Nach Streikaufruf: Herzzentrum und Helios Park-Klinikum Leipzig sichern medizinische Versorgung
Pressemitteilung

Nach Streikaufruf: Herzzentrum und Helios Park-Klinikum Leipzig sichern medizinische Versorgung

Leipzig

Für die Zeit des angekündigten Warnstreiks der Gewerkschaft ver.di am Helios Klinikstandort Leipzig für Donnerstag, 7. Februar 2019, gilt ein Sonderplan. Er regelt die Besetzung der Stationen und soll die medizinische Versorgung der Patienten sichern. Ver.di hatte in der vergangenen Woche die Tarifgespräche zu den Entgeltverhandlungen für den nicht-ärztlichen Dienst des Herzzentrums und Helios Park-Klinikums Leipzig einseitig abgebrochen und am 4. Februar einen 16-stündigen Warnstreik angekündigt.

„Das Wohl unserer Patienten steht im Mittelpunkt unserer Bemühungen“, unterstreicht Klinikgeschäftsführerin Diana Lohmann die laufenden Planungen, „wir sorgen mit unseren Vorkehrungen dafür, dass kranke Menschen weiter wie gewohnt hochwertig und umfassend im Herzzentrum und Helios Park-Klinikum Leipzig behandelt werden können. Die Einschränkungen für unsere Patienten sollen so gering wie möglich sein.“ Für die Dauer des Warnstreiks am 7. Februar, von 6:00 bis 22:00 Uhr, gilt für die Schichtbesetzung ein Sonderplan. Hierzu wurde eine gemeinsame Vereinbarung mit der Gewerkschaft geschlossen. „Dies stellt sicher, dass jederzeit qualifiziertes Personal in ausreichender Anzahl für die medizinische Versorgung zur Verfügung steht. Ärzte, Hol- und Bringedienst, Küchenpersonal, Patientenbegleitdienst und andere Servicebereiche sind vom Streik ausgenommen“, betont Lohmann.

„Wir behandeln weiter alle medizinischen Notfälle. Notwendige, unaufschiebbare Eingriffe finden wie geplant statt. Dies betrifft auch Eingriffe bei Patienten mit lebensbedrohlichen Zuständen oder Patienten, denen eine Verschlechterung des Krankheitsbildes droht.“ Über das individuelle Vorgehen und die Behandlung entscheide das medizinische Fachpersonal vor Ort. „Unsere Patienten sollen nicht in andere Krankenhäuser verlegt werden. Die Versorgung ist gewährleistet“, versichert Diana Lohmann. Die ambulanten Termine in den Tageskliniken wurden abgesagt und werden zu einem nächstmöglichen Zeitpunkt nachgeholt.

Für Patienten und Angehörige wurde ein Servicetelefon eingerichtet. Es ist wochentags in der Zeit von 7:00 bis 19:00 Uhr erreichbar unter der Telefonnummer: 0341 865-252102.

„Wir wollen unser ausgesprochen attraktives Angebotspaket mit zweistelligen Lohnsteigerungsraten für die Beschäftigten beider Häuser weiterverhandeln“, bekräftigt Verhandlungsführer Dr. Roland Bantle. „Wir fordern die Gewerkschaft an den Verhandlungstisch zurück, denn nur hier werden Ergebnisse für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erzielt.“ Ver.di wurden zwei konkrete Vorschläge für Gespräche in der kommenden Woche vorgeschlagen.

Zum Hintergrund: Seit November 2018 wird im Herzzentrum und Helios Park-Klinikum Leipzig über das Entgelt für den nicht-ärztlichen Dienst verhandelt. Die Gewerkschaft hatte trotz weitreichender Zugeständnisse der Arbeitgeberseite die vierte Verhandlungsrunde am 29. Januar 2019 einseitig für gescheitert erklärt. Am 4. Februar rief ver.di in beiden Häusern zu Warnstreiks für den 7. Februar, von 6:00 bis 22:00 Uhr, unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des nicht-ärztlichen Dienstes auf. 

 

 

Pressekontakt

Stefan Möslein

Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation & Marketing
Stefan Möslein

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0341 865-2191

Über uns

Das Helios Park-Klinikum Leipzig ist mit 796 voll- und teilstationären Betten bzw. Behandlungsplätzen, 154 Rehabilitations- und 30 Plätzen für Adaption und betreutes Wohnen das größte Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung im Freistaat Sachsen. Unsere Hauptstandorte befinden sich im Leipziger Südosten in unmittelbarer Nachbarschaft zum Herzzentrum. Wir sind Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Leipzig. www.helios-gesundheit.de/parkklinikum 

Das Herzzentrum Leipzig bietet mit seinen 440 Betten und zehn tagesklinischen Betten in der Universitätsklinik für Herzchirurgie, der Universitätsklinik für Kardiologie – Helios Stiftungsprofessur (inkl. der Abteilung für Rhythmologie) und der Universitätsklinik für Kinderkardiologie sowie den Abteilungen für Anästhesiologie und Radiologie Hochleistungsmedizin rund um das Herz. Unter der Leitung international erfahrener Ärzte und namhafter Wissenschaftler arbeitet am Herzzentrum Leipzig ein Team von mehr als 1.450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Seit der Inbetriebnahme im September 1994 besteht mit dem Freistaat Sachsen und der Universität Leipzig ein Kooperations- und Nutzungsvertrag. Das rechtlich und wirtschaftlich selbständige Herzzentrum kooperiert eng mit der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Seit 2014 ist das Herzzentrum Leipzig eine 100-prozentige Tochter der Helios Kliniken GmbH. www.herzzentrum-leipzig.de

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit rund 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. Rund 17 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2017 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 8,7 Milliarden Euro. In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 120 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und zehn Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon 4 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 6,1 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin. Quirónsalud betreibt in Spanien 45 Kliniken, 55 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 11,6 Millionen Patienten behandelt, davon 11,2 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 32.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro. Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.