Rote Highlights für die Herzgesundheit von Frauen

Rote Highlights für die Herzgesundheit von Frauen

Kronach

Medizin und Mode - In diesen Tagen heißt das in der Regel „Nehme ich heute die weiße oder die hellblaue Maske?“. Doch es gibt auch noch zahlreiche andere Farben in Krankenhäusern. Am heutigen 5. Februar ist in der Helios Frankenwaldklinik Kronach leuchtendes Rot angesagt, vom Haarnetz bis zu den Socken. Was steckt dahinter?

Seit dem Jahr 2003 greifen immer am ersten Freitag im Februar Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Verwaltungsangehörige und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitssektor tief in ihren Kleiderschrank. Sie peppen ihr Outfit für diesen Tag mit der Signalfarbe Rot auf, um symbolisch an die Herzgesundheit für Frauen zu erinnern. Dass dies Not tut, zeigt ein Blick auf die weltweiten Zahlen: 

Herzkrankheiten zählen bei Frauen zu den häufigsten Todesursachen. Frauen sterben im Durchschnitt häufiger als Männer an Herzkrankheiten. Insbesondere bei Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Herzklappenkrankheiten liegt die Sterblichkeit deutlich höher, unter anderem infolge der weiblichen Herzanatomie und des Hormonhaushalts.

Viele Frauen bringen ihre Beschwerden allerdings nicht mit einer Herzkrankheit in Verbindung, auch weil diese häufig untypisch sind. So denkt man gemeinhin an einen Herzinfarkt bei starken Schmerzen im Brustkorb und im linken Arm. Dieses Muster tritt bei Frauen jedoch viel seltener auf als bei Männern. Bei ihnen sind die Schmerzen oft schwächer ausgeprägt, ziehen eher in den Rücken als in den Brustkorb oder bleiben sogar ganz aus, während Begleitsymptome wie Übelkeit oder Schwächegefühl häufiger auftreten. Auch andere Herzkrankheiten gehen bei Frauen mit untypischen Symptomen einher. Das führt dazu, dass Frauen seltener zum Arzt gehen und dadurch auch später behandelt werden.

Hier setzt der "Zieh etwas rotes an"-Tag an: Er wirbt für regelmäßige Herzuntersuchungen und für ein stärkeres Bewusstsein gegenüber Risikofaktoren wie Rauchen, ungesunder Ernährung oder Stress. Ganz nebenbei sorgt er für viele bunte Farbtupfer im Februargrau. Und das Beste ist: Jeder kann mitmachen! Es ist nie zu spät, an das eigene Herz oder an das seiner Lieben zu denken!

Stefan Studtrucker

Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Studtrucker

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