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Fachinformationen Wirbelsäulenchirurgie

Fachinformationen Wirbelsäulenchirurgie

Erfahren Sie hier mehr über minimal-invasive Techniken und Neuromonitoring.

Minimal-invasive Instrumentierung

Detail bei einer Wirbelsäulen-OP

Mit Hilfe neuartiger Implantate ist eine schonende Stabilisierung von Wirbelsäulenabschnitten möglich. Auf einen ausgedehnten Operationszugang kann hierbei häufig verzichtet werden.

Bei zahlreichen Eingriffen an der Wirbelsäule ist es nicht erforderlich, einen großen Zugang zur Wirbelsäule zu schaffen. Jedoch sind die meisten verfügbaren Stabilisierungssysteme (Fixateure) darauf ausgelegt, "offen" d. h. auf Sicht eingebracht zu werden.

Unsere Klinik verfügt über die neuesten Fixateursysteme zur minimal-invasiven Implantation. Es sind hierbei nur ein bis zwei Zentimeter lange Schnitte seitlich der Wirbelsäule erforderlich, um die Schrauben einzubringen. Dieser Vorgang erfolgt unter Röntgenkontrolle und schont sowohl die Haut als auch die Muskulatur. Gerade bei älteren und schwerkranken Patienten (z. B. bei Polytrauma, Tumoren oder bei der Infektion der Wirbelkörper [Spondylitis]) ist dies von besonderem Vorteil.

Während ältere und Tumorpatienten insbesondere von dem geringeren Wundheilungsrisiko profitieren, werden schwerverletzte Patienten anders als bei einer offenen Implantation nur in sehr geringem Maße zusätzlich belastet. Gleichzeitig ist der Blutverlust bedeutend geringer.

Neuromonitoring

Wirbelsäulen-OP

Eine fortlaufende Kontrolle der Nervenbahnen und des Rückenmarks während bestimmter Operationen dient der größtmöglichen Patientensicherheit. Die kontinuierliche Ableitung der Nervenfunktion erfolgt hierbei durch das intraoperative Neuromonitoring.

Beim Neuromonitoring werden, ähnlich wie bei der Nervenmessung, kontinuierlich die Funktionen der Nerven und des Rückenmarkes während des operativen Eingriffs überwacht.

Dies bietet sich insbesondere bei Eingriffen an, bei denen das Rückenmark dem Risiko einer Verletzung ausgesetzt ist. Insbesondere ausgedehnte Korrektureingriffe (z.B. bei Skoliosen) bergen das Risiko, dass es zu einer Beeinträchtigung der Nervenfunktion kommen kann.

Mit Hilfe des Neuromonitorings können wir während des Eingriffs feststellen, ob die Nervenfunktion ggf. durch ein operatives Manöver beeinträchtigt wird. Dies versetzt uns in die Lage, im Fall der Fälle umgehend zu reagieren. Früher war dies nur mittels des so genannten "Wake-Up"-Tests möglich, bei dem der Patient während der Narkose kurzzeitig zum Erwachen gebracht wurde, um die Funktion der Nerven auf Zuruf zu überprüfen.

Ihr Ansprechpartner

Dr. med. Jens Gulow

Chefarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie
Dr. med. Jens Gulow

E-Mail

Telefon

0341 864-2298
Kompakte Informationen für Ärzte Weitere Informationen zu dem Leistungsspektrum unserer Wirbelsäulenchirurgie können Sie nachlesen in unserem Ärztebrief (PDF-Download).