Pflegekraft Rahel Pilz: Ein Glücksfall für beide Seiten
Im Portrait

Pflegekraft Rahel Pilz: Ein Glücksfall für beide Seiten

Leipzig

Laut Deutschem Pflegerat fehlen derzeit an deutschen Krankenhäusern mehr als 50.000 Pflegekräfte. Gleichzeitig steigt die Zahl der Pflegebedürftigen kontinuierlich an auf etwa vier Millionen im Jahr 2035. Dieser Herausforderung stellen sich auch die Helios Kliniken in Leipzig. Zum Tag der Schichtarbeit stellen wir Rahel Pilz vor, die sich nach Jahren in der Zeitarbeit, für eine Festanstellung am Herzzentrum Leipzig entschieden hat.

Ihre persönliche Freiheit ist Rahel Pilz wichtig. Die junge Frau ist ein lebenslustiger Mensch. Sie liebt Sport, liest gern und ist, wann immer sich die Gelegenheit ergibt, mit Freunden unterwegs. Eine solche Unabhängigkeit schätzte die 31-Jährige bisher auch im Job. Als gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin steht sie ohnehin hoch im Kurs. Engagierte Pflegekräfte wie sie werden händeringend gesucht, was es ihr natürlich leicht macht, eine gewünschte Arbeitsstelle zu finden. Bis Anfang des Jahres fand die junge Leipzigerin ihr Glück dabei in der Zeitarbeit. „Den kontinuierlichen Wechsel der Arbeitsstätten, die Veränderungen im Aufgabenfeld, aber auch im Team, habe ich bisher stets als Bereicherung empfunden”, sagt sie. Zudem schätzte sie die damit verbundene Vergrößerung des eigenen Wissensschatzes sowie den flexiblen Dienstplan.

In personellen Notsituationen wird hier keiner allein gelassen.

Rahel Pilz, Gesundheits- und Krankenpflegerin

Starkes Team als Rückhalt

Vermittelt wurde sie unter anderem für mehrere Monate in ein Altenpflegeheim nach Naunhof bei Leipzig. Im Mai letzten Jahres führte sie ihr Weg in das Herzzentrum Leipzig. Wie sie hier aufgenommen wurde, imponierte Rahel Pilz. Von Beginn an, betont sie, sei sie ein vollwertiges Mitglied des Teams der Stationen 2F und 3F gewesen, wo Patienten mit einem Herzklappenersatz behandelt werden. Darüber hinaus habe sie gespürt, dass die verantwortlichen Leiter permanent darum bemüht sind, dass alle Mitarbeiter mit ihrer Arbeit und dessen Umfeld zufrieden sind.

„In personellen Notsituationen wird hier keiner allein gelassen”, führt sie als Beispiel an. Dies habe sie im Laufe ihres bisherigen Berufslebens in anderen Kliniken schon anders erlebt, fährt Pilz fort. Eine Idee, wie der Pflegeberuf wieder attraktiver wird, hat sie auch: „Mit einer Entlastung der Pflegekräfte hätten diese mehr Zeit für die Arbeit am Patienten. Erreichen lässt sich das durch eine Aufgabenverteilung auf andere Berufsgruppen. Dadurch könnte das gesamte Berufsbild noch interessanter werden.“ In den Helios Kliniken Leipzig wird dies bereits gelebt. So gibt es Servicekräfte, die Essen ausgeben oder Geräte desinfizieren, damit sich die Pflege um ihre Kernaufgaben kümmern kann: das Umsorgen der Patienten. Gleichzeitig nimmt Pilz wahr: „Seit der Pflegenotstand akut ist, wird unsere Berufsgruppe ernster genommen.“ Sie wünsche sich, dass das Wissen der Pflege in Zukunft im Krankenhausalltag noch mehr Berücksichtigung findet.

Fester Arbeitsvertrag

Vitalzeichenkontrolle, Vor- und Nachbereitungen bei Operationen, die Körperpflege der Patienten, Medikamentenverabreichung, Verbandswechsel und vieles mehr gehören zum Arbeitsalltag einer Gesundheits- und Krankenpflegerin. Dieses Aufgabenspektrum, vor allem aber das persönlich gute Miteinander im Team haben Rahel Pilz letztlich zum Entschluss geführt, der Zeitarbeit den Rücken zu kehren. Seit knapp einem halben Jahr hat sie einen Arbeitsvertrag aus dem Herzzentrum Leipzig und ihre Entscheidung nicht bereut. Auch auf dem Papier ist sie ein festes Mitglied des Teams. Eine perfekte Basis für Rahel Pilz als begehrte Fachkraft und ein Glücksfall für das Herzzentrum Leipzig und seine Patienten.

 

*Die Bilder sind bereits vor der Corona-Phase entstanden, als noch keine Mundschutzpflicht bestand.