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Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK)

Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) kommt es zu starken Einengungen oder sogar zum kompletten Verschluss der Blutgefäße der Beine, seltener der Arme, und damit zu schmerzenden Durchblutungsstörungen.

Viele Betroffene kennen das: Man geht los und nach einer kurzen Strecke treten Schmerzen im Bein auf. Sie müssen stehen bleiben, bis der Schmerz vorbei ist. Diese Beschwerden werden im Volksmund als "Schaufensterkrankheit" bezeichnet. Verantwortlich dafür sind arterielle Gefäßverschlüsse, hervorgerufen durch eine Arterienverkalkung, der so genannten Arteriosklerose.

Eine Blutdruckmessung am Fuß
Durchführung einer Blutdruckmessung am Fuß

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Um die Ursache Ihrer Beschwerden zu ermitteln, führen wir eine umfassende gefäßmedizinische Untersuchung durch. Dabei kontrollieren wir unter anderem Ihre Pulse in der Leiste, der Kniekehle und an den Füßen. Zudem untersuchen wir Ihren Körper nach möglichen weiteren Gefäßablagerungen.

Als wichtigstes bildgebendes Verfahren zur Diagnostik von Gefäßerkrankungen kommt die farbkodierte Duplexsonographie zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein den Körper nicht-belastendes Ultraschallverfahren. Ergänzend kann eine Magnetresonanz-Angiographie hinzugezogen werden. Auch dieses Verfahren belastet Ihren Körper weder durch Röntgenstrahlen noch durch die Gabe von Kontrastmittel.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Sobald die Erkrankung diagnostiziert ist, stimmen wir gemeinsam mit Ihnen den weiteren Behandlungsweg ab. Dabei verfolgen wir zwei wichtige Therapieziele:

  1. Wiederherstellung der Gehleistung
    Zur Behandlung von Engstellen haben sich minimalinvasive Verfahren (so genannte Revaskularisationsverfahren) bewährt, die wir mit großer Erfahrung anwenden. Mithilfe eines Katheters können wir das verengte Gefäß aufdehnen, die Ablagerung von Innen rundherum wegfräsen oder einen mit Medikamenten beschichteten Stent einsetzen. Der Eingriff dauert ca. 30 bis 60 Minuten. Bei Bedarf befinden Sie sich dabei in einem kurzen Dämmerschlaf (Sedierung).

  2. Therapie, um das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten
    Durch eine Änderung des Lebensstils kann die arterielle Durchblutung wirksam verbessert werden. Vornehmlich zählen hierzu regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung. Nach Abklärung der individuellen Risikofaktoren werden wir die für Sie geeigneten Maßnahmen ausführlich mit Ihnen besprechen und Ihnen Hilfestellungen geben, was Sie zukünftig beachten sollten.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung - die Nachsorge

In der Regel erholt sich die Gefäßfunktion nach den eingeleiteten Therapiemaßnahmen, sodass sich Ihre Gehleistung und Belastbarkeit nach einigen Monaten normalisieren. In enger Zusammenarbeit mit unserer Klinik übernimmt Ihr niedergelassener Hausarzt die weitere Betreuung. Sollten ernste Beschwerden oder Fragen auftreten, steht Ihnen das Team der Angiologie immer gerne zur Verfügung.