Familie und Beruf vereinbaren? Das geht auch in der Pflege!
Kein Dienst nach Vorschrift

Familie und Beruf vereinbaren? Das geht auch in der Pflege!

Leipzig

Flexible Arbeitszeiten und ein Mehr an Freizeit rangieren heute weit höher im Ranking der Wünsche von Angestellten, als eine eventuelle Lohnerhöhung. Vor allem junge Mütter oder Alleinerziehende erachten es als wichtig, möglichst viel freie Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Dem trägt das Helios Park-Klinikum Leipzig für seine Gesundheits- und Krankenpfleger nun auf besondere Weise Rechnung.

Wenn Anne Pieske Patienten aufsucht oder mit Kollegen und Kolleginnen im Gespräch ist, wirkt ihre gute Laune ansteckend. Was wohl auch daran liegt, dass sich die junge Frau am Helios Park-Klinikum Leipzig wohl fühlt. Seit 2009 arbeitete die Sächsin als Gesundheits- und Krankenpflegerin im Haus, schaffte es in dieser Zeit auch, sich zur stellvertretenden Stationsleiterin zu qualifizieren. Einzig die Tatsache, dass Anne Pieske seit einigen Jahren alleinerziehend ist, belastete ihre Liebe zum Job jedoch erheblich. Schichtdienst und Mutterpflichten, beides ließ sich für sie auf Dauer nicht vereinbaren. „Ich habe es einige Monate probiert, aber trotz aller Mühen hat es nicht funktioniert“, sagt sie heute. 2017 verließ sie deshalb mit großem Bedauern das Klinikum und bewarb sich in einer Arztpraxis als Schwesternhilfe.

Arbeitszeiten selbst festlegen

Den dadurch entstandenen menschlichen und fachlichen Verlust bedauerte auch ihr bisheriger Arbeitgeber. Doch was konnte man tun, um Fachkräfte wie Anne Pieske trotz familiärer Mehrfachbelastung im Unternehmen zu halten? Diese Frage stellte sich seit langem auch Sebastian Hunger, stellvertretender Pflegedienstdirektor des Park-Klinikums. Die Lösung, die er seiner ehemaligen Mitarbeiterin Pieske nun im Sommer dieses Jahres anbot, kam den Interessen des Hauses nahe und deckte auch die Wünsche der Krankenschwester. „Über flexible Arbeitszeiten kann Schwester Anne selbst ihren Dienstplan gestalten. Die müssen nur innerhalb eines gesetzten Zeitfensters verankert sein, das es braucht, um den regulären Dienstbetrieb absichern zu können“, erläutert Hunger.

Jetzt bestimmt der Job nicht mehr mein Leben, sondern ich den Job.

Anne Pieske, Gesundheits- und Krankenpflegerin im Helios Park-Klinikum Leipzig

Fünf Stationen, dafür ein familienfreundlicher Dienstplan

Die Errichtung eines Pflegepools ist keine neue Erfindung. Dennoch unterscheidet sich die Gestaltung durchaus von Klinik zu Klinik. Der Pflegepool des Park-Klinikums wurde nach dem Vorbild der Schwesterklinik, dem Herzzentrum Leipzig, am Standort etabliert. Der hat sich schon seit längerer Zeit bewährt. Anne Pieske ist auf jeden Fall froh und dankbar, nun wieder im Park-Klinikum arbeiten zu dürfen. „Jetzt bestimmt der Job nicht mehr mein Leben, sondern ich den Job“, bekennt sie erleichtert. In ihrem persönlichen Fall wurde vereinbart, dass sie an vier Tagen in der Woche von jeweils sieben Uhr morgens bis halb vier am Nachmittag ihrem Dienst nachgeht. Allerdings unter der Voraussetzung, dass der Dienst jeweils auf einer der fünf Betten führenden Stationen des Park-Klinikums geleistet wird. Immer dort, wo ihre Hilfe benötigt wird. Welche Station das ist, ob die chirurgische, die innere oder die für Altersmedizin, erführt Pieske spätestens einen Tag vorher, sagt Sebastian Hunger.

Über flexible Arbeitszeiten kann Schwester Anne selbst ihren Dienstplan gestalten. Die müssen nur innerhalb eines gesetzten Zeitfensters verankert sein, das es braucht, um den regulären Dienstbetrieb absichern zu können.

Sebastian Hunger, stellvertretender Pflegedirektor des Helios Park-Klinikums Leipzig

Kein Platz für Routine

Den steten Wechsel der Fachgebiete sieht Schwester Anne aber nicht als hinderlich an. Im Gegenteil, betont sie. „Es ist eine Herausforderung, die von mir als Fachkraft auch medizinische Flexibilität erfordert. Gerade diese Abwechslung empfinde ich aber als angenehm“, sagt sie. Zudem sei sie in allen Teams gut integriert und dort auch gern gesehen. Kein Tag sei nun wie der andere, dienstliche Routine, die es im Pflegedienst ohnehin kaum gibt, sei gänzlich passé.

Wie mit Anne Pieske, sollen auch alle Interessenten einen unbefristeten Vertrag erhalten. „Die einzige Bedingung ist, dass die flexiblen Zeiten innerhalb eines festgesteckten Zeitrahmens sind“, erwähnt Hunger abermals. Denn die Absicherung des Klinikbetriebes habe nach wie vor oberste Priorität. Hier integrierte Grundprozesse müssen im Interesse der Patienten abgesichert bleiben. Doch das zu gewährleisten, soll und wird künftig auch der neue Pflegepool des Klinikums sicherstellen.

Sie möchten im Helios Park-Klinikum Leipzig arbeiten?

Sie möchten im Helios Park-Klinikum Leipzig arbeiten?

Interessenten, die sich für die Arbeit im Bereich der Pflege am Helios Park-Klinikum Leipzig interessieren und dabei den Pflegepool in Anspruch nehmen möchten, können sich jederzeit an Sebastian Hunger unter 0341 864-252320 oder über sebastian.hunger@helios-gesundheit.de wenden.