Chronische Schmerzen

Schmerztherapie durch Neuromodulation

Schmerztherapie durch Neuromodulation

Die rückenmarksnahe Stimulation (englisch Spinal Cord Stimulation) ist ein neurologisches Therapieverfahren, bei dem chronische Schmerzen mittels elektrischer Impulse behandelt werden. Sie kommt dann zur Anwendung, wenn alle anderen Schmerztherapien ausgeschöpft sind.

Rückenmarksnahe Stimulation (Spinal Cord Stimulation = SCS)

Spinal Cord Stimulation als Form der Neuromodulation hilft dabei chronische Schmerzen zu behandeln
So funktioniert die rückenmarksnahe Stimulation: Mittels elektronischer Stimulation lässt sich die Schmerzübertragung auf dem Weg zum Gehirn blockieren. Dazu wird eine Elektrode im Bereich des Wirbelkanals innerhalb der Wirbelsäule platziert.

Die rückenmarksnahe Stimulation (englisch Spinal Cord Stimulation) ist eine Form der Neuromodulation zur Behandlung starker, chronischer Schmerzen. Hierbei wird dem Patienten eine dünne Elektrode hinter das Rückenmark in den Epiduralraum implantiert. Die Elektrode ist mit einer Batterie (dem Generator) verbunden, die unter die Bauchhaut eingebracht wird und elektrische Impulse aussendet. Dadurch werden die Schmerzsignale auf ihrem Weg zum Gehirn unterbrochen. Schmerzen werden kaum oder nur noch in Form eines Kribbelns wahrgenommen.

Wie verläuft der Eingriff?

Vor der eigentlichen Implantation können sich Patienten mit einem vorläufigen System ausstatten lassen, um die Wirkung zu testen. Ihr Arzt platziert dazu (unter lokaler Betäubung) eine kleine, dünne Elektrode im Bereich des Wirbelkanals innerhalb der Wirbelsäule. Die Elektrode wird an einen provisorischen Impulsgenerator angeschlossen, den Sie auf der Kleidung oder am Gürtel tragen. Ihr Arzt fragt Sie während des Verfahrens, wo Sie eine Veränderung der Schmerzempfindlichkeit spüren und passt so den genauen Sitz der Elektrode an. Der Eingriff dauert circa 30 bis 60 Minuten.

Wie geht es nach dem Eingriff weiter?

Nach einer siebentägigen Testphase unter Alltagsbelastungen entscheiden Sie selbst, abhängig vom Nutzen der Stimulation, ob der Einbau eines Impulsgenerators unter die Haut für Sie persönlich in Frage kommt. Wenn ja, legt Ihr Arzt einen Operationstermin fest. Wenn nicht, entfernt er die Elektrode wieder. Eine Vollnarkose ist für den Eingriff nicht nötig.

Ca. 80 Prozent der behandelten Patienten profitieren von einer rückenmarksnahen Stimulation.

Georg Salloum, Oberarzt an der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie und Facharzt für Neurochirurgie

Die rückenmarksnahe Stimulation (Spinal Cord Stimulation) kommt dann zum Einsatz, wenn alle anderen Therapieformen (operativ und medikamentös) ausgeschöpft sind.

Hierzu zählen z. B.:

  • chronische Schmerzen
  • anhaltende Schmerzen nach einem künstlichen Gelenkersatz, auch nach einer Wirbelsäulen-Operation
  • regionale Schmerzsyndrome in Händen und Füßen
  • arterielle Verschlusskrankheit, Schaufensterkrankheit
  • wenn gesundheitliche Gründe gegen eine offene Operation sprechen
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Georg Salloum

Oberarzt an der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie
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