Wissen

Ständige Infektionen? Was tun für ein starkes Immunsystem?

Unser Immunsystem schützt uns täglich vor Infektionen und anderen Erkrankungen. Gerade Kinder und Jugendliche profitieren von einer starken Immunabwehr. Denn sie begegnen im Kindergarten, in der Schule oder beim Sport ständig und unausweichlich anderen Menschen – viel häufiger, als Erwachsene das in der Regel tun. Zudem hat ihr Immunsystem noch nicht die gleiche Lebenserfahrung, wie das Erwachsener. Was können Sie also tun, um Infekten Ihres Kindes vorzubeugen?

Vermutlich ahnten Sie es bereits: Regelmäßige körperliche Aktivität, eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Kreislauf sind die Voraussetzungen dafür, dass die Helfer-Zellen des Immunsystems schnell und ohne Probleme an die Stellen des Körpers kommen, an denen sie gebraucht werden. Es kann also durchaus helfen, Ihrem Kind frühzeitig Spaß an der eigenen Beweglichkeit zu vermitteln. Am besten an der frischen Luft. Regelmäßige Bewegung draußen wird das Immunsystem Ihres Kindes verbessern, verstärkt durch positive Effekte des Lichts auf die Vitamin-D-Bildung im Körper sowie auf die Psyche.

Solche Aktivierungen des Immunsystems haben für den Körper einen positiven Effekt (sog. Eustress). Durch die Aktivierung der Muskulatur werden Hormone gebildet, die sich günstig auf den Abbau von Körperfett auswirken. Regelmäßiges Training führt zu verbesserter Schleimhautdurchblutung und mehr schützenden Antikörpern auf den Schleimhäuten.

Auch der berühmte Apfel am Tag hat seine Daseinsberechtigung nicht verloren. Der darf auch mal auf der Couch oder vor dem Computer verzehrt werden. Wichtig ist bereits in jungen Jahren die Abwechslung von Aktivität und Entspannung. So entwickelt ihr Kind ein gesundes Körpergefühl, das auf lange Sicht ohnehin der beste Schutz für die Gesundheit ist.

Sollte ihr Kind dauerhaft müde und angeschlagen sein oder immer wieder zu Infekten neigen, raten wir, sich ärztlich beraten zu lassen. Die Diagnose einer eventuell angeborenen Abwehrschwäche kann und sollte nur durch einen spezialisierten Arzt gestellt werden.