Nah dran am „Perfekt“

Nah dran am „Perfekt“

Leipzig

Gemeinsamkeiten bilden den Grundstock einer guten Beziehung – egal, ob Freundschaft oder gar die Ehe. Kann es aber gut gehen, wenn zwei Eheleute die gleiche Berufsausbildung absolvieren und seit über drei Jahrzehnten den gleichen Arbeitgeber vorweisen? Und ob, sagen Ilka und Dirk Heilmann. Das Paar arbeitet seit dem Abschluss der medizinischen Fachschule im Helios Park-Klinikum Leipzig, ist glücklich verheiratet und ergänzt sich auch in der Freizeitgestaltung fließend. Am heutigen Tag der Eheleute stellen wir die beiden vor.

Paare, die sich wirklich lieben, pflegen innig ein Ritual. Ohne einen Kuss zum Abschied gehen Ilka und Dirk Heilmann deshalb nie auseinander. Manchmal, sagt Dirk Heilmann, passiert das morgens schon an der Haustür, andere Male erst im Eingangsportal des Helios Park-Klinikums Leipzig. Je nachdem, wie der Arbeitstag beginnt. Nicht selten nutzen Heilmanns ihre Jobräder, die ihnen der Arbeitsgeber zum Teil finanzierte. „Ich brauche diese dreißig Minuten Fitness vor und nach der Arbeit, lasse mich auch von Wind und Regen nicht abschrecken. Treiben die es jedoch zu doll, verzichtet meine Frau gern auf diese Erfahrung”, bekundet der 51-Jähige mit einem verständnisvollen Lächeln.

Der Arbeitgeber als Verkuppler

Dass Ilka und Dirk Heilmann auf gleichen Pfaden unterwegs sind, erkannten sie schon als Jugendliche. Erstmalig fanden sie in der Lehrklasse einer medizinischen Fachschule zueinander, wenn auch noch nicht als Paar. „Was nicht heißt, dass wir uns nicht gut verstanden haben. Aber von Liebe war da noch keine Spur”, blickt Ilka Heilmann auf die Jahre zwischen 1987 und 1990 zurück. Danach, so die 50-Jährige, habe man sich für ein paar Monate aus den Augen verloren.

Eine Schmiede ihres Glückes war ganz sicher der gleiche Arbeitgeber, den beide nach der Lehrausbildung zur Krankenschwester bzw. zum Krankenpfleger gewählt hatten. Denn rein zufällig trafen sie sich im Verlaufe eines Nachtdienstes wieder. Der daraus neu entstandene Kontakt gipfelte für die gebürtigen Leipziger 1993 mit einem überzeugten „Ja” auf dem Standesamt.

Beruflich arbeiten wir unter einem Dach, jeder von uns hat da jedoch eigene Stärken gefördert,

beschreibt Dirk Heilmann die Arbeitsbeziehung zu seiner Frau Ilka.

Eigene Wege unter einem Dach

Seither hat sich die Beziehung des Paares stetig gefestigt. Die Geburt von Tochter Laura spielte dabei eine ebenso tragende Rolle wie das gängige Verständnis der beiden, neben vielen Gemeinsamkeiten dem jeweils anderen auch Freiräume zu lassen. „Beruflich arbeiten wir zwar immer noch unter einem Dach, dem des Park-Klinikums, allerdings hat dort jeder von uns eigene Stärken gefördert”, erläutert Dirk Heilmann. Während er sich im Bereich der Intensivmedizin und als Wundexperte schulte, viele Jahre sogar als stellvertretender und späterer Stationsleiter der Intensivstation (ITS) tätig war, findet man ihn heute im Team der Krankenhaushygiene.

Ilka Heilmann hingegen entschied sich anfangs für die Arbeit im psychiatrischen Bereich des Klinikums, bevor sie in die Intermediate Care (IMC) wechselte, dem Bindeglied zwischen Intensiv- und Normalstation. Dort schulte auch sie sich weiter zur Fachschwester für Anästhesie- und Intensivmedizin und arbeitete später einige Zeit auf der Intensivstation. Heute trifft man sie als Fachanästhesieschwester im OP des Klinikums an.

Kleine Nachrichten als Alltagshelfer

Familie, Beruf und die Erziehung des Kindes unter einen Hut zu bekommen, haben die Heilmanns gut gemeistert. Trotz der Schichten, in denen sie lange Zeit gearbeitet haben. „Uns war wichtig, dass Laura nie allein sein musste, immer in Betreuung war. Also haben wir in verschiedenen Schichten gearbeitet. War dann doch einmal ‚Not am Mann‘, konnten wir uns stets auf unsere Eltern verlassen. Alles Weitere regelten die Zettel auf dem Küchentisch, die Art des Kommunizierens vor WhatsApp“, bekennt Dirk Heilmann augenzwinkernd. Ihrer Beziehung habe diese mitunter stressige Phase jedoch nicht geschadet. Im Gegenteil. „Ich glaube, dass wir als Paar daran gewachsen sind”, ergänzt Ilka Heilmann. Dienstliche Fragen wurden und werden bis heute bewusst vom Privaten getrennt, wenngleich diese auch einmal im privaten Rahmen diskutiert werden.

Wir sind als paar daran gewachsen,

beschreibt Ilka Heilmann die Vereinbarung von Familie, Beruf und Kindererziehung.

Freizeit gemeinsam gestalten

Über Langeweile können Dirk und Ilka nach der Arbeit nicht klagen. Selbst für das Motorradfahren, das Dirk Heilmann seit Jahren aktiv auslebt, konnte sich seine Frau mittlerweile begeistern. Nicht selten trifft man sie deshalb als Sozius auf der Maschine bei gemeinsamen Ausfahrten und Touren an. Daraus resultierend zieren Bilder von Urlaubstouren nach Schottland oder Irland heute das Fotoalbum der Familie. Auch im Portitzer Carnevals Club leben beide ein vereintes Hobby aus. „Meine Frau ist in der Frauentanzgruppe, wo sie auch die Choreografien erstellt. Ich war lange Zeit im Männerballett aktiv, später als Mitglied des Elferrats und aktuell als Vize-Präsident unseres Vereins“, erzählt Dirk Heilmann.

Eine solche Entwicklung ihrer Lebensgeschichte hätten beide am ersten Tag der Lehrausbildung wohl nicht vorausgesehen. Doch Amors Pfeile, der Wille, das persönliche Geschick in die eigenen Hände zu nehmen sowie ein Quäntchen Glück haben Ilka und Dirk Heilmanns Weg gut geebnet. Fast könnte man glauben, die französische Schriftstellerin Julie de Lespinasse habe an Heilmanns gedacht, als sie formulierte: „Das große Glück in der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden.“

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