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Behandlung der Fazialisparese

Behandlung der Fazialisparese

Die Therapie der Fazialisparese ist komplex und erfordert häufig einen multidisziplinären Ansatz. Wir bieten Ihnen die gesamte Bandbreite der Therapieoptionen einschließlich modernster operativer Verfahren zur Wiederbelebung des Gesichts.

Gesichtslähmungen sind für Betroffenen eine sehr belastende Situation. Neben der Erschlaffung der Gesichtsmuskulatur treten häufig Schwierigkeiten auf, das Auge zu schließen, den Mund symmetrisch zu bewegen oder zu lächeln.

Klassische Symptome einer peripheren Fazialisparese sind:

  • Leichte Schwäche bis hin zu einer totalen Lähmung auf einer Seite Ihres Gesichts
  • hängender Mundwinkel, verstrichene Hautfalten
  • hängende Wange oder Unterlippe
  • Unvermögen die Muskeln der jeweiligen Gesichtshälfte aktiv zu bewegen (reduzierte Mimik)
  • Erschwerter Lidschluss
  • Störung der Tränen- und Speichelsekretion

Die Beeinträchtigungen der Sprach- und Schluckmotorik (Verlust von Flüssigkeit aus dem Bereich des Mundwinkels) gehen häufig mit einer mangelnden Akzeptanz der Umgebung einher, was die soziale Teilhabe der Betroffenen erschweren kann. Zudem treten oft lokale Komplikationen des Auges auf, wie etwa ausgetrocknete, entzündete Augen, Schäden der Hornhaut bis hin zur Erblindung.

Ursachen der Gesichtslähmung

Die häufigste Form der Gesichtslähmung ist diejenige ohne erkennbaren Grund - die so genannte idiopatische Fazialisparese. In allen anderen Fällen geht die Erkrankung auf eine andere Grunderkrankung zurück. So können Unfälle, Entzündungen, Weichgewebstumoren oder Schlaganfälle den Gesichtsnerv (Nervus fazialis) vorübergehend oder dauerhaft schädigen. Unabhängig von der Ursache sollte immer eine umgehende ärztliche Abklärung erfolgen.

Behandlung der Gesichtslähmung

Die Mehrzahl der akuten Gesichtsnervenlähmungen heilt nach einigen Wochen folgenlos ab. Die Standardbehandlung besteht aus einer medikamentösen Therapie, um die Genesung zu beschleunigen und weitere Komplikationen zu vermeiden.

Therapie bei dauerhafter Gesichtslähmung

Für Patienten, bei denen sich nach mehreren Monaten keine oder nur eine unvollständige Rückbildung einstellt bzw. eine dauerhafte Schwäche oder Asymmetrie der Gesichtsmuskulatur zurückbleibt, bietet die moderne Chirurgie verschiedene – auch minimalinvasive – Möglichkeiten, mit denen wir Beschwerden mindern oder die Lähmung sogar ganz aufheben können.

Statische Methoden helfen, die Gesichtszüge im Ruhezustand zu egalisieren. Hierzu zählen Augenbrauen-/ -lidstraffungen oder der Einsatz von Implantaten, die das Augenlid beschweren und so die Augenschließung ermöglichen.

Dynamische Methoden sind chirurgisch anspruchsvoller und haben zum Ziel, die aktiven Gesichtsbewegungen mithilfe von körpereigenen Transplantaten oder Nerventransplantaten wiederherzustellen. Selbst wenn ein Jahr oder länger vergangen ist, gibt es Optionen, um Bewegung und Ausdruck des Gesichts wiederzubeleben.

Aufgrund der Bedeutung der Gesichtsmobilität für die Mimik und Kommunikation ist eine fachkundige Beratung und Behandlung für Betroffene wesentlich. Unser Team besteht aus HNO-Ärzten, Plastischen Gesichtschirurgen und Neurologen. Welche therapeutischen Möglichkeiten für Sie individuell in Frage kommen, besprechen wir gerne ausführlich mit Ihnen.

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