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Behandlung von Aortenerweiterung (Aneurysma) oder Rissen (Dissektion)

Behandlung von Aortenerweiterung (Aneurysma) oder Rissen (Dissektion)

Ein Aneurysma kann lebensbedrohlich werden, wenn es zu einem Riss in der Hauptschlagader führt. Eine Operation kann dem vorbeugen, die Risiken sollten dennoch individuell abgewogen werden.

Ein Aortenaneurysma bezeichnet eine Aussackung (Erweiterung) der Hauptschlagaderwand. Je größer die Aussackung wird, desto höher ist die Gefahr, dass die Aorta reißt. Platzt die Aorta, kann dies tödlich enden, da sehr viel Blut innerhalb kürzester Zeit austritt. Ab einer Größe von fünf Zentimetern sollte ein Aneurysma behandelt werden, da sonst die Wahrscheinlichkeit eines Risses sehr groß wird.  

Wir behandeln lebensbedrohliche Bauchartenaneurysmen in unserem gefäßchirurgischen Team offen-chirurgisch oder durch den Einsatz einer künstlichen Gefäßprothese (Stent).

Ein Aneurysma kann über viele Jahre unbemerkt heranwachsen. Neben genetischen Faktoren, kann auch der Lebensstil zur Bildung eines Aneurysmas führen.

  • angeborene Fehlbildungen
  • Bluthochdruck
  • Gefäßverkalkung (Arteriosklerose)
  • Verletzungen der Gefäßwand

Oft verursachen Aneurysmen keine Beschwerden, außer sie reißen. Wird das Aneurysma im Bauchraum so groß, dass es auf umliegende Organe drückt, können folgende Beschwerden auftreten:

  • Schmerzen im Unterbauch
  • Rückenschmerzen, die in die Beine ausstrahlen
  • Bei einem Riss der Aorta: starke, unerklärliche Bauchschmerzen, Übelkeit, Kreislaufschock

Aneurysmen können in einem Ultraschall entdeckt werden. Mittels bildgebender Verfahren (CT, MRT, Angiografie) können unsere Gefäßmediziner die Lage, Größe und Gefährlichkeit des Aneurysmas beurteilen.

Operative Behandlung
Bei einer offenen Operation legen wir mit einem großen Bauchschnitt die Aorta frei und eröffnen das Aneurysma. An der Stelle setzen wir ein künstliches Gefäßstück, eine Kunststoffprothese, ein und verbinden die Prothese mit der körpereigenen Gefäßwand.

Endovaskuläre Behandlung
Ein schonenderer Eingriff ist die Stenttherapie, die bei etwa der Hälfte aller behandlungsbedürftigen Patienten mit einem Aneurysma angewendet werden kann. Dabei wird, über einen kleinen Schnitt an der Leiste, ein dünner Katheter in die Oberschenkelarterie eingeführt und die Stent-Prothese bis zum Aneurysma vorgeschoben. Der Stent besteht aus einem, mit Kunststoff ummantelten, Drahtgeflecht und entfaltet sich mithilfe eines Ballons genau dort, wo sich das Aneurysma befindet. Ist der Stent an der Aorta fixiert, wird der Katheter entfernt. Das Blut strömt nun durch die Stent-Prothese und entlastet somit die Gefäßwand.

Dieser Eingriff wird in unserer Klinik von erfahrenen Gefäßmedizinern in einem hochmodernen Behandlungsraum durchgeführt.