Coronavirus: Hinweise und Besuchsregelung –> alle Infos

Hörentwicklung

Hörentwicklung

Die Grundlagen der Hör- und Sprachentwicklung erwerben Kinder in den ersten zwei Lebensjahren. In Deutschland werden Hörstörungen durchschnittlich aber erst im 2.-5. Lebensjahr entdeckt – viel zu spät und mit folgenschweren Auswirkungen.

Der nachfolgenden Tabelle entnehmen Sie, wie die Hörentwicklung von der Geburt an bis zum Alter von drei Jahren normalerweise verläuft. Dabei berufen wir uns auf den Hamburger Arbeitskreis für Hörscreening bei Neugeborenen.

Wie entwickelt Ihr Kind Hören und Sprechen?

  • Es beruhigt sich bei bekannten Stimmen oder Geräuschen,
  • reagiert auf laute Geräusche mit Schreckreaktion oder heftigem Blinzeln, hört auf zu saugen, schreit oder wacht auf,
  • macht sanfte, gurgelnde oder andere Geräusche, wenn es wach ist.


  • Es bewegt die Augen oder den Kopf hin zu Stimmen, Spieluhren, Hundegebell oder anderen Geräuschen,
  • beginnt zu sprechen mit Lauten wie "ga, ba, oh und p, b, m",
  • reagiert auf Veränderungen Ihrer Stimme.
  • Es reagiert auf seinen Namen und schaut hin, wenn es angesprochen wird,
  • versteht einfache Worte wie "nein ...",
  • es brabbelt Worte wie "ma ma ma pa pa da da da ba ba ba ...".


  • Es reagiert auf leise oder laute Geräusche,
  • wiederholt einzelne Worte und ahmt Tiere nach,
  • zeigt, wenn gefragt, auf Lieblingsspielzeug oder Lieblingsspeisen.
  • Es spricht 10 oder mehr Worte,
  • befolgt einfache Anweisungen wie "hol den Ball ...",
  • zeigt auf Menschen, Körperteile oder Spielzeug, wenn gefragt,
  • bewegt sich zur Musik.
  • Es spricht 20 oder mehr Worte,
  • verbindet 2 oder mehr Worte wie "mehr Saft, was ist das ...",
  • benutzt viele verschiedene Konsonanten am Wortanfang wie "b, g, m ...",
  • hört gern einfache Geschichten und Lieder.
  • Es spricht Sätze mit 2-3 Worten,
  • kann mit zwei Jahren von anderen zum Teil verstanden werden (25-50%),
  • kann mit drei Jahren von anderen meistens verstanden werden (50-75%),
  • folgt Anweisungen von zwei Schritten wie "Hol den Ball und leg ihn auf den Tisch ...".

Wenn Sie sich nicht sicher, ob Ihr Kind gut hört oder die Reize über das Ohr gut verarbeiten kann, es nicht reagiert, Gehörtes nicht in Schrift umsetzen kann, eine Lese-Rechtschreibstörung aufweist oder beim Neugeborenenhörscreening auffällig geworden ist, fragen Sie Ihren Arzt. Es ist möglich, das Hören in jedem Lebensalter zu testen. Nur durch ein universelles Neugeborenen Hörscreening ist eine rechtzeitige und flächendeckende Früherkennung und anschließende adäquate Frühversorgung, z.B. Hörgeräteanpassung und Hörfrühförderung, möglich.

Das könnte Sie auch interessieren: