Erste Adresse nach Herzstillstand
Pressemitteilung

Erste Adresse nach Herzstillstand

Leipzig

Das Herzzentrum Leipzig hat sich mit der Versorgung reanimierter Patienten in der Region etabliert. Im Cardiac Arrest Center steigt die Überlebenschance im Vergleich zu anderen Kliniken.

Zehn Monate nach dem Start des Cardiac Arrest Centers am Herzzentrum Leipzig konnten bereits über 80 Patienten mit Herz-Kreislaufstillstand von den interdisziplinären Expertenteams weiterversorgt werden. Als spezialisiertes Zentrum ist die Klinik auf die Behandlung von Reanimierten vorbereitet.

„Wir arbeiten mit hochqualifizierten Fachleuten und neuester Technik daran, Patienten nach einem Herz-Kreislaufstillstand medizinisch gut und professionell zu behandeln. Wir setzen auf eine abgewogene, individuelle Diagnose und Therapie. Dabei sind wir jederzeit in der Lage, noch mehr Betroffene basierend auf den hohen Standards zu versorgen“, betont Prof. Dr. Holger Thiele, Direktor der Universitätsklinik für Kardiologie – Helios Stiftungsprofessur am Herzzentrum Leipzig. „Die Überlebensrate von Patienten, die nach einem Herzstillstand reanimiert worden sind, ist im Herzzentrum hoch“, so Prof. Thiele weiter.

Das Herzzentrum Leipzig war im Herbst 2017 eines der ersten deutschen Zentren, das ein Cardiac Arrest Center gegründet hat. Prof. Holger Thiele: „Wir müssen schnell sein. Wenn ein Patient unter Herz-Druck-Massage zu uns kommt, wird ein eingespielter Ablauf der klinischen Versorgung in Gang gesetzt.“ Ziel sei es, schwerwiegende Schäden an Gehirn, Herz, Lungen, Blutgefäßen und inneren Organen zu verhindern. „Neben dem Fachpersonal, den verschiedenen Fachdisziplinen wie interventionelle Kardiologie, Anästhesiologie oder Notfallmedizin bieten wir eine 24-stündige Verfügbarkeit von Intensivstation und Herzkatheterlabor“, so Privat-Dozent Dr. Marcus Sandri, Oberarzt der Klinik für Kardiologie am Herzzentrum Leipzig und Leiter der Station für Herzschwäche-Patienten.

Laut den Daten des Deutschen Reanimationsregisters profitieren betroffene Patienten von den Zentrumsstrukturen. In Leipzig werden die Patienten zudem wissenschaftlich eng begleitet. Das Herzzentrum gilt als führendes Zentrum zur Durchführung von Studien, die in diesem Bereich durch das Deutsche Zentrum für Herzkreislaufforschung aufgelegt wurden, so Holger Thiele. „Die Versorgung von Patienten nach einem plötzlichen Herzstillstand gehört zu unseren Kernkompetenzen“, unterstreicht der Kardiologe. „Wir verfügen über optimale Strukturen und erfüllen alle notwendigen Voraussetzungen, um mit dem Cardiac Arrest Center Patienten nach erfolgter Reanimation noch besser behandeln zu können und dadurch ihre Überlebenschancen langfristig zu erhöhen.“

Prof. Thiele hat jüngst gemeinsam mit anderen Fachexperten unter dem Dach des Deutschen Rates für Wiederbelebung (GRC) einen einheitlichen Kriterienkatalog zu Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für die spezielle Versorgung von Reanimations-Patienten erstellt. Hierzu gehört die Forderung, dass die Cardiac Arrest Center nach einem einheitlichen Standard zertifiziert werden. Das Herzzentrum Leipzig wird als eines der Ersten diesen Prozess durchlaufen.

Über uns

Das Herzzentrum Leipzig bietet mit seinen 440 Betten und zehn tagesklinischen Betten in der Universitätsklinik für Herzchirurgie, der Universitätsklinik für Kardiologie – Helios Stiftungsprofessur (inkl. der Abteilung für Rhythmologie) und der Universitätsklinik für Kinderkardiologie sowie den Abteilungen für Anästhesiologie und Radiologie Hochleistungsmedizin rund um das Herz. Unter der Leitung international erfahrener Ärzte und namhafter Wissenschaftler arbeitet am Herzzentrum Leipzig ein Team von mehr als 1.450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Seit der Inbetriebnahme im September 1994 besteht mit dem Freistaat Sachsen und der Universität Leipzig ein Kooperations- und Nutzungsvertrag. Das rechtlich und wirtschaftlich selbständige Herzzentrum kooperiert eng mit der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Seit 2014 ist das Herzzentrum Leipzig eine 100-prozentige Tochter der Helios Kliniken GmbH.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit rund 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und in Spanien (Quirónsalud). Rund 17 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2017 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 8,7 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 87 Kliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), und zehn Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon vier Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000  Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund  6,1 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt in Spanien 45 Kliniken, 55 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 11,6 Millionen Patienten behandelt, davon 11,2 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 32.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Spanien gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

Pressekontakt

Stefan Möslein

Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation & Marketing
Stefan Möslein

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