Krankenhaushygiene

Welche Hygienemaßnahmen im Krankenhaus helfen

Händedesinfektion im Krankenhaus
Das A und O: Die richtige Händedesinfektion. Bitte nutzen Sie die Händedesinfektionsspender, die Sie an jedem Stationseingang und vielen weiteren Stellen in unserem Klinikum finden.

Die Händedesinfektion

... ist neben dem gezielten, verantwortungsbewussten Antibiotikaeinsatz eine der effektivsten Maßnahmen zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen.

Was gilt für Besucher und Angehörige?

  • Die hygienische Händedesinfektion ist auch für Besucher und Angehörige die wichtigste präventive Maßnahme.
  • Vermeiden Sie jedoch Krankenhausbesuche bei einer akuten Erkrankung (z.B. grippaler Infekt, Durchfallerkrankung).
  • Bitte beachten Sie: Den hygienischen Anweisungen des Stationspersonals, wie beispielsweise das Anlegen von Schutzkleidung in bestimmten Bereichen, ist Folge zu leisten.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Stationspersonal oder die Krankenhaushygiene vor Ort. Sollten Sie Fragen zur Händedesinfektion bei Ihnen, aber auch bei unseren Mitarbeiten haben, dann sprechen Sie bitte das Stationspersonal oder die Hygieneabteilung an.

Was tun unsere Mitarbeiter

Für unsere Mitarbeiter gehört die Händedesinfektion zur Basishygiene bei der Versorgung von Patienten in unserem Klinikum. Richtig durchgeführt, erreichen wir durch sie die Abtötung nahezu aller infektionsrelevanten Erreger.

Die Händedesinfektion erfolgt immer vor und nach jedem direktem Patientenkontakt. Weitere Indikationen wurden durch die WHO festgelegt und sind Bestandteil unseres Hygienekonzepts.

Patienten mit hohem Risikopotenzial werden bei der Klinikaufnahme auf bestimmte Erreger getestet, zum Beispiel durch Abstriche von Nasen, Rachen, Wunde, Stuhl und Urin.

Risikopatienten sind zum Beispiel diejenigen, bei denen schon früher einmal eine Infektion festgestellt wurde, die chronische Wunden haben oder in den vergangenen Monaten Antibiotika erhalten haben. Auch Patienten, die kürzlich im Krankenhaus waren, in der Masttierhaltung arbeiten oder aus bestimmten Herkunftsländern wie z.B. Südeuropa, Nordafrika und Asien kommen, werden bei ihrer Aufnahme getestet.

Wird bei einem Patienten ein leicht übertragbarer Erreger nachgewiesen, zum Beispiel Noroviren oder 4-MRGN, oder aber wir finden einen kaum noch behandelbaren Erreger, der also resistent gegen fast alle Antibiotika ist, dann muss dieser Patient allein in einem Patientenzimmer untergebracht werden, um andere Patienten nicht zu gefährden. Das nennt man Isolierung. 

Patienten mit demselben Erreger dürfen in einem Patientenzimmer zusammenliegen, in der Fachsprache sagen wir dazu Kohortenisolierung. Die Indikationen zur Isolierung sind im Leitfaden der Krankenhaushygiene festgelegt und entsprechen den evidenzbasierten Empfehlungen des Robert-Koch- Institutes (RKI).

Die Sanierung ist der Versuch, einen resistenten Erreger durch spezielle Waschungen, Nasen-Salben und weiteren Maßnahmen vom Körper des Patienten verschwinden zu lassen.

Bei MRSA wird eine Sanierung angestrebt, was durch Abstriche kontrolliert wird, bei vielen anderen Erregern insbesondere Darmbakterien ist eine Sanierung nicht erfolgversprechend und wird daher nicht generell empfohlen.

Transparenz

Arbeitstäglich wird in unseren Kliniken dokumentiert, ob Patienten mit Erregern wie z.B. MRSA besiedelt oder infiziert sind. Helios stellt diese Daten online: So ist für jede Klinik sichtbar, in welchem Umfang relevante Erreger bei Patienten nachgewiesen wurden. Bei Auffälligkeiten handeln wir sofort.

So erreichen Sie uns

Bei offenen Fragen zur Krankenhaushygiene steht Ihnen unser Team sehr gerne zur Verfügung. Fragen Sie beim Stationspersonal nach oder kontaktieren Sie uns direkt,

Telefon: 0341 864-2119

Telefax: 0341 864-2116