Leistung

Endokrine Chirurgie

Operationen an der Schilddrüse, den Nebenschilddrüsen, den Nebennieren und der Bauchspeicheldrüse gehören in das Spektrum der endokrinen Chirurgie. Wir führen die operative Behandlung der hormonbildenden Organe mit großer Erfahrung durch, um Ihnen schnellstmöglich zur Genesung zu verhelfen.

Schilddrüsenoperation

Millionen Deutsche leiden unter Störungen der Schilddrüse. Die Beschwerden sind vielfältig, da das kleine Organ unterhalb des Kehlkopfes Hormone produziert, die Einfluss auf sämtliche Stoffwechselvorgänge des Körpers haben.

Wann ist eine operative Behandlung erfoderlich?

Eine Über- oder Unterfunktion kann in vielen Fällen medikamentös oder mittels Radiojodtherapie behandelt werden. Gründe für eine Schilddrüsen-OP sind:

  • Kalte Knoten, bei denen sich nur durch eine Operation sicher klären lässt, ob sie gut oder bösartig sind
  • Heiße Knoten, also Erkrankungen, die mit einer Überfunktion der Schilddrüse einhergehen, wenn Gründe vorliegen, die gegen eine Radiojodtherapie sprechen
  • Deutliche Schilddrüsenvergrößerung mit Symptomen wie Luftnot, Schluckbeschwerden oder Kloßgefühl im Hals
  • Verdacht auf eine bösartige Erkrankung der Schilddrüse

Kommt es nach einjähriger konservativer Therapie zu einem Rückfall, muss in der Regel ebenfalls operiert werden.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Nach einem ausführlichen Gespräch über Ihre Beschwerden tasten wir den Hals ab, um Verdickungen und Schwellungen aufzuspüren. Es folgen ein Ultraschall, eine Szintigraphie und eine Blutuntersuchung.

Durch die enge Zusammenarbeit mit den vertretenen Endokrinologen, Hals-Nasen-Ohrenärzten, Radiologen und Nuklearmedizinern kann die notwendige Diagnostik hervorragend koordiniert und rasch durchgeführt werden. Falls erforderlich, nutzen wir für spezielle Fragestellungen eine CT, MRT oder auch PET-CT.

Individuelle Behandlung

Im Beratungsgespräch erläutern wir Ihnen ausführlich die vorliegenden Befunde und empfehlen Ihnen das für Sie am besten geeignete operative Verfahren. Je nach Indikation kann der Eingriff von der teilweisen bis zur vollständigen Entfernung der Schilddrüse reichen und bei bösartigen Erkrankungen auch mit einer Resektion der umgebenden Lymphknoten einhergehen.

Unsere Sicherheitsstandards

Durch unsere Erfahrung in der Schilddrüsenchirurgie gewährleisten wir ein Höchstmaß an Sicherheit: Der Eingriff wird vom Operateur mithilfe einer Lupenbrille durchgeführt, die ihm eine optimale Sicht auf das zu operierende Gebiet verschafft. So bleiben der Stimmbandnerv und die für die Kalziumversorgung des Körpers wichtigen Nebenschilddrüsen geschont. Während der OP kontrollieren wir die Funktion der Stimmbandnerven mittels Neuromonitoring. Auch nach der Operation werden Stimmbandfunktion und Kalziumspiegel im Blut überprüft.

Weitere Erkrankungen der endokrinen Drüsen

Vier erbsengroße Nierenschilddrüsen sitzen in direkter Nähe zur Schilddrüse und regulieren den Kalziumstoffwechsel. Eine Überfunktion kann sowohl von einer als auch von allen vier Nebenschilddrüsen ausgehen, zum Beispiel in Folge eines langjährigen Nierenversagens.

Bei einer Erkrankung nur einer Drüse können wir diese gezielt entnehmen. Sind beim so genannten sekundären Hyperparathyreoidismus alle Nebenschilddrüsen erkrankt, entfernen wir entweder alle Nebenschilddrüsen und transplantieren gesundes Nebenschilddrüsengewebe in den Muskel des Unterarmes oder belassen eine halbe Nebenschilddrüse unentnommen.

Ein Operationsgrund der Nebenniere liegt vor bei

  • hormonproduzierenden gutartigen Tumoren 
  • bösartigen Tumoren mit oder ohne Hormonbildung sowohl des Nebennierenmarkes als auch der Nebennierenrinden 
  • Geschwulste der Nebennieren ab einer Größe von 3,5cm 

Hier besteht die operative Behandlung in der Entfernung des erkrankten Organes oder der Teilentfernung, die wir in der Regel minimalinvasiv durchführen. Liegt eine hormonproduzierende Geschwulst vor, so erfolgt häufig eine medikamentöse Vorbehandlung zur Vorbereitung auf die Operation.

Ein Operationsgrund liegt vor bei neuroendokrinen Tumoren wie zum Beispiel einem Insulinom.

Das Spektrum reicht in Abhängigkeit des Ausmaßes der krankhaften Veränderung von der Ausschälung eines auffälligen Knotens bis hin zur Entfernung des gesamten Organes. Operationen an der Bauchspeicheldrüse führen wir häufig durch. Auch hier ist eine Operation in Schlüssellochtechnik oft möglich.

Ihre Weiterbehandlung und Nachsorge

Wir vereinbaren für Sie nach der Entlassung einen Termin zur Kontrolle in unserer Ambulanz. Sollte in der weiteren Behandlung zum Beispiel eine Radiojodtherapie erforderlich werden, leiten wir diese ein. Im Falle von Beschwerden, die nach der Entlassung auftreten, erreichen Sie über unser Notfallzentrum rund um die Uhr einen kompetenten Ansprechpartner.

Die langfristige Weiterbehandlung und Nachsorge erfolgt durch Ihren Hausarzt und/oder durch Ihren niedergelassenen Endokrinologen.

Sprechzeit Endokrine Chirurgie

Telefon

(02151) 32-2400

Öffnungszeiten

Dienstag: 8:30 - 12:00 Uhr