Zurück geht es wieder vorwärts

Zurück geht es wieder vorwärts

Die Versorgung von Schwerbrandverletzten, Intensivmedizin und jetzt die Arbeit in der Anästhesie. Birgit Heimann hat ihre berufliche Bestimmung gefunden.

Ein anderer Arbeitsort als das Krankenhaus? Für Birgit Heimann stand diese Frage nie zur Debatte. Sofort nach dem Abitur nahm die heute 39-Jährige deshalb eine Ausbildung im medizinischen Bereich auf. Ungebrochen blieb seither ihr Anspruch, anderen in schweren Zeiten helfen zu können. Entscheidend für sie sei aber auch, wo sie das tut. Genau aus diesem Grund verzeichnet ihre berufliche Karriere einen markanten Schritt.

Birgit Heimann mag es, sich großen Herausforderungen zu stellen. Dass sie unmittelbar nach der Ausbildung zur Krankenschwester in einem Schwerbrandverletztenzentrum arbeitete, spricht für die Leipzigerin. Patienten mit schweren Verbrennungen oder Verbrühungen zu behandeln, wobei in allen Räumen der Intensiv- und der Wachstation eine erhöhte Temperatur herrscht, um den Patienten optimale Bedingungen für den Heilungsverlauf zu bieten, ist kein einfacher Job. Solch ein Arbeitsplatz fordert, macht aber auch berechtigt stolz. Trotzdem übte das Herzzentrum Leipzig schon damals eine besondere Anziehungskraft auf Heimann aus. Ein öffentliches Stellenangebot packte sie deshalb umgehend beim Schopf und wechselte 1999 auf die Intensivstation des Herzzentrums.

Abschied viel schwer

„Die kommenden elf Jahre”, sagt Birgit Heimann rückblickend, „waren eine schöne Zeit.” Mit vielen der damaligen Kollegen unterhalte sie noch immer ein enges, freundschaftliches Verhältnis. Zudem habe sie in diesen Jahren erheblich gelernt. Von diesem Wissen profitiere sie bis heute. Dennoch wollte und konnte die junge Frau ihre Arbeit nicht fortsetzen. „Die mitunter körperlich schwere Arbeit als ITS-Schwester bereitete mir zunehmend Probleme”, berichtet sie und begründet damit ihren Abschied im Herzzentrum. Den folgenden Neuanfang unternahm Birgit Heimann in einer anderen sächsischen Klinik, nur wenige Autominuten von Leipzig entfernt.

Ich habe das Herzzentrum schon nach kurzer Zeit vermisst. Für mich gab es bei der Rückkehr nicht viel zu überlegen.

Anästhesieschwester und Rückkehrerin Birgit Heimann

Keine Emotionen

Das erhoffte Glück stellte sich am neuen Arbeitsplatz indes nicht ein. Zwar gestaltete sich die Arbeit etwas ruhiger als gewohnt, doch die emotionale Bindung an das neue Team und das Klinikum bleiben aus. „Ich habe das Herzzentrum schon nach kurzer Zeit vermisst”, bekennt Heimann heute. Wohl auch deshalb riss ihr Kontakt zu den alten Kollegen nie ab. Von denen erfuhr Birgit Heimann schließlich, dass im Bereich der Anästhesiepflege eine Stelle frei wird. „Für mich gab es da nicht viel zu überlegen.” Der neuerlichen Bewerbung folgte schon bald den ersehnten Zuschlag.

Wechselglück

Seither sind fünf Jahre vergangen. Birgit Heimann ist glücklich. Sie hat sich wieder auf den alten Pfad begeben, in die richtige Richtung. Auch den Wechsel von der Intensivstation zur Anästhesie bereue sie nicht. „Mitunter hört man von anderen, im Vergleich zur Intensivpflege sei die Anästhesie eher langweilig. Wer das behauptet, kennt die Materie nicht. Ärzte, Schwestern und Pfleger arbeiten auf Augenhöhe zusammen, jeder Tag ist abwechslungsreich, fordernd, mit dem Vortag nicht vergleichbar”, schwärmt sie und fasst zusammen: „Ich habe alles richtig gemacht!“

Zudem verlaufe der Dienst auf Station überaus strukturiert. Für Heimann, die von sich selbst sagt, genau diese Eigenschaft zu schätzen, ist die Anästhesie also der ideale Platz zum Arbeiten. Und der passende Ort für die engagierte Krankenschwester, mit auch zukünftig viel Herzblut anderen Menschen in Notlagen helfen zu können.

Komm zu uns ins Team

Du hast Interesse an einem Job als Anästhesie-Pflegekraft im Herzzentrum Leipzig? Mit nur einem Klick erfährst du was dich alles erwartet und findest eine Kurzbewerbung. In nur 2 Minuten zur neuen Stelle!