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Wissen

Was Sie über die Untersuchung wissen sollten

Eine PET-CT-Untersuchung ist nichts Alltägliches und deshalb bei manchen unserer Patienten mit Unsicherheiten oder sogar Ängsten verbunden. Deshalb haben wir Ihnen hier alles Wissenswerte zur Vorbereitungen auf die Untersuchung und den genauen Ablauf zusammengestellt. Sprechen Sie uns im Zweifel aber auch gerne an.

Vorbereitung

Für eine PET-CT-Untersuchung mit dem Zucker FDG müssen Sie nüchtern sein, d.h. nach der Abendmahlzeit am Vorabend dürfen Sie keine Nahrung oder zuckerhaltigen Getränke mehr zu sich nehmen. Auch keine Bonbons lutschen und keinen Kaugummi kauen. Ebenso ist Fruchtzucker zu vermeiden. Zuckerfreie Flüssigkeiten (z.B. Mineralwasser, Tee oder Kaffee schwarz ohne Zucker) sind ohne Einschränkung erlaubt. Falls Sie unter einer Zuckerkrankheit leiden (Diabetes mellitus) oder ein hochdosiertes Kortisonpräparat einnehmen (Steroiddiabetes), informieren Sie uns bitte darüber, damit wir mit Ihnen zusammen die Untersuchung und die Vorbereitung planen können. Bei der PET-CT-Untersuchung von Kindern kann die Phase der Nüchternheit kürzer sein. Dies werden wir individuell mit den Eltern absprechen.

Da Sie bei der Vorbereitung und Untersuchung möglichst entspannt sein sollen, planen Sie bitte ausreichend Zeit ein (2 - 2,5 Stunden) und kommen Sie bitte pünktlich. Aufgeregten oder ängstlichen Patienten kann durch die Gabe eines leichten Beruhigungsmittels geholfen werden. Da dies die Reaktionsbereitschaft beeinflusst, dürfen Sie anschließend nicht mehr selber mit dem Auto fahren. Bitte bringen Sie in diesem Fall eine Begleitperson für die Rückfahrt mit, lassen sich abholen oder benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel.

Für eine Niedrigdosis-CT-Aufnahme im Rahmen der PET-CT-Untersuchung ist keine weitere Vorbereitung notwendig. Soll eine diagnostische CT-Untersuchung in höchster Qualität mit Kontrastmittelgabe (jodhaltig) durchgeführt werden, so bitten wir Sie, vorher die Laborwerte TSH und Kreatinin bestimmen zu lassen (Blutuntersuchung) und die aktuellen Werte mitzubringen. Falls bei Ihnen eine Nierenfunktionseinschränkung, Schilddrüsen­erkrankung, Kontrastmittel-unverträglichkeit oder -allergie bekannt ist, informieren Sie uns bitte im Vorfeld, damit wir den CT-Teil der PET-CT-Untersuchung individuell für Sie planen und vorbereiten können.

Durchführung

Nach dem Aufklärungsgespräch wird Ihnen eine Verweilkanüle in eine Armvene gelegt. Hierüber wird nach einer kurzen Ruhephase eine sehr geringe Menge des radioaktiv markierten Zuckers (FDG) injiziert und meist eine Infusion (Tropf) mit physiologischer Kochsalzlösung gegeben, um Nieren und Harnwege optimal zu spülen.

Die Ruhephase vor und nach der FDG-Injektion verbringen Sie möglichst entspannt auf einer bequemen Liege. Die eigentliche Untersuchung wird ca. eine Stunde nach der FDG-Injektion begonnen und dauert je nach Umfang der Aufnahmen und der Körperlänge des Patienten ca. 25-30 Minuten.

Nach Lagerung auf der Untersuchungsliege wird zunächst die CT-Untersuchung, z.B. als Niedrigdosis-CT des Körperstammes durchgeführt (Dauer: 30 Sekunden). Je nach Fragestellung kann auch ein diagnostisches CT in höchster Qualität mit oder ohne Kontrastmittel durchgeführt werde. Die intravenöse Gabe des jodhaltigen Kontrastmittels erfolgt über die bereits liegende Verweilkanüle. Für eine diagnostische CT-Untersuchung des Bauchraumes (Abdomen-CT) wird in der Regel zusätzlich ein Darm-Kontrastmittel verabreicht. Diese Trinklösung wird Ihnen dann in der Ruhephase vor der PET-CT-Aufnahme gegeben.

Wenn die PET-CT-Untersuchung zur Bestrahlungsplanung benutzt werden soll, so wird die Aufnahme in Bestrahlungsposition und ggf. unter Verwendung von Lagerungshilfen durchgeführt.

Strahlenexposition

Bei der Durchführung nuklearmedizinischer Untersuchungen werden Sie wie bei Röntgenuntersuchungen Strahlung ausgesetzt (Strahlenexposition). Bei nuklearmedizinischen Untersuchungen liegt die Strahlenexposition in der gleichen Größenordnung wie Ihre natürlich vorkommende Strahlenbelastung innerhalb eines Jahres.