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Shuntchirurgie: Der Weg zum Dialysezugang

Immer mehr Menschen in Deutschland sind auf die Blutwäsche angewiesen. Die Dialyse-Shuntchirurgie ermöglicht den hierfür erforderlichen Gefäßzugang. Als Schwerpunktklinik bieten wir Dialysepatienten eine optimale Versorgung bei der Erstanlage, Revision oder auch bei Funktionsstörungen.

Wenn Sie unter einer chronischen Niereninsuffizienz leiden, können Ihre Nieren das Blut nicht mehr aus eigener Kraft reinigen. Daher muss Ihr Blut regelmäßig bei einer Blutwäsche (Dialyse) gereinigt werden – bereits jetzt oder in naher Zukunft.

Für die Dialyse wird ein dauerhafter, leicht zugänglicher und entzündungsgeschützter Zugang zum Blutkreislauf benötigt. Die Venen des Menschen sind von Natur aus nicht dafür geschaffen, die erforderlichen Blutmengen bei einer Blutwäsche zugänglich zu machen.

Unsere Leistungen im Überblick

Unser Zentrum bietet das gesamte Leistungsspektrum der Dialyseshuntchirurgie an. Je nach den individuellen Voraussetzungen können dabei körpereigene Gefäße, Kunststoffshunts oder implantierbare Dialysekatheter zur Anwendung kommen.

  • Shunt-Erstanlagen und -Revisionen (nativ und alloplastisch)
  • Offene und geschlossene Demerskatheteranlagen
  • Anlage von Extremshunts (z.B. iliaco-iliacale AV-Shunts, Leisten-Shunts, HeRO Graft etc.)
  • Behandlung von möglichen Komplikationen wie Shunt-Verschluss, Aussackung der Gefäße oder Funktionsstörungen
  • Interventionelle und offene Verfahren zur Erweiterung oder Wiedereröffnung von verengten oder verschlossenen Dialysezugängen
  • Stentimplantationen

Was ist ein Dialyseshunt?

Ein Shunt ist eine operativ angelegte Verbindung zwischen Vene und Arterie. Er ermöglicht einen direkten Zugang zum Blutkreislauf für die Dialyse. Meist wird eine Armvene mit einer Schlagader verbunden. Armvenen transportieren das Blut aus dem Arm zurück zum Herzen mit niedrigem Druck und langsamem Fluss. Durch die Zuleitung des Schlagaderblutes wird der Blutfluss in diesem Gefäß erheblich gesteigert.

Interventionen an Dialyseshunts

Es kommt nicht selten vor, dass sich ein operativ angelegter Shunt wieder verschließt, da die Verbindung zwischen Schlagader und Vene dem Körper nicht "natürlich" erscheint. Auch die dauerhafte Dialyse beansprucht den Diaylseshunt und macht im Laufe der Zeit oft einen Revisionseingriff nötig.

Wir bieten Ihnen verschiedene operative und interventionelle Verfahren zur Erweiterung oder Wiedereröffnung von verengten oder verschlossenen Dialysezugängen an.

Um Engstellen aufzudehnen, nutzen wir in der Regel kathetergestützte Verfahren. Mithilfe eines Kontrastmittels, das die Gefäße auf dem Röntgenbild sichtbar macht, kann der Verschluss lokalisiert und mit einem Ballonkatheter aufgedehnt werden. Um die eventuell vorhandene Restnierenfunktion bestmöglich zu schonen, kommt teilweise Kohlendioxyd als Kontrastmittel zur Anwenung . In der Regel setzen wir zusätzlich zur Ballonaufdehnung eine Gefäßstütze (Stentimplantation) ein, um einen erneuten Verschluss zu verhindern.

Wir beraten Sie gerne ausführlich zu unserem Behandlungsangebot und sind auch bei der Nachsorge für Sie da. Sollten Sie Fragen haben, können Sie uns jederzeit auch per E-Mail kontaktieren.

Allgemeine gefäßchirurgische Sprechzeit

Telefon

(02151) 32-2238

Öffnungszeiten

Montag - Donnerstag: 9:00 - 15:00 Uhr
Freitag: 9:00 - 13:00 Uhr
Der Dialysezugang Weitere Informationen finden Sie in unserem Flyer.