Krebstherapie

Lebermetastasen bei Darmkrebs behandeln

Eine Darmkrebserkrankung kann dazu führen, dass sich Metastasen in anderen Organen wie etwa der Leber bilden. Eine operative Entfernung bietet die beste Heilungschance. Im Helios Park-Klinikum arbeiten erfahrene Ärzte, um für jeden Patienten die beste Therapie zu finden.

Bei etwa 15 bis 40 Prozent der Patienten, die an einer Darmkrebserkrankung (Dickdarm oder Enddarm) leiden, treten Lebermetastasen auf. Diese können bereits zum Zeitpunkt der Diagnosestellung der Darmkrebserkrankung vorhanden sein („synchrone“ Lebermetastasen) oder im Verlauf nach bereits erfolgter Operation des Darmtumors auftreten („metachrone“ Lebermetastasen).

Die operative Entfernung gilt nach wie vor als der Goldstandard in der Behandlung der Lebermetastasen und bietet für die betroffenen Patienten die besten Chancen. Andere Behandlungsmöglichkeiten, die in Kombination mit der operativen Entfernung oder alleine angewendet werden können, sind chemotherapeutische Behandlungen oder aber auch die sogenannten interventionellen Therapien. Hierbei wird mit verschiedenen Techniken Hitze über eine Punktion an die Metastase gebracht und diese so zerstört. Eine weitere Möglichkeit ist die Chemoembolisation und die Zuführung eines Chemotherapeutikums über einen in die Leberarterie eingeführten Katheter.

Das operative Behandlungsspektrum reicht von gut durchführbaren Eingriffen bis hin zu sehr ausgedehnten Operationen und komplexen Strategien, die eine fundierte leberchirurgische Erfahrung erfordern. Die Operationen werden je nach Situation offen oder laparoskopisch (Schlüsselloch-Methode) durchgeführt

Bei den betroffenen Patienten können ganz unterschiedliche Situationen vorkommen. Sind die Metastasen gleichzeitig mit der Diagnose der Darmkrebserkrankung aufgetreten? Handelt es sich um eine einzelne Metastase oder sind mehrere Metastasen in der Leber vorhanden? Sind diese klein oder eher groß? Ist ein Leberlappen betroffen oder sind beide Leberlappen befallen? Je nach Situation sind ganz unterschiedliche Strategien erforderlich.

Für jeden Patienten muss daher ein individuelles Behandlungskonzept nach Diskussion in der interdisziplinären Tumorkonferenz erstellt werden. Hier beraten Ärzte aus verschiedenen Fachdisziplinen (u. a. Onkologen, Radiologen, Gastroenterologen, Viszeralchirurgen), welche Therapie geeignet ist. Tritt der Darmkrebs gleichzeitig mit den Lebermetastasen aus, muss entschieden werden, ob zuerst die Leber oder der Darm operiert werden sollte. Bei sehr großen Metastasen ist es mitunter sinnvoll, zunächst eine Chemotherapie durchzuführen, um den Tumor so zu verkleinern und die anschließende Operation zu erleichtern. Ebenso ist es denkbar, bei beidseitigem Befall in zwei Sitzungen vorzugehen, um zunächst den einen Leberlappen zu operieren und nach einem angemessenen Intervall dann den anderen Leberlappen. Das Ziel ist immer eine komplette Tumorfreiheit. Weiterhin ist die Kombination von chirurgischer Entfernung und der Radiofrequenz- oder Mikrowellenablation ein anerkanntes Verfahren und wird häufig angewandt.

Nach der operativen Entfernung muss wiederum durch die Tumorkonferenz entschieden werden, ob unterstützend eine Chemotherapie durchgeführt werden soll.

Ihr Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Michael Bartels

Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie
Prof. Dr. med. Michael Bartels

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Darmkrebs frühzeitig erkennen und behandeln. Expertise im Helios Park-Klinikum Leipzig

Weitere Informationen zur Darmkrebsbehandlung

Die Behandlung von Darmkrebs erfordert spezialisierte Ärzte, die fachübergreifend zusammenarbeiten, um für den Patienten die geeignete Therapie zu finden. Erfahren Sie mehr zur Behandlung und der Diagnosestellung.