Wir stellen uns vor: Diabeteszentrum

Das Diabeteszentrum übernimmt Diagnostik und Therapie bei neu entdecktem oder entgleistem Diabetes mellitus vom Typ 1 und 2. Es ist eine akkreditierte stationäre Einrichtung im Rahmen des Versorgungsauftrages zur qualitätsgesicherten Behandlung von Diabetikern

Ansprechpartner

Gerlinde Hones

Diabetesberaterin
Gerlinde Hones

E-Mail

Telefon

(03475) 90-10 83

Sie gibt in den Schulungen vor allem Hilfe zur Selbsthilfe durch viele praktische Übungen, dem gemeinsamen Erarbeiten von Zielen und deren Umsetzungsmöglichkeiten. Ernährung und Bewegung spielen dabei sehr wichtige Rollen.

Der Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels gekennzeichnet ist. Man unterscheidet zwei Formen der Zuckerkrankheit:  

Typ-1-Diabetes

beginnt meist in der Jugend und hat seine Ursache in einer Zerstörung der Insulin-produzierenden Zellen. Er wird immer mit Insulin- behandelt. 

Typ-2-Diabetes  

betrifft überwiegend Erwachsene (aber auch stark übergewichtige Kinder) jeder Altersgruppe. Die ehemalige Bezeichnung „Alterszucker“ ist irreführend. Typ-2-Diabetes beginnt meist schleichend und beruht auf einer zunehmenden Unempfindlichkeit der Zellen gegenüber Insulin. Als Zivilisationskrankheit wird sie wesentlich mitbestimmt durch beispielsweise Über- bzw. Fehlernährung und Bewegungsmangel. Rund 95 % der geschätzten sechs Millionen Diabetiker in Deutschland leiden unter Typ-2-, nur fünf Prozent unter Typ-1-Diabetes. Beide Diabetesformen können familiär gehäuft vorkommen. Daneben gibt es noch einige seltenere Diabetes-Sonderformen und als besondere Form den Diabetes in der Schwangerschaft. Der Typ-2-Diabetes kann bei rechtzeitiger Entdeckung durch eine Umstellung des Lebensstils mit mehr körperlicher Bewegung, Reduktion von Übergewicht und Ernährungsumstellung bei entsprechender Kooperation des Patienten erfolgreich behandelt werden. In späteren Stadien ist die Einnahme von Medikamenten zur Blutzuckerregulierung erforderlich und/oder eine Insulinbehandlung.

Typische Symptome bei hohem Blutzucker:

  • starker Durst
  • vermehrtes Wasserlassen
  • Abgeschlagenheit
  • Juckreiz
  • Infektanfälligkeit 

Symptome bei zu niedrigem Blutzuckerspiegel:

  • Heißhunger
  • Zittern/Unruhe
  • Bewusstlosigkeit.

lassen sich vor allem durch eine lebenslange, sorgfältige Blutzuckereinstellung verhindern. Sie sind das größte Problem einer diabetischen Grunderkrankung. Die Schädigungen werden zum einen durch Veränderungen der Blutgefäße hervorgerufen. Mögliche Spätschädigungen sind zum Beispiel Schlaganfall, Herzinfarkt, Veränderungen der Netzhaut des Auges bis hin zur Erblindung, Störungen der Nierenfunktion bis hin zum Ausfall der Niere. Zum anderen können Schäden an den Nerven ein Taubheitsgefühl und Missempfindungen hervorrufen, was z.B. besonders die Füße oder das Schmerzempfinden der inneren Organe betrifft.

Neben der Optimierung des Blutzuckers ist die Vorbeugung und Behandlung der diabetesbedingten Folgeschäden eine vorrangige Aufgabe. Umfangreiche Diagnostikverfahren (Echokardiografie, Herzkatheteruntersuchung, Herzfrequenzregistrierung, Neuropathiestatus, Doppler- und Duplexsonografie, Angiografie, spezielle Laboruntersuchungen) helfen, Schäden frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln. Hierbei arbeitet das Diabeteszentrum eng mit anderen Fachbereichen zusammen, um den Menschen mit Diabetes eine möglichst beschwerdefreie und gute Lebensqualität zu ermöglichen.

  • Schulungskurse für Typ-1- und Typ-2-Diabetiker und deren Angehörige
  • Schulungskurse für Insulinpumpenträger
  • Beratung zu ernährungsbedingten Erkrankungen z.B. Fettstoffwechsel-störungen, Übergewicht, Bluthochdruck, Gicht, Herzerkrankungen, Verdauungsstörungen
  • Zusammenarbeit mit Podologin
  • Umfangreiche Diagnostik (Echokardiografie, Herzkatheter, Dopplersonografie, Angiografie, Duplexverfahren, Neuropathiestatus, Herzfrequenzvariabilität)
  • enge Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen zur qualitätsgerechten Versorgung der Folgeerkrankungen
  • Ernährungsberatungen zur Gesundheitsförderung auf Wunsch des Patienten
  • Ansprechpartner in Ernährungsfragen für Patienten, Ärzte und Pflegepersonal
  • Erstellung von Informationsmaterial

Weitere Beratung

Zusätzlich erfolgt im Diabeteszentrum die Beratung und Behandlung von anderen ernährungsbedingten Erkrankungen wie Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht, Gicht, Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Verdauungsstörungen, die oft mit dem Diabetes gekoppelt sind.