in die ursprüngliche Position zu bringen. Dabei bieten sich unterschiedliche Verfahren an, etwa Drahtspickung, Verschraubung oder Korrekturoperation am hüftgelenksnahen Oberschenkel. Da die Erkrankung häufig beidseitig auftritt, werden vorsorglich beide Seiten behandelt.

Bei dieser Erkrankung kommt es zum Absterben (Nekrose) von Teilen des Hüftkopfs. Die Erkrankung tritt bei etwa einem von 1.200 Kindern auf, meist zwischen dem 5. und 9. Lebensjahr. Jungen sind vier Mal häufiger betroffen als Mädchen. Die Dauer liegt bei eigenen Monaten bis hin zu fünf Jahren, im Schnitt bei zwei bis drei Jahren. Die Ursache der Erkrankung ist noch unbekannt. Vermutet werden unter anderem hormonelle oder genetische Faktoren, Durchblutungsstörungen oder Druckbelastungen. Sie durchläuft vier Stadien, die radiologisch diagnostiziert werden können. Zu den anfänglichen Symptomen gehören Hüftschmerzen, Hinken und eine Schonhaltung. Im weiteren Verlauf können Bewegungseinschränkungen im Hüftgelenk mit Abspreizhemmung und Beinverkürzung hinzukommen. Zu den konservativen Therapiemaßnahen zählen Physiotherapie, die Entlastung mit Unterarmstützen und die Versorgung mit Orthesen (orthopädische Prothesen). Im Rahmen der operativen Therapie können knöcherne Korrektur-Operationen am Oberschenkel und im Gelenkpfannenbereich zum Einsatz kommen. Ziel ist die Zentrierung des Hüftkopfes in der Gelenkpfanne, um Deformierungen des Hüftkopfes und eine fehlende Übereinstimmung der Gelenke mit vorzeitigem Gelenkverschleiß zu vermeiden.

Diese seltene, vererbliche Knochenkrankheit zeichnet sich durch unkontrolliertes und überschießendes Knochenwachstum an den Knochen-Wachstumszonen aus. Dabei bilden sich haken-, zapfen- oder knollenförmigen Exostosen (umgangssprachlich „Überbein“) heraus, die mit Knorpel überzogen sind. Multiple kartilaginäre Exostosen gehören zur Gruppe der gutartigen Knochentumoren. Häufige Symptome sind Bewegungseinschränkungen, Schmerzen, Verformungen der Knochen und Einschränkungen des Längenwachstums der Gliedmaßen. Sie entstehen durch eine Beeinträchtigung der Wachstumsfuge sowie durch Irritationen von Nerven, Gefäßen, Sehnen und Muskeln. Nicht jede Exostose muss operativ entfernt werden. Die operative Abtragung erfolgt nur bei Beschwerden, Fehlwachstum oder Funktionsstörungen.

Diese seltene Erbkrankheit des Bindegewebes (Häufigkeit 1:10000) beruht auf einem Gendefekt der Chromosomen 7 und 17. Kollagen Typ I, welches zur Festigkeit des Knochens beiträgt, wird dabei fehlerhaft oder nur unzureichend gebildet. Mittlerweile sind weitere Gendefekte für andere Formen der Erkrankung beschrieben. Die Erkrankung ist durch eine erhöhte Knochenbrüchigkeit gekennzeichnet und wird daher als „Glasknochenkrankheit“ bezeichnet. Zu den häufigsten Symptomen zählen neben einer erhöhten Knochenbrüchigkeit blaue Skleren (Lederhaut des Auges), Kleinwuchs, skelettale Deformierungen, Schwerhörigkeit, überdehnbare Gelenke und eine erhöhte Brüchigkeit der Zähne. Die OI lässt aufgrund des zugrundeliegenden Gendefektes zurzeit nur eine rein symptomatische Therapie zu. Dazu gehören intensive Physiotherapie, medikamentöse Therapien mit Bisphosphonaten zur Knochendichteerhöhung und Verringerung der Frakturrate sowie operative Therapien mit Fehlstellungskorrektur der Gliedmaßen, Frakturbehandlung sowie Pseudarthrosenbehandlung (z. B. Marknagelung, Teleskopnagelung). Dabei wird der Knochen innerlich geschient, um das Wachstum zu stützen und zu lenken.