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Leistung

Dialyse- und Apheresezentrum

Wenn geschädigte Nieren den Körper nicht mehr entgiften bzw. entwässern, können Nierenersatzverfahren wie die Dialyse diese Aufgabe übernehmen. Hier erfahren Sie Wissenswertes rund um die Dialyse und unsere Leistungen in diesem Bereich.

In Kooperation mit dem KfH-Nierenzentrum Krefeld bietet unsere Dialyse- und Apherese-Zentrum alle gängigen Nierenersatz- und Extrakorporalverfahren an, wie die:

  • Hämodialyse (HD, HDF) mit Heparin und Citrat-Antikoagulation
  • Peritonealdialyse (CAPD, APD, IPD)
  • Hämofiltration (CVVH, CVVHD, CVVHDF)
  • Plasmapherese
  • Immunadsorption

Vor einer Behandlung informieren wir Sie detailliert über die verschiedenen Nierenersatzverfahren und stimmen mit Ihnen gemeinsam Ihre individuelle Behandlung ab.

Akute Fälle / Dringliche Zuweisung

Akute Fälle und Patienten mit dringlicher Indikation für Dialyse und Plasmapherese behandeln wir rund um die Uhr. Dafür sind unsere Dialyse-Fachkräfte und Nephrologen 24 Stunden am Tag für Sie da. Ärzte können Patienten über das Sekretariat und außerhalb der Dienstzeiten über die ärztliche Hotline zuweisen.

Sekretariat: (02151) 32-1850

Ärztliche Hotline: 0800-00NIERE (0800-0064373)

Wir bieten auch Ferien-Dialysen an, falls Sie in unserer Nähe Urlaub machen. Kontaktieren Sie uns einfach rechtzeitig vorher, damit wir Ihre Behandlung einplanen können.

Die Dialyse („Blutwäsche“) ist eine sogenannte Nierenersatztherapie. Bei Schäden an den Nieren wird die Nierenfunktion durch die Dialyse übernommen, um Giftstoffe und überschüssiges Wasser aus dem Körper zu entfernen und den Blutsalz- und Säure-Basenhaushalt auszugleichen.

So läuft die Dialyse ab

Bei der sogenannten Hämodialyse, wird das Blut über einen künstlichen Filter an einem speziellen Dialysegerät gereinigt: die „künstliche Niere“. Über einen Shunt oder Katheter in der Vene wird das Blut durch das Gerät geleitet, wo Giftstoffe und Wasser herausgefiltert und Säure-Basen und Blutsalze ausgeglichen werden. Eine Hämodialyse-Sitzung dauert etwa vier bis fünf Stunden.

Bei der sogenannten Peritonealdialyse oder Bauchfelldialyse findet die Entgiftung in der eigenen Bauchhöhle statt. Als natürlicher Filter dient dabei das eigene Bauchfell, darum spricht man auch von der „Bauchfell-Dialyse“.  Dabei wird ein fester Katheter eingebracht, über den eine spezielle Dialyselösung in die Bauchhöhle geleitet wird. Die Flüssigkeit, die regelmäßig ausgetauscht werden muss, befreit das Blut von giftigen Stoffen und Wasser und führt zum Ausgleich des Säure-Basen- und Blutsalzhaushalts. Die meisten Peritonealdialysepatienten lernen die Behandlung als Patient selbst zu Hause durchführen – und sind dadurch flexibler.

Dialyse-Zugang und interdisziplinäre Zusammenarbeit

Erkrankungen wie eine chronische Nierenschwäche erfordern eine regelmäßige Dialyse. Damit die wiederkehrenden Behandlungen problemlos und effektiv durchgeführt werden können, wird in solchen Fällen ein dauerhafter Dialysezugang angelegt. Im Falle der Hämodialyse ist dies ein sogenannter "Shunt" oder auch "Fistel". Im Falle der Bauchfelldialyse ist dies ein Peritonealdialysekatheter.

Beide Dialysezuänge erfordern einen kleinen operativen Eingriff, der entweder von den Kollegen der Shuntchirurgie oder der Allgemeinchirurgie durchgeführt wird. Auch auf anderen Gebieten arbeiten wir fachübergreifend: 

  • Je nach Diagnose bieten wir eine Plasmapherese oder Immunadsorption an.
  • Wir unterstützen unsere verschiedenen Intensivstationen bei der Behandlung mit sämtlichen Nierenersatzverfahren.
  • Wir arbeiten eng mit den ambulanten Dialyse-Praxen der Umgebung zusammen, um Sie optimal zu betreuen.