Während Corona in die Klinik: Die richtige Entscheidung fürs Herz

Während Corona in die Klinik: Die richtige Entscheidung fürs Herz

Leipzig

Die gesundheitlichen Beschwerden sind spürbar, das Vertrauen in den behandelnden Arzt und die Klinik ist groß. Und dennoch überwiegt aktuell bei vielen Patienten die Angst, sich einem dringenden notwendigen Eingriff zu unterziehen. Ist es richtig, den Klinikaufenthalt unter allen Umständen zu meiden, solange Corona das Land im Griff hält? Nein, sagt Margot Rudolph und kam trotzdem ins Herzzentrum Leipzig.

Mit 86 Jahren, sagt Margot Rudolph, geht manches nicht mehr so schnell und leicht, wie man es sich vielleicht wünscht. Dass die Leipzigerin daher auch mal außer Puste gerät, sieht sie als nicht so dramatisch an. Wenn sie jedoch wie in den vergangenen Monaten des Öfteren anhaltend über Luftnot klagen muss, kann das durchaus ernste Gründe haben. Erstmals traten diese Symptome 2015 bei ihr auf. Von ihrer Hausärztin wurde die Seniorin, die in früheren Lebenslagen viel Sport trieb und auch heute noch einen fitten Eindruck hinterlässt, daraufhin gründlich untersucht. Im Ergebnis vieler Tests ergab sich, berichtet Margot Rudolph, dass die Aortenklappe ihres Herzens defekt ist. Die Aortenklappe ist eine der vier Herzklappen. Sie liegt in der Aorta, direkt an deren Ursprung aus der linken Herzkammer und verhindert den Rückfluss des Blutes zu Beginn der Erschlaffungsphase des Herzens. Um diesen Fehler zu beheben, half nur ein operativer Eingriff, der im Herzzentrum Leipzig ausgeführt wurde.

Allerdings bekam ich wegen der Coronapandemie einige Bedenken ins Klinikum zu gehen. Nach telefonischer Rücksprache mit dem Herzzentrum hatte man dafür Verständnis, gab mir aber den Hinweis, mich umgehend zu melden, sobald die Beschwerden wieder stärker werden.

Margot Rudolph (86) über ihre Sorgen vor einer Behandlung während der Coronapandemie

Vertrauensvolles Gespräch

Schon damals, fügt sie an, „hat mich das Herzzentrum Leipzig fasziniert. Auch von Freunden und Bekannten habe ich seither nur Gutes über das Klinikum erfahren.“ Als im November 2020 abermals eine verstärkte Luftnot bei ihr auftrat, wählte Margot Rudolph umgehend den direkten Weg und wurde im Herzzentrum vorstellig. Der sie untersuchende Mediziner, Prof. Dr. Mohamed Abdel-Wahab, Leitender Oberarzt der Universitätsklinik für Kardiologie – Helios Stiftungsprofessur und Leiter der Abteilung für strukturelle Herzerkrankungen, gewann schon beim ersten Aufeinandertreffen ihr Vertrauen. „Er fand die Ursache für meine Beschwerden, eine neuerliche Undichtheit in der Herzklappe, und hat mir diese ruhig und verständlich erklärt. Auch die Ängste, die ich wegen meiner Osteoporose vor einem neuerlichen Eingriff hatte, konnte er mir nehmen“, betont die Leipzigerin.

Zusage machte Mut

Margot Rudolph aus Leipzig
Margot Rudolph hatte Bedenken, in der Coronazeit in die Klinik zu kommen. Ihre Sorgen konnte ihr der behandelnde Arzt nehmen. Foto: Sven Gückel

Ein Termin für den minimal-invasiven Eingriff war bald gefunden. „Allerdings bekam ich wegen der Coronapandemie einige Bedenken ins Klinikum zu gehen. Nach telefonischer Rücksprache mit dem Herzzentrum hatte man dafür Verständnis, gab mir aber den Hinweis, mich umgehend zu melden, sobald die Beschwerden wieder stärker werden”, blickt Margot Rudolph zurück. Wie wichtig dieser Ratschlag war, zeigte sich schon zu Beginn des Jahres 2021. Abermals klagte die Patientin über starke Atemprobleme und kontaktierte nach einem Aufenthalt in der Notaufnahme den Arzt ihres Vertrauens. Dass Prof. Dr. Mohamed Abdel-Wahab ihr die Zusage gab, die Intervention selbst auszuführen, machte Margot Rudolph Mut. Schon kurze Zeit später war alles für den Eingriff vorbereitet, der schließlich im Februar erfolgreich ausgeführt wurde.

Man hat sehr wohl wahrgenommen, dass Corona einiges änderte. Jeder Patient hatte ein eigenes Zimmer und die Schwestern legten der Pandemie geschuldete Vorsichtsmaßnahmen an den Tag. An ihrer Freundlichkeit und Umsicht änderte das aber nichts.

Margot Rudolph (86) über die Behandlung im Herzzentrum Leipzig

Wieder zu Kräften kommen

Die Tage danach sind Margot Rudolph in guter Erinnerung. Zum einen, da ihre gesundheitlichen Probleme beseitigt waren, vor allem aber wegen der veränderten Situation auf der Bettenstation des Herzzentrums. „Man hat sehr wohl wahrgenommen, dass Corona einiges änderte. Jeder Patient hatte ein eigenes Zimmer und die Schwestern legten der Pandemie geschuldete Vorsichtsmaßnahmen an den Tag. An ihrer Freundlichkeit und Umsicht änderte das aber nichts”, resümiert Margot Rudolph. Rückblickend sei sie deshalb froh, die Intervention nicht noch einmal verschoben zu haben. Einziger Wehrmutstropfen sei nur die nicht genehmigte Reha, von der Margot Rudolph sagt, dass sie ihr sicher gutgetan hätte. Umso mehr sind es aber nun Verwandte, Freunde und Nachbarn, die sich um die 86-Jährige kümmern und darauf achten, dass sie schnell wieder zu Kräften kommt.

herzerkrankungen

Sicher im Krankenhaus

Das Herzzentrum ist auch während der Corona-Pandemie ein sicherer und zuverlässlicher Partner bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei Beschwerden wenden Sie sich gern an uns.