Teamspace Berufsfachschule

Teamspace Berufsfachschule

Was uns bewegt und was uns antreibt

Das Team der Medizinischen Berufsfachschule Helios Leipzig besteht aus vielseitigen Gesichtern. Es führt die unterschiedlichen beruflichen und wissenschaftlichen Lebenswege der Lehrkräfte mit ihren individuellen Charakteren zusammen. Doch es ist der Zusammenhalt und die Wertschätzung füreinander, die dieses Team von innen heraus stark machen.

"Leidenschaft lehren, Freiheit schenken"

Hendrik Ott-Loffhagen

Hendrik Ott-Loffhagen ist Schulleiter der Medizinischen Berufsfachschule. Gemeinsam mit Katja Pippel hegte er schon die Vision einer Schule, als beide noch Praxisanleiter sind. Denn sein beruflicher Ursprung liegt in der Pflege: „Ich bin seit 2002 auf der chirurgischen ITS groß geworden. Ich bin mit Leib und Seele Pflegekraft.“ Bis heute hilft der studierte Medizinpädagoge auf der Intensivstation aus, wenn es wie in der aktuellen Corona-Krise notwendig ist. Diese Authentizität und Überzeugung möchte Ott-Loffhagen in seinen Unterricht und in das gesamte Leitbild der Schule einbringen: „Es ist unser Ziel, bei den Auszubildenden eine Haltung für den Beruf zu entwickeln und stolz darauf zu sein. Sie sollen den Beruf mit Stolz vor der Brust tragen: ‚Ich bin Pflegekraft. Ich bin es gerne und aus voller Überzeugung.‘“ Bei der Umsetzung dieses Ziels unterstützt ihn ein starkes Team. „Unsere Lehrer|innen bringen ihre eigene Handschrift mit in die Klasse – als Schulleiter fördere ich das gerne.“ Besonders die Vorbildfunktion, das unbewusste Lernen, sei nicht zu unterschätzen: „Steht da jemand, von dessen Verhalten ich mir etwas abschauen kann?“

Eine Frau, eine Vision: Eine Schule

Katja Pippel

Katja Pippel ist 1997 als Gesundheits- und Krankenpflegerin ins Herzzentrum gekommen. Mit dem Ziel, Schüler und Schülerinnen so auszubilden, dass sie ihr Tun auch wirklich verstünden, absolvierte sie ab 2009 das Studium der Medizinpädagogik an der Charité zu Berlin. Auf die Frage, was ihre berufliche Vision sei, antwortete sie schon damals „Eine Schule.“ Heute ist Pippel nach vielen Jahren als Praxisanleiterin die stellvertretende Schulleiterin der Medizinischen Berufsfachschule Helios Leipzig. „Eine Schulbeantragung ist sehr langwierig. 2019 sind wir mit sechs Klassen gestartet.“ Gemeinsam mit den Kollegen arbeitet sie an der Entwicklung der Schule weiter – mit Erfolg, wie sie meint: „Ich glaube, wir rocken das zusammen ganz gut.“ Über ihren Unterrichtsstil sagt die ehemalige Intensivpflegekraft: „Manchmal braucht es klare Worte – aber immer in einem konstruktiven Rahmen. Man muss auf Augenhöhe mit den Schülern und Schülerinnen bleiben. Es gibt für jede Situation auch eine Lösung.“ Eine Einschätzung, die im Kollegium Anklang findet: „Wenn es ein Problem gibt, kann Katja es eigentlich immer beheben.“

"Struktur schaffen, Flexibilität behalten"

Karina Lehmann

Karina Lehmann ist für die Organisation der Schulbelange zuständig – und wird im Kollegium liebevoll als die gute Seele betitelt. „Ich unterstütze zum einen die Schulleitung, also Herrn Ott-Loffhagen und Frau Pippel. Zum anderen kümmere ich mich um alle Belange, die ringsherum von Bedeutung sind. Alles, was mit Prüfungen zu tun hat, geht zum Beispiel über meinen Schreibtisch.“ Aus der Tätigkeit an einer anderen Schule bringt Karina Lehmann 27 Jahre Berufserfahrung mit. Eine Zeit, die ihr neben einer breiten Expertise die benötigte Flexibilität ermöglicht. Den Schülerinnen und Schülern des Helios Bildungszentrums steht Karina Lehmann mit Rat und Tat zur Seite. Egal, ob es um Formulare, Akten, Anschreiben oder Fehlzeitenerfassung geht. Eine Kollegin fasst anerkennend zusammen: „Frau Lehmann bringt super viel Erfahrung mit und ist fit in dem, was sie tut.“

"Für Anerkennung und Individualität"

Stefanie Czemplik

Stefanie Czemplik ist seit 2011 Lehrerin. Die gelernte Ergotherapeutin studierte Medizinpädagogik im Bachelor und Gesundheits- und Pflegewissenschaften im Master. Der Fokus ihrer Lehre sei neben dem Medizinisch-Pflegerischen vor allem das Zwischenmenschliche. Sie wolle ihren Schülern und Schülerinnen vermitteln, „dass es wichtig ist, auch in den größten Stresslagen ein offenes Ohr dafür zu haben, was den Menschen fehlt.“ Darum ermuntere sie die Auszubildenen, von ihren Praxiserfahrungen zu berichten und versuche die Verbindung zur Theorie zu verdeutlichen. „Ich gebe ganz viel Anregung, über den eigenen Klinikalltag nachzudenken.“ erzählt Czemplik. Dazu gebe sie viel Raum für Austausch – mit Rollenspielen, digitalen Medien und Exkursionen. So passiert es schonmal, dass ihr Unterricht im Fitnessstudio oder bei einer Schnitzeljagd im Clara-Zetkin-Park stattfindet. Doch über allem stehe für sie, die angehenden Pflegekräfte zu bestärken: „Ich möchte die Anerkennung geben, die viele Auszubildende für ihren Job von anderen Menschen nicht bekommen. Ich stehe für eine wertschätzende Haltung den Schülern und Schülerinnen gegenüber. Sie sind individuelle Wesen, die eine Geschichte haben.“

"Vertrauen leben, Glaube vereinen"

Claudia Nitsch

„Ich bin seit ewig und drei Tagen in der Lehre. Ursprünglich habe ich 1983-86 eine Ausbildung zur Pflegefachkraft gemacht und später Pflege- und Gesundheitswissenschaft studiert.“ erzählt Claudia Nitsch. Sie habe unheimlich gerne in der Pflege gearbeitet. Schon damals leitete sie Auszubildende und Praktikanten gerne an. Als größten Wert ihres Berufs betrachte sie den direkten Kontakt, die Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern: „Ich gehe zufrieden nach Hause, wenn mir ein Schüler sein Vertrauen schenkt und wir ein Gespräch führen, das über den Lehrstoff hinausgeht.“ Für Nitsch gebe es drei Bereiche, die sie in der Lehre unbedingt weitergeben wolle: Ein reflektierter Umgang mit Sterben und Tod, die rechtliche Absicherung der Pflegekräfte und das Verständnis verschiedener Religionen. „Ich versuche unterschiedliche Glaubensrichtungen vorzustellen, damit die Auszubildenden die verschiedenen Denksysteme kennenlernen und Ansprechpartner sein können.“ Für die Zusammenarbeit im Kollegium findet sie deutliche Worte: „Ich liebe mein Team.“

"Fokus: Der Mensch in der Mitte"

Sabine Peters

Sabine Peters ist im September 2019 als Lehrerin ins Team des Bildungszentrums gekommen. „Ich komme aus Nordrhein Westphalen und habe vorher als Pflegekraft auf einer thorax- und kardiovaskular-chirurgischen Intensivstation gearbeitet. Als Praxisanleiterin wurde ich dort gefragt, ob ich Lehrerin werden wolle. So kam es ins Rollen.“ Im Folgenden studierte Peters berufsbegleitend Pflegepädagogik und entschied sich, nach Leipzig zu kommen. Als Lehrerin wolle sie ihre Schüler und Schülerinnen ermuntern, immer wieder zu reflektieren: „Was würde ich mir wünschen, wenn ich da liegen würde?“ Zwischen all den Maschinen und Behandlungen sei es wichtig, nicht zu vergessen, dass es immer um den Menschen in der Mitte ginge: „Die Patientinnen und Patienten brauchen nicht nur die Therapie, sondern auch Vertrauen, den Kontakt mit uns und Zeit.“ Nach jedem Praxisblock ließe sie die angehenden Pflegekräfte von ihren prägnantesten Momenten berichten und gehe auf die Erfahrungen und Emotionen ein. „Besonders als Klassenleiterin ist es mir wichtig auszustrahlen, dass ich immer ansprechbar bin und mich für meine Auszubildenden einsetze.“

"Die eigene Meinung vertreten"

Uschi Wiedersich

Uschi Wiedersich ist zwei Tage der Woche in der Praxis – als Fachschwester für pädiatrische Intensivpflege auf der Kinderintensivstation im Herzzentrum – und drei Tage als Lehrerin im Helios Bildungszentrum tätig. „Dadurch, dass ich selbst noch in der Praxis arbeite, kann ich die Vernetzung von Theorie und Praxis auch authentisch rüberbringen.“ Reflektiert Uschi Wiedersich. Auch während sie das Vollzeitstudium im Berufsschullehramt absolvierte, arbeitet sie an den Wochenenden auf Station. Am meisten Freude finde sie als Lehrerin, „wenn den Schülerinnen und Schülern etwas daran liegt, sich weiterzuentwickeln und anderen zu helfen.“ Dabei dürften alle ihren eigenen Kopf behalten: „Mir gefällt es, wenn die Auszubildenden eine eigene Meinung haben.“ Von ihrer Erfahrung aus der Kindermedizin könnte man auch in der Erwachsenenpflege profitieren. „Man denkt immer, dass Kinder schwach sind, weil sie so klein sind. Doch es ist beeindruckend, wie viel Kraft sie aufwenden können. Bei Kindern legt man außerdem einen starken Fokus auf nonverbale Interaktions- und Kommunikationsstrukturen, welche aus meiner Sicht auch für die Erwachsenenpflege enorm wichtig sind.“

"Empathie üben, Mehrwert geben"

Melissa Guhr

Melissa Guhr arbeitete acht Jahre als Pflegekraft auf einer chirurgischen Station, bevor sie sich entschied, Gesundheits- und Pflegewissenschaften zu studieren. Die Inhalte ihrer eigenen Lehrzeit selbst nochmal aufzuarbeiten, sei spannend gewesen, erzählt Guhr. „Es ist ein unglaublich breites Spektrum und echt schön, immer wieder neue Zusammenhänge zu erkennen.“ Die Lehrerin könne sich an die Belastung des Pflegeberufs gut zurückerinnern und wolle die Auszubildenden darum anregen, die Perspektive auch mal zu wechseln und empathisch zu handeln. Der Grundsatz jedes Lehrmoduls müsse der Patientenfokus sein: „Wir wollen uns auf die Fahne schreiben, dass die Patientinnen und Patienten das Wichtigste sind.“ Ihr großes Ziel sei es, den Schülerinnen und Schülern eine Vertrauensperson zu sein und einen echten Mehrwert in ihrem Unterricht zu vermitteln. „Wenn man dann den Unterricht abschließt und weiß, dass man was mitgeben konnte – wenn der Tag interaktiv war und viele Fragen gestellt wurden – dann gehe ich einfach mit einem guten Gefühl nach Hause.“

"Die, die mit Ruhe catcht"

Nadine Becker

Nadine Becker arbeitete zehn Jahre als examinierte Krankenschwester bei Helios, bevor sie sich entschied Medizinpädagogik zu studieren. Heute ist sie Lehrerin am Helios Bildungszentrum. Der Reiz der Lehrtätigkeit liege in der Abwechslung und dem Austausch: „Man weiß nie genau, was auf einen zukommt: Wie die Auszubildenden drauf sind und ob das eigene Konzept funktioniert - ob man sie catchen kann. Sie sind alle sehr unterschiedlich.“ Dank Nadine Beckers ruhigem Naturell habe sie viel Einfühlungsvermögen – auch wenn es mal drückt: „Ich weiß, dass man schlechte und gute Tage hat. Und nach einer gewissen Zeit hat man ein Feeling dafür, ob das eine Unausgeschlafenheit ist oder ob sie andere Probleme mit sich herumtragen.“ Diese Fähigkeit der Perspektivübernahme wolle Becker im Unterricht weitergeben: „Warum macht ein Patient nicht richtig mit? Wie entstehen Teamschwierigkeiten? Da mache ich gerne mal Rollenspiele, um eine andere Sicht einzunehmen und zu argumentieren. Da stößt man oftmals ein Umdenken an.“

"Theorie und Praxis vereinen"

Luisa Spindler

Luisa Spindler ist seit 2012 in der Lehre tätig. Zur Eröffnung der Medizinischen Berufsfachschule wechselte sie von der vorherigen Kooperationsschule zu uns: „Ich bin quasi ein Mitbringsel von früher“, sagt sie schmunzelnd. Die Leipzigerin ist gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin und studierte Berufsschullehrerin. Über ihre Einstellung zur Lehre sagt sie selbst: „Ich stehe für die Autonomie der Pflege. Mir ist es ganz wichtig, dass die Schüler und Schülerinnen verstehen, dass die Pflege eine eigene Stimme hat.“ Dafür wolle sie vermitteln, dass Pflege mehr sei als „das Abarbeiten menschlicher Bedürfnisse“. Die bewusste Verbindung von Theorie und Praxis könne diese Veränderung vorantreiben. „Als Pflegekräfte haben wir eine eigene Wissenschaft viel Verantwortung und einen Zentralwert für die Gesellschaft.“ Erfolgreich abgeschlossen sei die Ausbildung, wenn die angehenden Pflegekräfte dazu fähig seien, „durch ihre berufliche Handlungskompetenz, komplexe Pflegesituationen zu lösen und zu reflektieren“, findet Luisa Spindler. Dazu brauche es eine intensive, professionelle Bindung zu den Lehrkräften: „Wenn man selbst Ideale und Überzeugungen gegenüber seinem Beruf hat, dann kann man das im Unterricht auch vermitteln.“

"Entwicklung formen, Herausforderungen anerkennen"

Yvonne Hannes

Yvonne Hannes lehrt angehende und examinierte Pflegekräfte. Sie ist studierte Lehrkraft an der Medizinischen Berufsfachschule und leitete Weiterbildungen im Bildungszentrum. Nach 20 Jahren Erfahrung als Intensivpflegekraft und vielen Jahren in der zentralen Praxisanleitung hat sie einen Leitgedanken tief verinnerlicht: Das lebenslange Lernen. Als Lehrerin habe sie das perfekte Maß zwischen Theorie und Praxis gefunden. Yvonne Hannes möchte ihre Schülerinnen und Schüler dazu anregen, sich über den klassischen Unterricht hinaus für ihren Beruf zu begeistern. „Ich habe mit den jungen Menschen sehr viel Spaß. Wenn zum Beispiel eine gute Diskussionsrunde entstanden ist, ist mir das wichtiger als meinen Stoff durchzurattern“, erzählt sie fröhlich. Die studierte Lehrkraft nehme es als sehr bereichernd wahr, durch diesen Austausch neue Blickwinkel zu erleben: „Manchmal kitzelt man da etwas aus den Schülern raus, was man gar nicht erwartet hätte.“ Die Herausforderungen des Berufs würden oft unterschätzt. Doch die jüngsten Kolleginnen und Kollegen finden intuitiv Lösungen: „Ihr Umgang mit den Themen ist manchmal phänomenal.“

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