Corona und die Klinik

Aufgrund der deutlich gestiegenen Corona-Infektionszahlen passen wir ab 23. November 2021 unser Besuchskonzept an. Besuche sind dann nur nach ausdrücklicher Rücksprache und vorheriger Anmeldung bei der Station möglich. Unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus müssen die Besucher einen aktuellen Test - ausgestellt von einem Testzentrum - nachweisen.  

Klinikgesichter

Dr. Norman Wiele

Dr. Norman Wiele

Bereits seit 2008 ist Norman Wiele der Leisniger Klinik verbunden. Der Reiz? Die Nahbarkeit und Vielfältigkeit der Aufgaben.

Der Schlüssel zum Erfolg - Nahbarkeit und Lösungsorientierung

Norman Wiele ist ärztlicher Leiter der Notaufnahme in der Helios Klinik Leisnig. Der Facharzt für Allgemeinchirurgie kam direkt nach Abschluss seines Studiums 2008 ins Haus. Neben seinen Führungsaufgaben ist er in den normalen Stationsbetrieb eingebunden, steht selbst am OP-Tisch und fährt drei bis vier Mal im Monat als Notarzt im Rettungsdienst mit. Was in stressigen Zeiten die Motivation hoch hält und nach vielen Jahren immer noch Freude bereitet, erzählt er im Interview.

Dass Norman Wiele mal Arzt werden möchte, das entschied der heutige Chirurg während seines Zivildienstes im Krankenhaus. Nach dem er sein praktisches Jahr am Ende des Studiums im Diakonissenkrankenhaus und im Helios Park-Klinikum in Leipzig beendet hat, zog es ihn nach dem Bewerbungsprozess nach Leisnig. „Es war mehr oder weniger Zufall, dass ich im Bewerbungsprozess den Abteilungsleiter Reinhard Junghans wiedergetroffen habe. Wir haben uns im Diakonissenkrankenhaus schon sehr gut verstanden – das hat meine Entscheidung bestärkt“, erzählt Norman Wiele über seinen Berufseinstieg im Haus. Doch was ihn über die Jahre auf seinem Weg navigiert, sind die Möglichkeiten zu wachsen und das kollegiale Zugehörigkeitsgefühl. „Es sind stetig Aufgaben dazugekommen. Und vor vier Jahren wurde mir angeboten, die Leitung der Notfallambulanz zu übernehmen. Am Ende steht und fällt es aber immer mit dem Team.“

Teamwork als Hebel: Intern und extern

Das kollegiale Zusammenwirken ist ein zentraler Hebel für die funktionierende Stationsarbeit – und auch für die Außenwirkung. Norman Wiele betont hierbei nicht nur das interne Zusammenspiel von Pflegekräften und ärztlichem Personal, sondern auch die interdisziplinären Schnittmengen – mit anderen Stationen oder den verschiedenen Rettungsdiensten. „Die Hierarchien hier sind im Regelfall recht flach. Das ist alles auf Du und Du“, erzählt der Chirurg zufrieden, „wenn es hier sehr gut funktioniert, haben wir die Resonanz vom Rettungsdienst, dass wir eine Notaufnahme sind, die gern angefahren wird.“ Für Norman Wiele spielt im Erfolg seiner Arbeit die Nahbarkeit untereinander eine große Rolle. Er möchte sowohl im Kollegium als auch gegenüber den Rettungsdiensten das Gefühl vermitteln, ansprechbar zu sein und Lösungen finden zu wollen. Eine erfolgreiche Herangehensweise klingt heraus: „Wir hatten erst kürzlich Stationstreffen mit allen Pflegenden und wollten eigentlich Probleme besprechen. Wir haben aber festgestellt, dass es da eigentlich nicht viel zu besprechen gibt. Das ist wirklich alles auf hohem Niveau.“

Priorität Eins: Die Patientinnen und Patienten

Die lösungsorientierte, offene Haltung des Teams wirkt am Ende des Tages immer zum Wohle der Patientinnen und Patienten – ein Hauptziel, das über allem steht. „Viele Patient:innen kommen direkt in die Notaufnahme: Das ist somit der erste Eindruck, den sie gewinnen“, reflektiert Norman Wiele, „dass sie sich gut aufgehoben fühlen und die bestmögliche Behandlung kriegen, finde ich enorm wichtig. Sie sollten mit einem guten Gefühl rausgehen. Und mit einer Perspektive: 'Wie gehe ich zukünftig mit meinem Problem um?‘“ Besonders die Vielfalt der Krankheitsbilder in der Notaufnahme stellt für den ärztlichen Leiter einen großen Reiz seiner Arbeit dar. Sie fordern täglich vollen Einsatz und zeigen den hohen fachlichen Anspruch der breiten Versorgungsmöglichkeiten. Meldet ein Rettungsdienst beispielsweise einen Notfall mit noch unbekanntem Ausmaß an, wird auf Wieles Station eine „organisatorische Kaskade“ ausgelöst. „Wir informieren verschiedene Kräfte - Röntgen, OP, Anästhesie, Chirurgie. Im sogenannten Schockraum steht dann eine ganze Traube von Menschen und erwartet den Patienten. Die sind alle da, bevor der Patient eintrifft.“ In diesem Fall steht das Wesentliche – die Medizin – im Vordergrund. Prozesse wie die Dokumentation finden nachgreifend statt.

Die Notaufnahme ist oft der erste Berührungspunkt des Patienten mit der Klinik. Es ist wichtig, dass er sich dann an- und ernstgenommen fühlt und die bestmögliche Behandlung bekommt.

Dr. Norman Wiele, Leiter der Notaufnahme

Aufrichtige Motivation

„Für mich war es ein guter Tag, wenn wir die Patient:innen ohne unnötige Zeitverluste adäquat versorgt haben. Ohne dass jemand mit schlechtem Gefühl rausgegangen ist“, fasst Norman Wiele zusammen, “ich mache mir da relativ viele Gedanken drüber, wenn ich behandle und ich weiß, dass es dem Kollegium genauso geht.“ Wenn er darüber hinaus die organisatorischen Aufgaben erledigt weiß, geht der Chirurg mit einem zufriedenen Gefühl nach Hause. „Ich schaffe es sicher nicht immer, vollkommen in Ruhe zu bleiben. Doch wenn ich genug Zeit gewinnen kann, um das alles mit meiner Familie zu vereinbaren, ist das für mich schon ausreichend“, sagt er genügsam. Das Corona-Virus hat den medizinischen Alltag stark verändert und ruft das Personal zu ständiger Flexibilität und Wachsamkeit auf. Ein andauernder Kraftakt. Umso mehr erinnert sich Norman Wiele an die Grundmotivation seiner Berufswahl: „Die Chirurgie ist eine der wenigen Disziplinen, in denen man Menschen manchmal mit einem einzigen Eingriff endgültig heilen kann.“

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Mit Qualität in Medizin und Pflege für Stadt und Region - das ist das Motto unserer Initiative "Wir für Leisnig"