Corona und die Klinik

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Dr. Peter Lübke: Kein Gipfel ist zu hoch

Dr. Peter Lübke: Kein Gipfel ist zu hoch

Dr. Peter Lübke stand nicht nur einmal in seinem Leben vor Herausforderungen persönlicher und beruflicher Natur. Sein Ehrgeiz trug aber auch maßgeblich dazu bei, dass sich die Helios Klinik Leisnig in der Region zum führenden Wundzentrum etabliert hat.

Kein Gipfel ist zu hoch

Die Hürden, die Dr. Peter Lübke in seinem Leben bereits meisterte, führten ihn stets über Grenzen. Vor allem seine persönliche Leistungsgrenze stellte er immer wieder auf die Probe. Doch ganz gleich wie schwierig die Herausforderung auch war, der Gefäßchirurg und Wundmediziner der Helios Klinik Leisnig hat alle mit Bravour bestanden.

Er gilt als einer der klimatisch extremsten Berge der Erde. 6.190 Meter über Null thront sein Gipfel, der wie kein anderer so weit über das Umfeld hinaus ragt. Aufgrund seiner isolierten Lage ist er der Berg mit dem höchsten Relief der Erde. Temperaturen von Minus 30 Grad Celsius sind in seinen Höhenlagen keine Seltenheit. Auch orkanartige Stürme mit Windgeschwindigkeiten über 120 km/h gehören zum Charakter des Mount McKinley, der 2015 im Zuge des Respekts vor den Traditionen indianischer Ureinwohner in seinen ursprünglichen Namen „Denali“ rückbenannt wurde.

Inmitten dieser Einöde Alaskas hatte Dr. Peter Lübke sein Zelt aufgeschlagen. Eingegraben in knirschenden Schnee, suchte er gemeinsam mit einem Freund Schutz vor Wind und Kälte. Ihr Ziel - der Gipfel des Mount McKinley.

Blick über den Tellerrand

Der Kilimandscharo, Sechstausender in Bolivien, Marathonläufe in New York, Paris und London - Peter Lübke hat bereits viel erlebt und seinen Körper dabei immer wieder auf eine harte Probe gestellt. Inzwischen, sagt der 55-Jährige, sei er diesbezüglich ruhiger geworden. Doch in ihm wohnende Kraft und Energie sind nicht verloren gegangenen. Die investiert er heute verstärkt in seine Arbeit als gefragter Gefäßchirurg und Wundmediziner.

Die Grundlagen hierzu legte der gebürtige Freiberger beim Studium in Magdeburg und Leipzig. Blicke über den Tellerrand waren dabei schon in jungen Jahren für ihn selbstverständlich. „Aus dem Grund nahm ich 2000 ein Angebot der Uni Bochum an, seinerzeit die größte Klinik für Nierentransplantationen“, erläutert er. Sein damals bereits fundiertes Wissen als Arzt wollte sich natürlich auch der Helios Klinikverbund sichern. Ein heimatnaher Einsatz, aber auch die von ihm gewünschte Zweitausbildung als Facharzt für Wundversorgung waren aus seiner Sicht überzeugende Argumente für eine Rückkehr nach Sachsen.

Gefragtes Wissen

Als Oberarzt und Leiter des Department für Gefäßmedizin und Wundversorgung am Helios Klinikum Leisnig ist Dr. Peter Lübke mittlerweile gefragter denn je. In beiden Sektionen, sagt er, steige die Zahl der Patienten spürbar an. „Mit zunehmendem Alter fordert das Gefäßsystem des Menschen immer mehr medizinische Aufmerksamkeit. Angesichts der wachsenden Alterspyramide sowie einer Zunahme der Zuckererkrankungen werden Gefäßmediziner somit zwingend notwendiger“, betont der Wahl-Leipziger. Gleiches trifft seiner Aussage nach auf die Wundheilung zu. „Selbst in modernen Zeiten wie heute gibt es viele Patienten, die seit Jahren mit offenen Wunden leben. Deren Lebensqualität ist zwangsläufig an einem Tiefpunkt“, fügt er an.

Gefahren der Moderne

Als Dr. René Schwarz, der Ärztliche Direktor des Klinikums Leisnig, seinen Kollegen Lübke darum bat, am Standort eine eigene Gefäßchirurgie aufzubauen, war der sofort begeistert. “Wir haben damals bei Null begonnen und können heute einiges an Know-how und Expertise vorweisen. Auch die gut funktionierende Symbiose mit der Wundmedizin hat sich längst als trefflich erwiesen”, sagt er.

Über einen Mangel an Arbeit kann sich der Mediziner indes nicht beklagen. Zumal etliche seiner Patienten den Altersdurchschnitt des Praxisbetriebs inzwischen drücken. Diabetes Typ II, wegen seiner Ursachen auch Lifestylediabetes genannt, sorgt für ein stärkeres Ambulanzaufkommen jüngerer Patienten. Darüber hinaus scheuten viele Patienten während der Coronahochphase den Weg in die Klinik, mit der Folge, dass deren Erkrankungen immer komplexer wurden. Hier zu helfen, erfordert nun doppelten Einsatz der Ärzte, Schwestern und Pfleger.

Kleinere Abenteuer

Manchmal, sagt Peter Lübke, spüre er ihn noch, den Drang nach Abenteuern. Inzwischen jedoch sind es nicht mehr die ganz großen Touren, die er plant. Vielmehr begeistern er und seine Familie sich beim Bergwandern. Auch einen Halbmarathon will er demnächst wieder angehen. Der ist zwar kein Sechstausender, aber die 21 Kilometer zu meistern, verlangt nicht minder Ehrgeiz und Willenskraft.

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