„Ich möchte Menschen empathisch durch Krisen begleiten“

„Ich möchte Menschen empathisch durch Krisen begleiten“

Nora Sitte ist im zweiten Lehrjahr ihrer Ausbildung zur Pflegekraft im Herzzentrum in Leipzig. In einem Jahr wird sie ihr Examen ablegen. Derzeit arbeitet sie auf der kardiologischen Intensivstation, der ISKA. Hier hat sie ihren Platz gefunden und möchte nach dem Abschluss gern bleiben. Zwischen Detektivarbeit und Empathie – Ausbildung im Herzzentrum.

Mein Berufswunsch hat oft fluktuiert – irgendwo zwischen Stuntfrau und Staatsanwältin“, erzählt Nora Sitte über ihre berufliche Entscheidungsfindung, „in den letzten beiden Jahren vor dem Abi hat sich herauskristallisiert, dass ich den Beruf der Pflegekraft gern machen würde.“ Eine Entscheidung, die sie mutig startet: „Ich habe mich tatsächlich nur hier beworben mit der großen Hoffnung, dass es klappt.  Bisschen gepokert“, sagt die angehende Pflegekraft schmunzelnd. Ihr Motiv, in die Pflege zu gehen, kann sie heute klar benennen. „Ich möchte Menschen durch Krisen begleiten. Jeder Krankenhausaufenthalt ist ja, egal warum, ob geplant oder nicht, eine persönliche Krise und besondere Zeit. Ich möchte den Leuten empathisch beistehen.“

„Ich möchte Menschen durch Krisen begleiten. Jeder Krankenhausaufenthalt ist ja, egal warum, ob geplant oder nicht, eine persönliche Krise und besondere Zeit. Ich möchte den Leuten empathisch beistehen.“

Nora Sitte, Auszubildende zur Pflegefachkraft im Herzzentrum in Leipzig

Wachstum bei Helios

Ihr Weg führt Nora Sitte ziemlich zu Beginn der Ausbildung auf die ISKA. „In der ersten Praxisphase hatten wir dort eine Gruppenanleitung zur Grundpflege“, erinnert sie sich heute, „ich stand da wie ein Kleinkind mit leuchtenden Augen: ‚Das will ich auch mal werden!‘ Und diese Euphorie ist mir tatsächlich erhalten geblieben.“ Darum möchte die Auszubildende nach ihrem Examen unbedingt die Weiterbildung zur Intensivpflegekraft absolvieren. Der Fokus auf die Entwicklung der Mitarbeitenden gefällt ihr bei Helios besonders. „Ich mag das Prinzip der Praxisanleitung und dass man ein unglaublich breit gespanntes Netz hat. Ich habe einfach immer die richtigen Ansprechpartner:innen, egal für welches Problem.“ Das Arbeiten unter Beobachtung der Praxisanleiterinnen und -anleiter hilft den Auszubildenden, die nötige Selbstsicherheit zu entwickeln. Nora Sitte ist sich sicher: „Sich seiner eigenen Kompetenz bewusst zu sein, ist eine wichtige Entwicklung.“ Sowohl während der Ausbildung als auch danach legt Helios großen Wert auf (Weiter-)Bildung. „Das macht für mich einen guten Arbeitgeber aus: Kompetenzweiterentwicklung. Und von Helios habe ich auch viel als angenehmer Arbeitgeber gehört. Fitnessstudio, Schwimmbad und die Fortbildungen. Das war für mich so ein springender Punkt.“

Gleichberechtigte Professionen

Schon jetzt fühlt sich Nora Sitte als Teil des Herzzentrums. Auf ihrer Station, der ISKA, genießt sie es, jeden Tag etwas mehr zu verstehen und sich an die Routinen zu gewöhnen. „Ich schaffe es inzwischen immer mehr, Zusammenhänge nachzuvollziehen. Was kommt woher? Welche Medikamente gibt man wann und warum? Man arbeitet sich wie Sherlock Holmes voran und macht sich einen Kopf. Die Komplexität reizt mich.“ Um auf diese Komplexität zu reagieren, arbeiten im Herzzentrum unterschiedliche Fachbereiche interdisziplinär zusammen. „Ich persönlich schätze hier im Haus den Umgang zwischen dem ärztlichen Personal und der Pflegschaft sehr“, erzählt Nora Sitte zufrieden, „viele duzen sich hier. Das spiegelt sich auch in der Zusammenarbeit wider. Hier gibt es kein Hierarchiegehacke, sondern ein Miteinander. Die Pflege wird als gleichberechtigte Profession anerkannt.“ Dieses Arbeitsklima ist der perfekte Nährboden, um den Pflegeberuf von der Pieke auf zu lernen, ohne die persönliche Note zu verlieren. In Noras Fall die Empathie: „Ich möchte auch vermeintlich schwierigen Patientinnen und Patienten Aufmerksamkeit schenken. Jedes Verhalten hat irgendwo seinen Ursprung“, erklärt die angehende Pflegekraft beherzt, „ich wünsche mir doch auch, dass man mir mit Verständnis begegnet, wenn ich mal ein bisschen komisch bin. Und den gleichen Respekt möchte ich meinem Gegenüber auch entgegenbringen. Jede:r Patient:in ist individuell und darauf möchte ich eingehen.“