Alternative führte ins berufliche Glück

Alternative führte ins berufliche Glück

Sie hat die Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistentin gerade abgeschlossen. Linda Schallenberg zeigt uns, was ihren Beruf so besonders macht.

Für die moderne Medizin bildet der 16. Oktober 1846 einen Meilenstein. Erstmalig, und zugleich öffentlich vorgeführt, setzten amerikanische Ärzte einen Patienten vor der Operation mit Ether unter Narkose. Was seinerzeit eine Sensation war ist heute in allen OP-Sälen gängige Praxis. Um die Narkose auszuführen und den Patient zu überwachen, bedarf es jedoch fundierten Wissens. Fachkräfte wie Linda Schallenberg können das vorweisen.

Die Stempelfarbe unter dem Dokument ist noch frisch und gerade erst getrocknet. Den Stolz darauf trübt das bei Linda Schallenberg aber nicht. Im Gegenteil. Denn mit ihm kann die 22-Jährige eindrucksvoll beweisen, dass sie ihre Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistentin (ATA) sicher gemeistert und bestanden hat.

Vielseitig einsetzbar

Dass Linda ihre berufliche Zukunft in einem Krankenhaus, genauer gesagt in einem Operationssaal sieht, stand für die gebürtige Sachsen-Anhaltinerin frühzeitig fest. „Ich hatte mich deshalb im Herzzentrum Leipzig um eine Ausbildungsstelle als Operationstechnische Assistentin beworben. Leider war zu dem Zeitpunkt keine Lehrstelle als OP-Schwester frei. Doch die Alternative, die mir das Herzzentrum stattdessen anbot, empfinde ich inzwischen sogar als den besseren Weg für mich”, betont sie. Der Gegenvorschlag, den ihr heutiger Arbeitgeber unterbreitete, war die Ausbildung zur ATA.

Mit ihrem Berufsabschluss ist Linda nach dreijähriger Ausbildung nun berechtigt, als Anästhesieschwester in Operationssälen, Notaufnahmen oder anderen Funktionsbereichen zu arbeiten. Demgegenüber wird sie, trotz des Vermittelns von Grundkenntnissen der Pflege, nicht auf normalen Bettenstationen eingesetzt.

Dieses Berufsbild ist mit keinem anderen zu vergleichen. Ich habe die richtige Wahl getroffen.

Linda Schallenberg, frisch ausgelernte Anästhesietechnische Assistentin

Schmerzfrei schlafen

Das Aufgabenfeld, das Linda Schallenberg täglich bei Dienstantritt erwartet, ist enorm vielschichtig. Vor jeder Operation oder Intervention gilt es das Equipment vorzubereiten, mit dessen Hilfe der Anästhesiearzt und sie den Patienten in die Narkose legen. Darüber hinaus müssen Blasenkatheder angeschlossen oder Kanülen gelegt und Intubationen vorgenommen werden, zu denen auch Beatmungsschläuche, die über den Kehlkopf in den Rachenraum führen, gehören.

Letztendlich wird der Patient durch intravenös verabreichte Medikamente in den Schlaf versetzt. Die eingesetzten Medikamente schalten einerseits sein Bewusstsein aus, verringern zusätzlich aber auch dessen Schmerzempfinden, wobei Inhalationsgase und intravenöse Medikamente die Narkose über den gewünschten Zeitraum aufrechterhalten.

Einzigartiger Job

Ob es dem Patienten während des Eingriffs gut geht, ob unter anderem sein Blutdruck stabil ist, Nasen- und Blasentemperatur im Optimum liegen oder die Sauerstoffsättigung im Blut ausreicht, vermitteln dem Anästhesisten und seiner ATA die angezeigten Werte. Sie alle werden wie der zeitliche Verlauf des Eingriffs durch die ATA dokumentiert und später archiviert. Eigenverantwortliches Arbeiten, auf Augenhöhe mit dem zuständigen Arzt, ist für alle Schwestern und Pfleger im operativen Bereich des Herzzentrum Leipzig gelebter Alltag.

„Dieses Berufsbild ist sehr speziell und mit keinem anderen vergleichbar”, sagt Linda Schallenberg und ist sich dabei der Besonderheit ihrer Tätigkeit durchweg bewusst. „Ich habe die richtige Wahl getroffen”, bekennt sie und bezieht ihre Aussage sowohl auf den Beruf als auch den Arbeitgeber.

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