Die ICA – Teamgeist, Selbstbestimmung und Vertrauen

Die ICA – Teamgeist, Selbstbestimmung und Vertrauen

Katrin Moritz, Desiree Hellmuth und Ines Pereirra arbeiten auf der ICA, der herzchirurgischen Aufwachstation. Hier versorgen sie vorwiegend frisch operierte Patientinnen und Patienten, die ohne Komplikationen aus der Narkose aufgewacht sind. Die Zwischenintensivstation hat das Ziel, die Frischoperierten auf die Normalstation zu entlassen. Drei Pflegekräfte erzählen vom Alltag.

Pflegeportrait - Desiree Hellmuth

„Hier fühle ich mich am wohlsten. Ich wurde sofort akzeptiert und aufgenommen“, erzählt die Auszubildende Desiree. Während der letzten drei Jahre hat sie verschiedene Stationen durchlaufen – die ICA gefällt ihr am besten. „Ich bin auch sehr froh, dass Katrin da ist. Sie unterstützt mich echt gut“, sagt sie fröhlich über ihre Praxisanleiterin. Im mittlerweile dritten Lehrjahr, wenige Wochen vor der Prüfung, arbeitet Desiree inzwischen viel in Eigenverantwortung. Das gegenseitige Vertrauen zwischen Praxisanleitung und Auszubildenden ist wichtig. „Wenn ich Fehler mache, weist mich Katrin auch sofort darauf hin. Ist ja klar, dass man auch mal Fehler macht. Nur so lernt man.“

Wenn ich Fehler mache, weist mich Katrin auch sofort darauf hin. Ist ja klar, dass man auch mal Fehler macht. Nur so lernt man.

Desiree Hellmuth, Auszubildende am Herzzentrum Leipzig

Gelebte Überzeugung weitergeben

Pflegeportrait - Kathrin Moritz

Praxisanleiterin Katrin Moritz hat bereits ihre Ausbildung zur Kinderkrankenschwester im Herzzentrum absolviert. Nachdem sie als frisch ausgelernte Pflegekraft ein halbes Jahr in Bernau bei Berlin arbeitete, zog es die junge Frau 2005 zurück nach Leipzig. „Mir ging es nicht gut in Bernau. Ich bin doch mehr Familienmensch als ich damals gedacht hätte und kann sie nicht weit von mir haben“, erinnert sie sich heute. „Für mich war recht schnell klar, dass ich auch immer wieder ins Herzzentrum wollte.“ Obwohl es Katrin Moritz ursprünglich in die Kinderintensivmedizin zog, blieb sie auf der ICA – seit mittlerweile 13 Jahren. „Ich habe dann zwei Kinder bekommen und ich fühle mich hier wohl.“ Auf die Frage, was sie an ihrem Beruf auch nach all den Jahren immer noch liebt, zögert Katrin Moritz keinen Moment: „Alles. Ich arbeite gerne mit den Menschen an sich zusammen. Sie sind in ihrer Vielfalt unterschiedlich“, beschreibt die Pflegekraft ihre Begeisterung. „Es gibt die ruhigen Patient:innen, die, die jeden Spaß mitmachen, die ein bisschen ernster sind, die in sich gekehrt sind – und sie alle aufzufangen auf ihrer Ebene, macht einfach Spaß.“

Es gibt die ruhigen Patient:innen, die, die jeden Spaß mitmachen, die ein bisschen ernster sind, die in sich gekehrt sind – und sie alle aufzufangen auf ihrer Ebene, macht einfach Spaß.

Katrin Moritz, Praxisanleiterin, Mentorin und Intensivpflegekraft am Herzzentrum Leipzig

Vom gelungenen Einstieg zur Eigenverantwortung

Pflegeportrait - Ines Pereirra

Als Intensivpflegekraft, Praxisanleiterin und Mentorin für internationale Mitarbeitende trägt Katrin Moritz ihre Überzeugung für den Pflegeberuf weiter. „Ich möchte vermitteln, dass die Arbeit Spaß macht. Egal, wie stressig ein Dienst auch ist. Ich finde das steht im Vordergrund. Ich möchte, dass die Menschen zufrieden nach Hause gehen, nicht gefrustet.“ Die Auszubildende Desiree und die portugiesische Pflegekraft Ines erinnern sich positiv an ihre spannende Anfangszeit auf der ICA. Ines kam 2019 als fertig ausgebildete Pflegekraft über eine Vermittlungsfirma nach Deutschland. Die flexibel gestaltete Einarbeitung führt sie Schritt für Schritt an die Arbeit hier heran. Je nach Vorerfahrung kann diese individuell gestaltet werden, damit die neuen Mitarbeitenden sich sicher fühlen. „Ich kannte niemanden hier, auch die Station nicht“, erzählt Ines. „Die Sprache war schwierig und ich wusste nicht, wie alles heißt. Die Medikamente haben andere Namen und teilweise haben wir sogar Englisch miteinander gesprochen. Aber jetzt geht es mir sehr gut hier.“ Mit Katrin Moritz an ihrer Seite lernen die beiden schnell. Ihre bald endende Ausbildung hat Desiree mit Katrins reger Unterstützung durchlaufen und sie schwärmt: „Pflege ist wichtig, aber das Medizinische finde ich eigentlich am besten. Dass ich mit den Verbänden, Medikamenten und Drainagen zu tun habe, finde ich klasse.“

Die Sprache war schwierig und ich wusste nicht, wie alles heißt. Die Medikamente haben andere Namen und teilweise haben wir sogar Englisch miteinander gesprochen. Aber jetzt geht es mir sehr gut hier.

Ines Pereirra, Pflegekraft der ICA am Herzzentrum Leipzig

Die Mentalität der ICA

Pflegeportrait - Hellmuth, Moritz, Pereirra

Man merkt den drei Frauen an, dass sie sich wohlfühlen auf ihrer Station. Typisch ICA, da sei vor allem der Teamgeist, das eigenverantwortliche Arbeiten und das gegenseitige Vertrauen. „Es gibt schöne und stressige Momente. Ist ein Patient lieb und es läuft alles nach Plan, gleicht das so manches aus“, findet Desiree. Ihre Praxisanleiterin pflichtet ihr bei: „Wenn die Menschen Dankbarkeit zeigen und es ihnen gefallen hat bei uns, gibt uns das viel zurück. Trotz allem, was drum herum vielleicht auch manchmal ist. Unsere Patient:innen werden zwar nicht beatmet, aber eine Zwischenintensivstation sind wir trotzdem.“ Was Katrin umschreibt, ist das Stresspensum auf der ICA. „Man muss belastbar sein bei uns. Das ist einfach so. Und man muss bereit sein, die drei Schichten zu machen. Da möchte ich auch nichts schönreden. Es gibt Dienste, nach denen ich froh bin, dass sie vorbei sind“, sagt Katrin deutlich, doch lenkt sofort ein: „Und trotzdem – es bringt Freude und Abwechslung. Man kann bei uns viel lernen und es gibt Weiterbildungsmöglichkeiten in alle Richtungen.“ Die drei Pflegekräfte fassen zusammen: „Es ist sehr viel Selbstbestimmung hier – aber auch Umsicht. Man muss das große Ganze sehen. Aber vor allem eines: Sich wohlfühlen und mit Spaß auf Arbeit kommen.“

Pflegeportrait - Hellmuth, Moritz und Pereirra

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