Coronavirus: Hinweise und Besuchsregelung –> alle Infos

Leistung

Neue Therapien bei Hautkrebs

Neue Therapien bei Hautkrebs

Dank des medizinischen Fortschritts gibt es heutzutage eine Vielzahl von Systemtherapien. Wir können auf wirkungsvolle Medikamente zurückgreifen, die den Tumor zielgerichtet angreifen. Diese Medikamente erkennen zum Beispiel Mutationen in den Tumorzellen und stoppen das bösartige Wachstum zumeist sehr schnell.

Immuntherapie/Antikörpertherapie

Hat ein Hauttumor gestreut, stehen heute wirkungsvolle Therapien durch Immuntherapeutika zur Verfügung. Dies sind Medikamente, die das Immunsystem wieder in die Lage versetzen, den Tumor zu erkennen und wirkungsvoll zu bekämpfen.

Ab einem gewissen Tumorstadium kommt eine Immuntherapie ebenfalls vorbeugend zur Stärkung der eigenen Tumorabwehr in Betracht (adjuvante Therapie). Wir verabreichen dem Patienten Interferon, was zu diesem Zweck bisher am besten geeignet ist. So werden Abwehrzellen aktiviert, die die Tumorzellen bekämpfen bzw. ausschleusen.

Chemotherapie

Beim Auftreten vieler Metastasen an unterschiedlichen Stellen des Körpers wird meist eine Chemotherapie erforderlich. Die Chemotherapie bedient sich spezieller Wirkstoffe, sogenannte Zytostatika. Solche Zellgifte stören die Grundfunktionen der Krebszellen so empfindlich, dass sie sich nicht mehr teilen oder wachsen können. In manchen Fällen kann die Chemotherapie lokal angewendet werden, in dem eine hochwirksame Salbe direkt auf die kranken Stellen aufgetragen wird. Meist erfolgt eine chemotherapeutische Behandlung jedoch systemisch, das heißt sie wirkt im gesamten Körper. Hierbei werden Zytostatika entweder als Tablette eingenommen oder gespritzt.

Elektrochemotherapie

Die Elektrochemotherapie (ECT) ist eine Methode in der versorgenden Therapie von Patienten mit fortgeschrittenem Hautkrebs oder Haut-Metastasen anderer Tumoren. Hier wird eine Chemotherapie durch zusätzliche elektrische Impulse in ihrer Wirkweise verstärkt.

Therapiewahl und ergänzende Angebote

Die Kriterien einer medikamentöse Therapie klären wir im Rahmen der molekularen Diagnostik und lassen sie in die individuelle Therapiestrategie einfließen. In unserer Tumorkonferenz beurteilen wir mit allen erforderlichen Spezialisten gemeinsam, welche Therapie dem einzelnen Patientin bzw. dem Patienten empfohlen werden sollte und ob ggf. eine Studienteilnahme möglich ist.

Darüber hinaus ist uns eine ganzheitliche Behandlung wichtig. Wir bieten an unserem Onkologischen Zentrum eine psychoonkologische Mitbegleitung, Ernährungsberatungskurse und viele weitere unterstützende Angebote an. All diese Optionen können den Krankheitsverlauf zusätzlich positiv beeinflussen.