Leistung

Lymphödem und Lipödem – Behandlung und Versorgung

Sowohl beim Lymphödem als auch beim Lipödem sammelt sich Flüssigkeit im Gewebe an, die zu Funktionseinschränkungen des Körpers und einer Verminderung der Lebensqualität führen kann. Wir beraten und behandeln Sie im Falle dieser Erkrankungen umfassend. Dabei arbeiten wir eng mit der Gefäßmedizin zusammen und besprechen ausführlich mit Ihnen, welche Behandlungsoption die Beste für Sie ist.

Das Lymphödem

Das Lymphödem entsteht, wenn sich Flüssigkeit in den Lymphbahnen staut. Die Folgen sind deutlich sichtbar: Der betroffene Körperteil schwillt typischerweise an und schmerzt. Oft entsteht ein Druck- oder Spannungsgefühl. Meistens tritt ein Lymphödem am Bein oder Arm auf, seltener auch an Kopf, Hals, Rumpf oder den Genitalien.

Zur Diagnose setzen wir das Fluoreszenz-Verfahren ein. Dabei wird eine für Sie ungefährliche Substanz über Hand oder Fuß in das Lymphsystem gespritzt, wodurch alle Lymphbahnen dargestellt werden.

Neben konservativen Verfahren wie die Lymphdrainage und die Kompressionstherapie hat sich das therapeutische Spektrum um die operative Behandlung erweitert.

Oberstes Ziel der operativen Behandlung ist die Regulierung der Lymphe und somit die dauerhafte Verbesserung Ihrer Beschwerden. Je nach Ihrem individuellen Krankheitsbild stehen zwei operative Verfahren zur Verfügung:

  • Bei der supermikrochirurgischen Lymphchirurgie schließen wir das abflussbehinderte Lymphgefäß an eine oberflächliche, kleine Vene an. Dadurch kann die gestaute Lymphflüssigkeit abfließen und die Schwellung nimmt ab.
  • Mithilfe der Transplantation von gesunden Lymphknoten in die betroffene Region erzielen wir ebenfalls den Abfluss der angesammelten Flüssigkeit. Diese Lymphknoten dienen als zusätzliche Filterstation und regulieren die Gewebsflüssigkeit.

Das Lipödem

Wenn trotz normaler Ernährung die Beine immer schwerer, druck- und berührungsempfindlicher werden, kann ein Lipödem vorliegen. Dies ist eine Fettverteilungsstörung bei der sich übermäßig viel Fett in Oberschenkel-, Gesäß- und Hüftbereich ansammelt und dadurch langfristig Schmerzen und Bewegungseinschränkungen versursacht. Zunächst sollten alle Möglichkeiten der konservativen Therapie wie die Kompression der betroffenen Stellen, Bewegungstherapie und die Lymphdrainage genutzt werden. Sollten diese Behandlungsansätze nicht erfolgreich sein, bieten wir Ihnen als operatives Verfahren die Fettabsaugung an. Mit dieser erreichen wir, dass das betroffene Gewebe entfernt wird und sich anschließend deutlich weniger Lymphflüssigkeit bildet und die Schwellungen und Schmerzen zurückgehen.

Ihre Nachsorge

Wir betreuen Sie im Anschluss in Form von regelmäßigen Nachsorgeterminen und Gesprächen. Ihr Wohlbefinden und eine nachhaltige Verbesserung Ihrer Lebensqualität ist bei allen Behandlungsoptionen stets unser oberstes Ziel.