Intensivmedizin

Angehörige auf der Intensivstation

Angehörige auf der Intensivstation

Dem herzkranken Patienten Wärme und Nähe spenden ohne Scheu vor der Technik

Intensivstation - auch für Angehörige ein intensives Erlebnis

Wir wollen versuchen, Ihnen Ihre Ängste etwas zu nehmen. Wir können sehr gut nachvollziehen, dass die Situation auf einer Intensivstation nicht nur für unsere Patienten, sondern auch für Sie als deren Angehörige eine echte Ausnahmebelastung darstellt. Aber Vorab-Information kann helfen. Wir erläutern Ihnen hier, was Intensivstation bedeutet und beantworten wichtige Fragen für diese Ausnahmesituation.

Intensivtherapiestationen unterscheiden sich deutlich von einer Normalstation im Krankenhaus. Das liegt unter anderem an all den modernen Geräten, die zur ununterbrochenen Überwachung und Organunterstützung der schwer erkrankten Patienten notwendig sind.

Grundsätzlich werden Patienten mit relevanten Vorerkrankungen (z.B. chronische Bronchitis, Herzerkrankungen, Diabetes) nach einer großen Operation geplant zur postoperativen Überwachung auf eine Intensivstation aufgenommen. Zudem erfolgen ungeplante Aufnahmen bei intraoperativen Komplikationen (zum Beispiel größeren Blutungen), Unfällen oder schwer erkrankten internistischen Notfallpatienten.

Dies alles dient der bestmöglichen Überwachung und leitliniengerechten Therapie von Grunderkrankung und Komplikationen, beispielsweise einer Sepsis. Dafür sorgt ein hochmotiviertes und bestens qualifiziertes Team von Ärzten und Pflegekräften.

Fragen & Antworten für Besuche im Intensivbereich

Unsere Intensivpflegekräfte sind nicht nur spezialisiert für die Einsätze auf der Intensivstation, sondern auch Ihre ersten Ansprechpartner für Besuche auf der Station. Die Station ist natürlich 24 Stunden besetzt. Nach telefonischer Absprache können Sie Ihren Angehörigen grundsätzlich jederzeit besuchen. Wir empfehlen jedoch Besuche am (späteren) Nachmittag, da vormittags unsere volle Konzentration auf den diagnostischen, pflegerischen Prozessen liegen soll. Auch nachts bitten wir Sie, von Besuchen abzusehen, da eine erholsame Nachtruhe für alle Patienten sehr wichtig und der Genesung zuträglich ist.

Bitte geben Sie uns vor einem Besuch möglichst telefonisch Bescheid. An unserer Hauptrezeption können Sie bei Bedarf eine Wegbeschreibung zur Intensivstation erfragen.

Dort angekommen, klingeln Sie bitte und warten auf eine Schwester bzw. einen Pfleger. Hier können auch Wartezeiten auftreten, wenn unser Personal gerade mit einem Notfall beschäftigt ist. Gegebenenfalls ist es notwendig, dass Sie Schutzkleidung tragen. Diese liegt dann in den Vorräumen der Intensivbereich bereit. Auf besondere Schutzmaßnahmen weisen Sie unser Mitarbeiter hin, wenn beispielsweise ein Mundschutz getragen werden sollte. Unsere Mitarbeiter geleiten Sie direkt zu Ihrem Angehörigen. 

Manchmal ist es notwendig, dass Patienten beruhigende Medikamente bekommen, um eine lebensnotwendige Behandlung durchzuführen, Schmerzen zu lindern oder eine Selbstgefährdung auszuschließen. Auch wenn Ihr Angehöriger dann nicht antworten kann, sind wir uns sicher, dass er Ihre Anwesenheit bemerkt.

Bitte vermeiden Sie Besuchsgruppen über drei Personen, um die Beeinträchtigung für die anderen Patienten so gering wie möglich zu halten. Zudem bitten wir grundsätzlich alle Besucher, vor und nach dem Kontakt mit dem Patienten ihre Hände zu desinfizieren. Händedesinfektionsspender finden Sie vor und auf der Station.

Natürlich ist es während Ihres Besuchs auf unserer Intensivstation möglich, mit dem behandelnden Arzt zu sprechen. Sie können sich über den Behandlungsverlauf und den aktuellen Gesundheitszustand Ihres Angehörigen informieren und sind so immer auf dem neusten Stand. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass der Facharzt viele Patienten betreut oder zu einem Notfall abgezogen werden kann und es somit auch hier zu Wartezeiten kommen kann.

Am besten ist es, wenn Sie Ihren Wunsch nach einem Arztgespräch vorher telefonisch mit der Station klären, die Mitarbeiter wissen, wann der Arzt verfügbar ist und terminieren gern ein Gespräch für Sie.

Oft kommt ein längerer Aufenthalt in der Klinik unvorbereitet. Sie wollen helfen und Ihrem Angehörigen ein Stückchen "Heimat" bringen. Diese Dinge können zum Beispiel helfen:

  • Bilder der Familie
  • Lieblingsmusik (mit Kopfhörern)
  • Brille, Hörgerät, Waschtasche, Kleidung, Lieblingsparfum

Bitte verzichten Sie aus hygienischen Gründen auf das Mitbringen von Blumen.

Wir freuen uns über einen festen Ansprechpartner, der uns über wichtige Fragen informiert und außerdem die wesentlichen Informationen zum Zustand des Patienten direkt an die anderen Angehörigen weitergibt. Denn telefonische Auskünfte sind nur begrenzt möglich - schließlich hat die Pflege und Behandlung unserer Patienten absolute Priorität. Wir bitten die Angehörigen unserer Patienten auch, wenn möglich von mehreren Anrufen täglich abzusehen.

Ihre Ansprechpartner

Telefonnummern und allgemeine Stationsinformationen finden Sie auf der Seite der Intensivstation 1G. Sollten Sie nicht wissen, wohin Sie sich wenden können, dann rufen Sie gern unsere Hauptrezeption an. Die Mitarbeiter verbinden Sie gern weiter. Telefon: 0341 864-0

Intensivstation

Trotz der fortgeschrittenen Technologien und der damit verbundenen medizinischen Möglichkeiten steht der Mensch für uns im Mittelpunkt. Ein selbstbestimmtes und würdiges Leben jedes Patienten ist unser Ziel. Dazu tragen Sie als Bezugsperson erheblich bei. Wir sehen Sie somit als Teil des Teams.