Diabetes? Frau Läritz! – Aus dem Alltag einer Diabetesberaterin

Diabetes? Frau Läritz! – Aus dem Alltag einer Diabetesberaterin

Susanne Läritz ist gelernte Krankenschwester und arbeitet heute als Diabetesberaterin in der Helios Klinik Schkeuditz und bei einem niedergelassenen Diabetologen. In diesem besonderen Arbeitsmodell hat sie die Möglichkeit Patient:innen sowohl akut als auch langfristig zu begleiten.

Susanne Läritz lernte 1992-95 im Stadtkrankenhaus Leipzig Krankenschwester. „Aus Überzeugung - ich wollte nie etwas anderes werden.“ erzählt sie heute.

Ich habe seit der achten Klasse im Krankenhaus gearbeitet und war die Erste, die den Ausbildungsvertrag unterschrieben hatte.

Susanne Läritz Diabetesberaterin Helios Klinik Schkeuditz

Bevor sie 2002 in die Helios Klinik Schkeuditz kam, hatte sie bereits einige Jahre Erfahrung auf einer Diabetes-Station gesammelt. Zeitgleich begann Läritz im Januar 2002 eine Stelle bei einem niedergelassenen Diabetologen in Schkeuditz. „Ich habe zwei halbe Anstellungen. Hier und in der Praxis. Der Arzt, der sich dort niedergelassen hat, war früher mein Stationsarzt. Er hat von Anfang an gesagt, er würde gerne in der Klink die Diabetologie mehr etablieren und dadurch ist das dann alles entstanden“, erzählt Susanne Läritz über ihr besonderes Arbeitsmodell. Um eine umfassende Betreuung aller Diabetespatient:innen sicherzustellen, bildet sie sich 2004/2005 zur Diabetesberaterin weiter.

Susanne Läritz im Gespräch

Läritz erzählt, der Fokus auf Diabetes sei während der Stationsarbeit einfach irgendwann entstanden. Und daraus habe sich dann ein großes Ganzes entwickelt. „Ich sag immer, es ist keine schlimme Erkrankung – wenn man sich darauf einstellt. Die Patient:innen zu schulen und zu sehen, dass wirklich etwas passiert und sich bessert, ist einfach schön.“ Zur Seite stehen mit Rat und Tat - diese Fähigkeit zieht sich durch alle Arbeitsbereiche der ehemaligen Krankenschwester – und da gibt es so einige: „Ich bin mittlerweile die stellvertretende Sicherheitsbeauftragte und die sogenannte POCT-Beauftragte. Da geht es um die ganzen patientennahen Geräte. Blutzuckermessgeräte zum Beispiel. Diese Qualitätskontrolle ist immer da nötig, wo Dinge aus dem Labor auf Station ausgelagert werden.“ Außerdem engagiert sie sich im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements und als Ehrenamtliche einer Interessengemeinschaft von Diabetesbetroffenen.

Klingt nach aufwendigem Zeitmanagement, oder? Auf die Frage, wie Susanne Läritz es schaffe, so viele Aufgaben im Einklang zu halten, antwortet sie schmunzelnd: „Ich schaff‘s einfach. Kann ich nicht anders sagen. Man muss natürlich filtern, was jetzt noch liegen bleiben kann und was Priorität hat. Und man muss abschalten können. Wenn ich die Klinik verlasse, schließe ich das Thema auch ab. Ich nehme nichts mit nach Hause.“

In diesem Punkt erschwert die Corona-Pandemie Läritz die Bedingungen. „Als Diabetes-Beraterin bin ich verpflichtet, in bestimmten Punkten auf dem Laufenden zu bleiben. Auch die Kassenärztliche Vereinigung fordern bestimmte Zertifikate, sonst kann man nicht mehr abrechnen. Das ist in der jetzigen Zeit schwierig: Die Weiterbildungen sind oft online und abends.“ Um Arbeit und Privates trotzdem weiterhin so gut wie möglich zu trennen, versuche sie die Online-Weiterbildungen so zu legen, dass es ihr Privatleben nicht negativ beeinflusst. Glücklicherweise seien die Online-Termine - beruflich gesehen – die größte Einschränkung für Läritz. „Ich hatte in der Klinik schon immer Einzelberatungen. In der Praxis sind die Gruppen ein bisschen kleiner als vorher oder wir führen nun auch dort Einzelgespräche. Ansonsten ist bei mir alles gleichgeblieben.“

Als Susanne Läritz 2002 in die Helios Klinik nach Schkeuditz wechselt, schlägt ihr einige Kritik entgegen:

Ich wurde damals ein bisschen belächelt ‚Bist du verrückt vom Städtischen in das Private zu gehen?‘“ zitiert sie die kritischen Stimmen. Und setzt fort: „Aber ich habe das keine Minute bereut.

Diabetesberaterin Susanne Läritz

Ich kam aus einem kleinen Haus mit wenig Betten. Und Schkeuditz ist im Verhältnis zu anderen Häusern mit 153 Betten auch ein kleines Haus. Man kennt sich und es ist sehr familiär.“ Diese Atmosphäre ist für die Diabetesberaterin auch der Grund, warum sie nach so vielen Jahren immer noch hier ist. „Man hat einfach einen anderen Draht und weiß, wie man aufeinander zugehen kann. Hier wird auch mal gefragt ‚Mensch, wie geht’s dir eigentlich?‘ Das liegt hier vielen am Herzen.“

Hier wird auch mal gefragt ‚Mensch, wie geht’s dir eigentlich?‘ Das liegt hier vielen am Herzen.

Susanne Läritz aus der Helios Klinik Schkeuditz

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