Technische Möglichkeiten während der Operation

Uns steht eine Vielzahl an technischen Mitteln zur Verfügung, um Ihr Rückenleiden kompetent und sicher zu operieren.

Technische Operationsmöglichkeiten

Ein dreidimensionaler Bildverstärker ermöglicht unseren Operateuren während der Operation an der Wirbelsäule eine dem Computertomographen (CT) ähnliche Darstellung des OP Gebietes. Die eingebrachten Implantate können so, insbesondere bei minimal-invasiven-Instrumentierungen, unmittelbar kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert werden. Die intraoperative 3D Bildgebung ist eine Voraussetzung für die Nutzung eines OP-Navigationssystems an der Wirbelsäule.

Unsere Patienten profitieren von diesem Röntgenverfahren, da die Implantate in Idealstellung eingebracht werden können und die Verletzungsgefahr zum Beispiel der neuronalen Strukturen stark minimiert wird.

Ein OP-Navigationssystem gleicht zum Beispiel die vor der Operation angefertigten CT-Bilder mit der aktuellen Lage des Patienten auf dem OP-Tisch ab (Matching) und stellt den zu operierenden Wirbelsäulenbereich auf einem Monitor dar. Spezielle Instrumente, die mit dem NAV über Kameras verbunden sind, kommen hierbei zu Einsatz.

Die intraoperative Computernavigation versetzt uns in die Lage, die operativen Schritte vorauszuplanen und beispielsweise die Schraubenlage im Wirbelkörper millimetergenau festzulegen und einzuhalten. Dieses System gewinnt besondere Bedeutung bei operativen Eingriffen in den oberen Abschnitten der Wirbelsäule.

Eine fortlaufende Kontrolle der Nervenbahnen und des Rückenmarks während der Operation dient der größtmöglichen Patientensicherheit. Die kontinuierliche Ableitung der Nervenfunktion erfolgt hierbei durch das intraoperative Neuromonitoring.

Beim Neuromonitoring werden, ähnlich wie bei der Nervenmessung, kontinuierlich die Funktionen der Nerven und des Rückenmarkes während des operativen Eingriffs überwacht.

Mit Hilfe des Neuromonitorings können wir während des Eingriffs feststellen, ob die Nervenfunktion gegebenenfalls. durch ein operatives Manöver beeinträchtigt wird. Dies versetzt uns in die Lage, im Fall der Fälle umgehend zu reagieren. Früher war dies nur mittels des so genannten „Wake-Up“-Tests möglich, bei dem der Patient während der Narkose kurzzeitig zum Erwachen gebracht wurde, um die Funktion der Nerven auf Zuruf zu überprüfen.

Durch die Nutzung von hochmodernen Tuben- und Spreizersystemen ist eine erhebliche Minimierung der Zugangswege zur Wirbelsäule möglich. Diese Zugangssysteme werden für kleinere Bandscheibenoperationen bis hin zu Stabilisierungsoperationen eingesetzt. Unter Röntgenkontrolle wird das OP-Gebiet über sogenannte Tuben aufgedehnt und schont insbesondere die wirbelsäulennahe Muskulatur.

Diese OP-Methode verringert bedeutend den intraoperativen Blutverlust und senkt das Wundheilungsrisiko.