Haut- und Darmkrebszentrum am Helios Klinikum Krefeld ausgezeichnet
Pressemitteilung
KREFELD

Haut- und Darmkrebszentrum am Helios Klinikum Krefeld ausgezeichnet

Krefeld

Beide Zentren haben erfolgreich nachgewiesen, dass sie die strengen Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) an die Betreuung und Behandlung von Patienten mit Krebserkrankungen auf sehr hohem Niveau erfüllen.

Am Helios Klinikum Krefeld nimmt die Behandlung von Tumorpatienten seit vielen Jahren einen zentralen Stellenwert ein. Neben dem Brustzentrum und dem gynäkologischen Krebszentrum erhielten jetzt mit dem Darmkrebs- und Hautkrebszentrum zwei weitere Organzentren das offizielle Gütesiegel der Deutschen Krebsgesellschaft.

„Die Zertifizierung ist für uns vor allem eine Verpflichtung gegenüber unseren Krebspatienten, die uns in einer schwierigen Lebensphase Ihr Vertrauen auf eine bestmögliche Qualität bei der Diagnose, Behandlung und persönlichen Betreuung schenken“, erklärt Prof. Thomas Frieling, Chefarzt der Medizinischen Klinik II, der das Darmkrebszentrum gemeinsam mit Priv.-Doz. Dr. Christoph Wullstein, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasiven Chirurgie leitet.

Mit großem Engagement

Der Weg zur Zertifizierung begann hier streng genommen schon 2009. Seit dem Jahr speist der Krefelder Maximalversorger seine Daten beim Westdeutschen Darmzentrum ein, um sie mit denen 50 anderer Krankenhäuser zu vergleichen. „Auf diese Weise konnten wir sehen, in welchen Bereichen wir bereits zu sehr guten Ergebnissen kommen, aber auch, wo wir noch besser werden können“, berichtet Priv.-Doz. Dr. Christoph Wullstein die Entwicklung. Im Zusammenspiel der Gastroenterologie und Bauchchirurgie wurden über sechs Jahre hinweg die Strukturen des heutigen Darmkrebszentrums aufgebaut und eine Behandlung auf höchstem Niveau etabliert. Dazu gehören auch hochkomplexe bauchchirurgische Eingriffe, die sonst bislang nur an wenigen Universitätskliniken durchgeführt werden.

Auch Frühstadien bösartiger Hauttumore sind analog zum Darmkrebs in nahezu allen Fällen heilbar. Fortgeschrittene Tumore, etwa beim weißen Hautkrebs, malignen Melanom oder kutanen Lymphom, erfordern hingegen eine wesentlich komplexere Herangehensweise. „Dabei ist es notwendig, dass therapeutisch das komplette Spektrum von operativen Maßnahmen über Elektrochemothrapie bis hin zur Anwendung von innovativen Immuntherapien vorhanden ist“, erläutert Priv.-Doz. Dr. Chalid Assaf, Chefarzt der Klinik für Dermatologie und Venerologie und Leiter des zeitgleich zertifizierten Hautkrebszentrums. Hier lobte die unabhängige Expertenkommission vor allem die etablierten Strukturen, die Leistungsfähigkeit des Hautkrebszentrums, das überdurchschnittliche Engagement der Mitarbeiter sowie die fachlich hohe dermato-onkologische Behandlungsqualität. Darüber hinaus besteht aufgrund der seit Jahren hohen Aktivität im Bereich klinischer Studien eine große Expertise auf dem Gebiet der medikamentösen Tumortherapie.

Es geht um Verantwortung, Lebensqualität und Perspektive

Für das Gütesiegel der Deutschen Krebsgesellschaft sind die Qualifikation der beteiligten Ärzte, erforderliche Fallzahlen, Mindestmengen chirurgischer Eingriffe mit Anforderungen an Sicherheit und Radikalität, leitlinienkonforme Therapien, umfassende Dokumentationen, speziell weitergebildete onkologische Fachpflegekräfte und die enge Einbindung von Patienten in den Behandlungsverlauf nachzuweisen. Diese Anforderungen werden im Rahmen von Audits intensiv beleuchtet und verbleiben in dauerhafter jährlicher Überprüfung.

Die bereits gelebte Zusammenarbeit in der Behandlung von Darmkrebs und Hautkrebs wurde im Laufe des Zertifizierungsprozesses besonders an den Schnittstellen weiter optimiert. Von den hohen Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft hat besonders das Zusammenwirken als Netzwerk profitiert. Auf allen Ebenen erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Kooperationspartnern – Kollegen anderer Fachrichtungen, Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte, ambulante Pflegedienste, Selbsthilfegruppen und dem Hospiz.

Individuelle Betreuung und Unterstützung

„Bei aller qualitätsgesicherten Standardisierung von Abläufen und wissenschaftlich gesicherter und kontrollierter Behandlungsqualität steht die Betreuung jedes einzelnen Patienten mit seiner ganz individuellen Krebserkrankung im Mittelpunkt“, unterstreicht Priv.-Doz. Dr. Wullstein. Dazu umfasst die Behandlung auch zahlreiche unterstützende Betreuungsangebote. Neben der psychoonkologischen Begleitung werden die Ernährungsberatung, Physiotherapie, der Sozialdienst und die Seelsorge bei Bedarf aktiv mit eingebunden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Tumorboards, in denen das erfolgversprechendste Verfahren für jeden einzelnen Krebspatienten fachübergreifend geprüft und diskutiert wird. „Alle Disziplinen, auch eine eigene Pathologie, die bei Bedarf schon während einer laufenden Operation Gewebeproben untersucht, sind am Klinikum vertreten. Betroffene können so sicher sein, dass die Prozess- und Ergebnisqualität aller Maßnahmen national und international geltenden Standards entspricht.

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