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Fortschritt gegen das Fortschreiten von Parkinson

Fortschritt gegen das Fortschreiten von Parkinson

Der Volksmund nennt es Schüttellähmung – und beschreibt damit relativ schonungslos das Erscheinungsbild vieler Parkinsonerkrankungen. Glücklicherweise lassen sich die Auswirkungen der Bewegungserkrankungen inzwischen sehr gut behandeln. So kann Ihre Lebensqualität mit dem Fortschritt der Erkrankung Schritt halten.

Erkrankungen der Bewegungsabläufe gehören zu den häufigsten Erkrankungen in der Neurologie. Sie zeichnen sich in der Regel durch eine unwillkürliche Verarmung (Hypokinese), ein Übermaß an Bewegungen (Hyperkinese) oder eine fehlerhafte Bewegungsausführung aus. Zu diesen Erkrankungen gehören:

  • Die Parkinson’sche Erkrankung (auch Morbus Parkinson genannt) und andere ähnliche Erkrankungen mit einer verminderten Beweglichkeit
  • Erkrankungen, die zu vermehrtem Zittern führen (Tremor), wie der erbliche essentielle Tremor, der Intentionstremor bei Kleinhirnerkrankungen, Myoklonien (unwillkürliche, irreguläre Muskelzuckungen) und wiederum die Parkinson Erkrankung

Parkinson-Komplexbehandlung

Seit 25 Jahren behandelt Chefarzt Dr. Michael Mandrysch Patienten mit Parkinson, davon 10 Jahre mit der besonderen Therapieform der Parkinsonkomplexbehandlung. Ein erster wichtiger Schritt ist es, die Erkrankung und ihre Ursachen genau zuzuordnen. Hierfür setzen wir neueste Ultraschalltechniken, Magnetresonanztomografie, neurophysiologische Techniken und bildgebende Verfahren ein, welche den Stoffwechsel des Gehirns darstellen können.

Nicht selten zeigt die sorgfältige Abklärung eine Ursache, die beseitigt werden kann - ideal für unsere Patienten. Häufiger handelt es sich bei diesen Störungen jedoch um sogenannte neurodegenerative Erkrankungen, bei denen motorische Zentren des Gehirns vorzeitig altern und krank werden. Hier steht die Symptombehandlung im Vordergrund. Ziel der differenzierten Therapien ist es in diesen Fällen, Lebensqualität zu erhalten, Mobilität zu verbessern und die Krankheit in ihrem Fortschreiten zu bremsen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Therapie ist die Erarbeitung eines individuellen Medikationsplans, weitere wichtige Säulen sind Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie und spezialisierte Pflege. Die Behandlung erfordert viel klinische Erfahrung und Fingerspitzengefühl – diese Herausforderung zu meistern macht uns große Freude.

Als Besonderheit bieten wir sämtliche Therapieformen bis hin zur Vesorgung mit Medikamentenpumpen und tiefer Hirnstimulation an.

Die sogenannte multimodale Komplexbehandlung bei Morbus Parkinson kombiniert die Optimierung der medikamentösen Behandlung mit den Elementen aus Physiotherapie, physikalischer Therapie, Logopädie, Ergotherapie und Neuropsychologie. Hierbei wird der Schwerpunkt gelegt auf eine individualisierte optimal auf den einzelnen Patienten zugeschnittene Therapie bei gleichzeitig enger Zusammenarbeit der zur Anwendung kommenden Fachgebiete

Vorgegeben ist eine Mindestbehandlungsdichte, die in der Helios Klinik Lengerich aber häufig aus Gründen der individualisierten Behandlung deutlich überschritten wird. Meist erstreckt sich eine Komplexbehandlung bei Morbus Parkinson über eine Dauer von 2-3 Wochen, teilweise können Therapieziele aber auch deutlich früher erreicht werden.

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Klaudia Müsche

Chefarztsekretariat
Klaudia Müsche

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klaudia.müsche@helios-gesundheit.de

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