„Zieh-etwas-Rotes-an-Tag“ erinnert an Herzgesundheit für Frauen

„Zieh-etwas-Rotes-an-Tag“ erinnert an Herzgesundheit für Frauen

Kronach

Heute, am 7. Februar, laufen in der Helios Frankenwaldklinik Kronach auffallend viele Mitarbeiter mit roten Kleidungsstücken und Accessoires durch das Haus. Rote Hemden, rote Socken, rote Schals – Dahinter steckt kein neuer Modetrend, sondern ein ganz besonderer Aktionstag.

Der „Zieh etwas Rotes an“-Tag wurde im Jahr 2003 in den USA etabliert. Die dortigen Einrichtungen “American Heart Association” und “National Heart, Lung and Blood Institute” wollten auf die hohen Zahlen von Herzerkrankungen gerade bei Frauen aufmerksam machen. Dazu riefen Sie dazu auf, am ersten Freitag im Februar rote Kleidungsstücke zu tragen. Die Farbe hat Signalwirkung, denn gerade bei tristem Winterwetter fällt jeder Farbfleck auf.

Herzkrankheiten zählen bei Frauen zu den häufigsten Todesursachen. Frauen sterben im Durchschnitt häufiger als Männer an Herzkrankheiten. Insbesondere bei Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Herzklappenkrankheiten liegt die Sterblichkeit deutlich höher, unter anderem infolge der weiblichen Herzanatomie und des Hormonhaushalts. Wieso ist es dann erforderlich, mit einem eigenen Aktionstag darauf aufmerksam zu machen?

Viele Frauen bringen ihre Beschwerden nicht mit einer Herzkrankheit in Verbindung, auch weil diese häufig untypisch sind. Beispielsweise wird ein Herzinfarkt gemeinhin mit starken Schmerzen im Brustkorb und im linken Arm in Verbindung gebracht. Dieses Muster tritt bei Frauen jedoch viel seltener auf als bei Männern. Bei ihnen sind die Schmerzen oft schwächer ausgeprägt, ziehen eher in den Rücken als in den Brustkorb oder bleiben sogar ganz aus, während Begleitsymptome wie Übelkeit oder Schwächegefühl häufiger auftreten. Auch andere Herzkrankheiten gehen bei Frauen mit untypischen Symptomen einher. Das führt dazu, dass Frauen seltener zum Arzt gehen und dadurch auch später behandelt werden.

Hier setzt der "Zieh etwas rotes an"-Tag an: Er wirbt für regelmäßige Herzuntersuchungen und für ein stärkeres Bewusstsein gegenüber Risikofaktoren wie Rauchen, ungesunder Ernährung oder Stress. Und ganz nebenbei sorgt er für viele bunte Farbtupfer im Februargrau. Machen Sie doch auch mit: Es ist nie zu spät, an Ihr Herz oder an das Ihrer Lieben zu denken!

Stefan Studtrucker

Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Studtrucker

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