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Schwangerschaftsdiabetes: Risiken und Früherkennung

Schwangerschaftsdiabetes: Risiken und Früherkennung

Diabetes in der Schwangerschaft kann schwere Folgen haben – sowohl für die Mutter als auch für das Baby. Daher sind Früherkennung und rechtzeitige Behandlung besonders wichtig. Wichtige Informationen über Folgen, Diagnostik und Risikofaktoren der Erkrankung erhalten Sie hier.

Schwangerschaftsdiabetes, auch Gestationsdiabetes, ist eine Glukose-Toleranzstörung, die erstmals während einer Schwangerschaft auftritt. In Deutschland sind fünf von hundert Schwangeren betroffen, Tendenz steigend.

Bei dieser Störung wird über die Plazenta (Mutterkuchen) verstärkt Glukose an das Kind weitergeleitet. Der Embryo steigert daraufhin die Insulinproduktion, um den Zuckeranstieg zu verarbeiten (Hyper-Insulinismus).

Wird bei der werdenden Mutter Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert, muss sie genau auf ihre Ernährung achten und regelmäßig den Blutzucker kontrollieren. Häufig ist auch eine Insulintherapie notwendig.

Risiken für Mutter und Kind

Schwangerschaftsdiabetes kann dazu führen, dass Kinder zu groß und zu schwer werden, was Probleme bei der Entbindung nach sich ziehen kann. Außerdem reifen die Organe des Kindes oft nicht zeitgerecht, so dass es ohne eine Behandlung im schlimmsten Fall zu einer Totgeburt kommen kann.

Die möglichen Folgen für Schwangere reichen von häufigen Harnwegsinfekten, über schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck bis hin zu einem erhöhten Risiko für gefährliche Krampfanfälle. Zudem entwickeln sie nach der Schwangerschaft sieben bis zehn Mal häufiger einen manifesten Diabetes Typ-2 als Frauen ohne Schwangerschaftsdiabetes.

Diagnose von Schwangerschaftsdiabetes

Bei einer Schwangerschaft werden Sie routinemäßig auf Gestationsdiabetes getestet, in der Regel zischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche. Dabei wird die Plasma-Glukose-Konzentration in ihrem Blut bestimmt, nachdem Sie zuvor 50 Gramm gelöste Glukose getrunken haben.

Bei einem auffälligen Blutzuckerwert folgt ein oraler Glukosetoleranztest (Zuckerbelastungstest). Dabei werden Ihnen 75 Gramm einer Glukoselösung verabreicht. Vor Verabreichung sowie eine und zwei Stunden danach wird der Blutzuckerwert gemessen. Anhand von Grenzwerten kann bei Ihnen dann Schwangerschaftsdiabetes nachgewiesen oder ausgeschlossen werden.

Risikofaktoren für Schwangerschaftsdiabetes

Frauen mit Übergewicht haben ein erhöhtes Risiko für Schwangerschaftsdiabetes. Das gilt auch für Frauen mit Diabetesfällen in der Familie oder einem eigenen vorangegangenen Schwangerschaftsdiabetes.

Auch frühere Schwangerschaften spielen eine Rolle bei der Risikobestimmung: Überschreitet das Geburtsgewicht des älteren Kindes 4.500 Gramm, ist das Risiko erhöht. Totgeburten oder schwere Fehlbildungen in früheren Schwangerschaften können ebenfalls auf unentdeckten Diabetes hinweisen.