Coronavirus: Hinweise und Besuchsregelung –> alle Infos

Leistung

Operative Behandlung des gutartigen Prostatasyndroms (BPS)

Jeder vierte Mann über 50 Jahre leidet an einer altersbedingten, gutartigen Vergrößerung der Prostata, auch benignes Prostatasyndrom (BPS) genannt. Die Beschwerden reichen von Problemen, die Blase vollständig zu entleeren, über plötzlichen oder nächtlichen Harndrang bis hin zu einem Harnstau.

Während im Anfangsstadium oft eine medikamentöse Behandlung infrage kommt, muss im fortgeschrittenen Stadium eine weiterführende Therapie erfolgen. Je nach dem Schweregrad der Erkrankung und den damit einhergehenden Beschwerden (häufige Infektionen der Blase, kompletter Harnverhalt) wird Ihr Arzt eine operative Verkleinerung der Prostata mit Ihnen besprechen.

Unser Behandlungsangebot

An unserer urologischen Klinik bieten wir Ihnen verschiedene Verfahren zur operativen Behandlung des BPS an:

  • Als Standardverfahren nutzen wir die Holmium-Laser Enukleation der Prostata, kurz „Holep“ genannt. Bei diesem Verfahren entfernen wir das Gewebe der Prostata mit dem Laser durch die Harnröhre. Vorteile dieses besonders schonenden Verfahrens sind die geringe Blutungsneigung und die Möglichkeit auch stark vergrößerte Prostaten (über 100 Gramm) endoskopisch behandeln zu können. Im Vergleich zu anderen Laser-Verfahren, bei denen das Prostatagewebe verdampft wird, gewinnen wir bei der Holep Gewebe zur mikroskopischen Untersuchung. So können eventuell kleine Prostatakrebsherde frühzeitig nachgewiesen werden, die zwar meistens keiner weiteren Therapie bedürfen, aber speziell kontrolliert werden sollten.
    Mehr Informationen zur Holep finden Sie hier

  • Kleinere Prostatavolumen, welche auch schon Probleme bereiten können, tragen wir mit einer feinen, bipolaren Elektroschlinge über die Harnröhre ab. Auch hier setzen wir ein modernes, minimalinvasives Verfahren, kurz TURis genannt, ein. Im Gegensatz zur TUR-P kommt bei diesem Verfahren Kochsalzlösung als Spülflüssigkeit zur Anwendung. Eine ernsthafte Komplikation, das sogenannte TUR-Syndrom, kann damit nicht mehr auftreten.

  • Beim sogenannten Rezum-Verfahren handelt es sich um eine Therapie mit Wasserdampf. Diese schonende Behandlung eignet sich besonders für Patienten, die eine medikamentöse Therapie nicht vertragen oder wünschen. Der Eingriff erfolgt in einer Kurznarkose.
    Weitere Informationen zum Rezum-Verfahren finden Sie hier.

  • In bestimmten Fällen ist die offene Operation nach Millin nach wie vor das Verfahren der Wahl, um für eine längere Zeit die Beschwerdefreiheit zu sichern. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Prostata massiv vergrößert ist oder gleichzeitig Blasensteine vorliegen. Das überschüssige Gewebe wird hierbei über einen kleinen Unterbauchschnitt mit viel Fingerspitzengefühl entfernt. Das Verfahren ist seit über 70 Jahren bewährt und zeichnet sich durch eine kurze OP-Dauer und eine schnelle Genesung nach der OP aus.

  • Für Männer in höherem Alter, denen wir aufgrund von anderen Erkrankungen eine der vorgenannten operativen Behandlungen nicht empfehlen können, halten wir die „Prostata-Arterien-Embolisation“ (PAE) bereit. Bei dieser Vorgehensweise wird nach lokaler Betäubung über einen Gefäßkatheter ganz exakt die Blutzufuhr der Prostata unterbrochen. Das Verfahren wird bei uns gemeinsam mit den Radiologen mit großer Erfahrung eingesetzt. Die PAE ist ein sicheres und international erprobtes Verfahren zur Behandlung der Prostatavergrößerung, wissenschaftlich bisher aber ohne Nachweis der Gleichwertigkeit mit etablierten Verfahren. Sie ist somit für Patienten, welche für eine Operation nicht infrage kommen, eine alternative Lösung.
    Mehr Infos zur PAE finden Sie hier

Welches Verfahren für Ihre persönliche Situation am besten geeignet ist, besprechen wir ausführlich mit Ihnen.

BPS- und Endourologie-Sprechzeit

Telefon

(02151) 32-2282

Öffnungszeiten

Dienstag: 14:00 - 16:00 Uhr