Kardiologie/Elektrophysiologie

Kardiologie/Elektrophysiologie

Ihr Herz ist bei unseren Spezialisten in den besten Händen.

Leistungsspektrum

  • invasive und nichtinvasive Diagnostik und Therapie von Herzerkrankungen
  • Herzinfarktbehandlung rund um die Uhr bei 24-Stunden-Bereitschaft im Herzkatheterlabor
  • Schlaganfallbehandlung nach Stroke-Unit-Konzept
  • Rhythmustherapie: Herzschrittmachertherapie, Defibrillatortherapie (ICD), Ereignisrekorderimplantation
  • kardiologische Funktionsdiagnostik einschließlich Stressechokardiografie, TEE, Langzeit-EKG, Synkopendiagnostik
  • rhythmologisches und Herz-Kreislauf-Monitoring mit 12 Überwachungseinheiten auf kardiologischer Station

 

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Spezielle Krankheitsbilder und Verfahren

Als Angina Pectoris bezeichnet man einen starken Schmerz und ein Engegefühl in der Brust, die durch eine Durchblutungsstörung des Herzens ausgelöst werden. Die Schmerzen strahlen oft in den linken Arm (Innenseite) aus. Die Erkrankung beruht auf einer durch Cholesterineinlagerungen bedingten Verengung der Herzkranzgefäße (Arteriosklerose). Dadurch entsteht ein Sauerstoff- und Nährstoffmangel im Herzen, der mit schmerzhaften Zuständen einhergeht, so genannten Angina-Pectoris-Anfällen. Ein solcher Anfall kann insbesondere durch körperliche oder seelische Belastung ausgelöst werden. Die Dauer eines Anfalls liegt zwischen einigen Sekunden und 30 Minuten. Ein Angina-Pectoris-Anfall ist noch kein Herzinfarkt, kann aber Vorbote eines drohenden Herzinfarktes sein. Bei länger anhaltenden, mit den verordneten Medikamenten nicht zu unterbrechenden Schmerzanfällen muss an einen Herzinfarkt gedacht werden. Der Patient sollte in diesem Fall umgehend medizinische Hilfe rufen. Beim Herzinfarkt werden Durchblutung und Sauerstoffzufuhr in einem bestimmten Bezirk des Herzens durch hochgradige Blockierung einer Koronararterie unterbrochen. Wenn das verschlossene Gefäß nicht innerhalb weniger Stunden im Herzkatheterlabor wieder eröffnet wird, stirbt ein Teil des Herzmuskels in Folge des Sauerstoff- und Nährstoffmangels ab. Der Herzinfarkt ist eine lebensbedrohliche Erkrankung.

Typische Risikofaktoren für Herzgefäßverengung und Herzinfarkt sind:

  • Rauchen
  • Erhöhter Blutdruck
  • Hohe Blutfettwerte
  • Diabetes
  • Übergewicht
  • Stress
  • Bewegungsmangel

Für alle Patienten ist die Vorbeugung zur Vermeidung des Fortschreitens der koronaren Herzerkrankung außerordentlich wichtig. Hierzu gehören vor allem eine Änderung der Lebensweise (Verzicht auf das Rauchen, Gewichtsreduktion, körperliche Betätigung) sowie die medikamentöse Therapie (Senkung der Blutfettwerte und Blutdruckeinstellung).

Bei der Herzinsuffizienz beziehungsweise Herzschwäche ist das Herz nicht mehr in der Lage, die Organe und Gewebe mit ausreichend Blut und demzufolge mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Die Leistung des Herzens kann den Bedarf des Körpers an Blut nicht decken. Der betroffene Patient spürt dieses Missverhältnis, welches sich in Luftnot, Schwindel und Leistungsabfall äußert, zuerst unter Belastung und später auch in Ruhe.

Die linke Herzkammer pumpt im so genannten großen Kreislauf (Körperkreislauf) sauerstoffreiches Blut von den Lungen in den Körper. Die rechte Herzkammer pumpt das sauerstoffarme Blut, das von den Organen, Muskeln und anderen Geweben zurückfließt, in die Lungen, wo es wieder mit Sauerstoff angereichert wird (Lungenkreislauf).

Bei linksseitiger Herzschwäche (Linksherzinsuffizienz) arbeitet die linke Herzhälfte unzureichend, und das Blut staut sich in der Lunge (Stauungslunge). Es kommt zu einer Wasseransammlung in der Lunge bis hin zum Lungenödem.

Bei rechtsseitiger Herzschwäche (Rechtsherzinsuffizienz) staut sich das Blut in den Geweben des Körpers. Es kommt zu Wasseransammlungen im Körper (z. B. in beiden Beinen, in der Bauchhöhle und in der Leber). Ist die Pumpfunktion beider Herzkammern eingeschränkt, spricht man von einer globalen Herzinsuffizienz.

Zu den Ursachen der Herzinsuffizienz zählen vor allem die Verengung der Herzkranzgefäße einschließlich des Herzinfarkts, Herzmuskelerkrankungen und -entzündungen, Bluthochdruck und Herzklappenfehler. Die chronische Herzschwäche kann man heute fast als Volkskrankheit bezeichnen.  

Die Linksherzkatheteruntersuchung ermöglicht es dem Arzt, das Herz und seine Gefäße detailliert im Röntgenbild darzustellen. Zudem kann er die Aktivität des Herzens direkt messen und beurteilen. Auch ein verstopftes oder verengtes Gefäß ist zu erkennen. Dieses kann der Arzt bei Bedarf sofort öffnen oder aufdehnen (Ballondilatation, PTCA). Reicht auch das nicht aus, kann er das Gefäß mit einem mikroskopisch kleinen Drahtgeflecht, einem so genannten Stent, dauerhaft offen halten. So lassen sich sowohl eine KHK als auch ein frischer Herzinfarkt oft sofort behandeln. Die Belastung für den Körper bleibt dabei sehr gering. Nach einer örtlichen Betäubung wird lediglich eine Nadel bzw. Schleuse in eine der großen Schlagadern der Leiste oder am Unterarm eingeführt. Durch diese kann der Arzt dünne Schläuche (Katheter) bis zum Herzen vorschieben. Die Einstichstelle wird nach der Untersuchung einfach mit einem Druckverband oder einem Verschusssystem verschlossen. So kann der Patient meistens schon nach wenigen Stunden wieder aufstehen.

Wenn die Reizbildung oder die Reizleitung im Herzen gestört ist, kann das Herz zu langsam oder unkoordiniert schlagen. Es pumpt dann nicht mehr genügend Blut in den Körper und die wichtigen Organe wie z.B. das Gehirn. Folgen sind häufig Schwächegefühl oder Leistungsminderung, bei plötzlichem Auftreten auch Schwindel bis hin zur Bewusstlosigkeit (Synkope) kommen. Herzschrittmacher können die Reizbildung korrigieren bzw. ersetzen. Des Weiteren steuert der Schrittmacher, dass sich der Herzschlag an die aktuelle körperliche Belastung anpasst.

Das Schrittmachersystem besteht aus Impulsgeber (batteriebetriebenes Gerät) und ein bis zwei (manchmal auch drei) Elektroden, die den Impulsgeber  mit dem rechten Vorhof und/oder Kammer verbindet.

Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung  und dauert ca. 30-45 Minuten. Nach der OP wird der Patient noch auf der kardiologischen Station überwacht.  Meist kann er am nächsten Tag wieder nach Hause.