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Operative Schlafmedizin

Operative Schlafmedizin

Nächtliche Atmungsstörungen wie Schnarchen und Schlafapnoe können einen gesunden Schlaf – und damit die Lebensqualität eines Menschen – nachhaltig beeinträchtigen.

Einfaches Schnarchen ist für viele Betroffene zwar lästig, jedoch nicht gefährlich. Die obstruktive Schlafapnoe (OSA) hingegen führt durch nächtliche Atemstillstände zu wiederholten Weckreaktionen (Arousal) und damit zur Unterbrechung des Schlafes (so genannte Schlaffragmentierung), was die Erholsamkeit des Schlafs nachhaltig stört und zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität führt. Betroffene Patient:innen leiden häufig unter:

  • Reizbarkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Tagesmüdigkeit bis hin zum Sekundenschlaf

Was ist ein "Arousal"?

Mediziner nennen die nächtlichen Weckreaktionen „Arousal“. Dabei schlägt das Herz schneller, der Blutdruck steigt und es werden körpereigene Stresshormone ausgeschüttet. Die Atempausen begünstigen viele Erkrankungen: So steigt das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall (kardiovaskuläres Risiko), eine Einschränkung der Nierenfunktion (Niereninsuffizienz) oder eine Zuckererkrankung (Diabetes mellitus) zu entwickeln. Auch das Risiko, an einer Demenz zu erkranken, ist erhöht.

Schlafbezogene Atmungsstörungen werden durch die Klinik für Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin im Schlaflabor diagnostiziert und mithilfe verschiedener konservativen Therapien fachärztlich behandelt.

Als Goldstandard gilt die nächtliche Beatmungstherapie (CPAP-Therapie), bei der die Atemwege durch einen dauerhaften, leichten Überdruck über eine (Mund)-Nasen-Maske offengehalten und die Atemaussetzer – und der damit verbundene Sauerstoffmangel – im Schlaf reduziert werden. Hierzu muss der Patient nachts dauerhaft eine Maske auf Nase und/oder Mund tragen, die mittels eines Schlauchs mit dem CPAP-Gerät verbunden ist.

Operative Schlafmedizin

Unsere Hals-Nasen-Ohren-Klinik erweitert das Leistungsspektrum um die operative Schlafmedizin für Patient:innen mit fehlender Versorgungsmöglichkeit einer CPAP-Therapie oder fehlender Akzeptanz für diese nächtliche Dauertherapie.

Operative Verfahren werden bei anatomischen oder funktionellen Veränderungen der oberen Atemwege eingesetzt, die das Schnarchen und die Atempausen verursachen bzw. eine konservative Therapie erschweren oder unmöglich machen. Auch können operative Verfahren den Umgang mit der nächtlichen Überdruckbeatmung / CPAP-Maske erleichtern, z.B. durch die Verbesserung der Nasenluftpassage.

Die verschiedenen Optionen sind dabei für jeden Patienten individuell kombinierbar und ermöglichen meist eine dauerhafte Lösung. Ziel dieser Operationen ist die dauerhafte Erweiterung und Stabilisierung des oberen Atemwegs durch minimalinvasive Interventionen.

Für Patient:innen mit obstruktiver Schlafapnoe, bei denen herkömmliche Therapieverfahren auch nach wiederholten Versuchen versagen, kann die Implantation eines Zungenschrittmachers eine sehr gute Alternative darstellen.

Für eine persönliche Beratung stehen wir gerne zur Verfügung.

Unser Behandlungsspektrum umfasst:

  • Endoskopische Schlafdiagnostik für OSA-Patienten im Falle einer CPAP-Unverträglichkeit zur präzisen Diagnostik und Festlegung einer individualisierten Therapie
  • Implantation eines Zungenschrittmachers
  • Entfernung der Gaumenmandel und Erweiterung/Stabilisierung des Gaumens- bzw. Gaumensegels (Uvulopalatopharyngoplastik UPPP)
  • Begradigung der Nasenscheidewand und Verkleinerung der Nasenmuscheln zur Optimierung der Nasenluftpassage

Wir sind für Sie da!

Sie haben Fragen oder möchten ein persönliches Beratungsgespräch vereinbaren? Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Beratung zur operativen Schlafmedizin

Telefon

(02151) 32-2511

Öffnungszeiten

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