Mit 26 zur Stationsleitung der ICB

Mit 26 zur Stationsleitung der ICB

Trotz ihrer jungen 26 Jahre beweist Stephanie Froß, dass das in sie gesetzte Vertrauen gerechtfertigt ist. Gerade einmal sieben Jahre nach Beendigung ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin, lenkt und leitet sie die Geschicke der Wachstation ICB für Transplantierte und Kunstherzpatienten im Herzzentrum Leipzig.

Wer einen Weg vor Augen hat und diesen unbeirrt beschreiten will, muss willensstark sein. Stephanie Froß ist genau das. Intelligenz, Aufgeschlossenheit und vor allem Ehrgeiz kennzeichnen ihren Charakter. Zwei Jahre nach abgeschlossener Ausbildung, die sie in einem Rehabilitationszentrum absolvierte, stand für sie fest: Ich will mehr. Sie wollte Verantwortung tragen, beruflich bis aufs Maximum gefordert sein, mit Kollegen und Ärzten auf Augenhöhe agieren. Intensivmedizin, das hatte sie schon in der Ausbildung gelernt, war hierfür genau das passende Feld.

Niemand kann vorhersagen, wann ein passendes Organ zur Verfügung steht. Deshalb muss für diesen Fall alles schnell gehen, der Patient vor Ort sein.

Stepahie Froß ist Stationsleiterin der ICB

Junger Einstieg

Stephanie Froß, ICB, Herzzentrum Leipzig
Seit 2017 arbeitet Stephanie auf der ICB, seit 2020 ist sie die Stationsleiterin.

Der Wechsel an das Herzzentrum Leipzig, den sie 2015 vollzog, war deshalb ein folgerichtiger Schritt. Ihrem Wunsch, auf einer der chirurgischen Intensivstationen (ITS) arbeiten zu dürfen, wurde von Beginn an entsprochen. Dieses Entgegenkommen zahlt die Leipzigerin ihrem Arbeitgeber seither in vielfacher Hinsicht zurück. „Schon damals war ich die jüngste Mitarbeiterin auf der ITS“, betont sie. Was allerdings nicht bedeutet, dass sie sich nicht großen Herausforderungen stellt. Im Gegenteil. Als es zu Anfang des Jahres 2020 galt, die Stationsleitung der ICB, auf der sie seit 2017 arbeitet, kommissarisch zu besetzen, stand Stephanie Froß frühzeitig in der engeren Auswahl. Diese Aufgabe meistert sie seither mit Bravour. Sie organisiert den Dienstplan aller 33 Schwestern und Pfleger der Station, ist erster Ansprechpartner bei Fragen und Problemen, kümmert sich um große und kleine Belange, schult Kollegen oder führt Teamgespräche. Trotz dieser Aufgabenfülle leistet Stephanie Froß nach wie vor die Hälfte ihrer Arbeitszeit in der aktiven Pflege.

Enge Bindung zu Transplantationspatienten

Stephanie Froß, ICB, Herzzentrum Leipzig
Patienten liegen oft mehrere Monate auf der Transplantationsstation.

Zu den Patienten pflegen die Mitarbeiter der ICB ein enges Verhältnis. Nicht zuletzt deshalb, da die Verweildauer vieler Patienten auf der ICB mehrere Monate bis zu einem Jahr dauern kann. Sobald ein Patient auf die Hochdringlichkeitsliste für ein Spenderherz kommt, wird das Herzzentrum Leipzig zu seinem vorübergehenden Zuhause. „Niemand kann vorhersagen, wann ein passendes Organ zur Verfügung steht. Deshalb muss für diesen Fall alles schnell gehen, der Patient vor Ort sein“, erläutert sie.

Verlässliches Team

Stephanie Froß, ICB, Herzzentrum Leipzig
Die Arbeit auf der ICB ist sehr speziell, da sie die Bereiche Transplantation und Kunstherz abdeckt.

Jener Moment, in dem bei den Patienten nach erfolgreicher Transplantation neues Leben erwacht, ist auch für Stephanie Froß ein unvergleichlicher Augenblick. „Psychologisch ist die lange Zeit des Wartens für die Patienten enorm schwierig. Umso wichtiger ist unser Dasein, unsere Arbeit für sie“, sagt Stephanie Froß und verweist zugleich auf eine Vielzahl positiver und dankbarer Rückmeldungen, die noch lange nach der Entlassung auf der Station eintreffen.

Zufriedene Patienten machen jeden Mitarbeiter der ICB stolz. Zufrieden müssen aber auch die Schwestern und Pfleger sein, damit ihre Arbeit erfolgreich ist, verdeutlicht die Stationsleiterin. „Auf unser Team kann man sich jederzeit verlassen. Das Klima stimmt, alle arbeiten auf Augenhöhe miteinander, einschließlich der Ärzte, die sich jederzeit auf unser fachliches Urteil verlassen können”, stellt sie heraus.

Das Aufgabenspektrum der ICB umfasst aber nicht nur die Aspekte Transplantation und Kunstherz. Einige der 28 Stationsbetten belegen Patienten, die auf ein Nierenersatzverfahren (Dialyse) angewiesen sind, andere benötigen spezielle, den Herzkreislauf unterstützende Medikamente (Katecholamine), die wiederum nur auf einer Intensivstation verabreicht werden dürfen. Alle Tätigkeiten richtig auszuführen erfordert von den Gesundheits- und Krankenpflegern ein hohes Fachwissen und spezielle Kenntnisse.

Weiterbildung wird großgeschrieben

Weiterbildungen gehören deshalb auch für Stephanie Froß schon immer zum beruflichen Alltag. „Ich bin dankbar, dass das Herzzentrum jedes Ansinnen auf Fort- und Weiterbildung unterstützt“, sagt sie und verweist zugleich auf die zweijährige Weiterbildung „Leitungsaufgaben in Gesundheitseinrichtungen“, die sie im September beginnt und nach erfolgreichem Abschluss endgültig zur Stationsleitung berechtigt. Dass Stephanie Froß ihr Handwerk schon jetzt gut beherrscht, steht dennoch außer Frage. „Wo immer mich mein beruflicher Weg im Herzzentrum noch führen wird, ich bin bereit für die Herausforderungen“, betont sie daher selbstbewusst.

Stephanie Froß, ICB, Herzzentrum Leipzig

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