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Nach einem unbehandelten Kieferbruch kann Amir wieder kauen
Pressemitteilung

Nach einem unbehandelten Kieferbruch kann Amir wieder kauen

Krefeld

Amir (Name von der Redaktion geändert) stammt aus Afghanistan. Wegen einer falsch verheilten und bislang unbehandelten Kiefergelenksfraktur kommt der Junge über das Friedensdorf International zur Behandlung ins Helios St. Josefshospital Uerdingen. Nach Operation und krankengymnastischen Übungen kann der 10-Jährige heute wieder normal essen.

Vor sieben Jahren brach sich Amir bei einem Sturz aufs Kinn das Kiefergelenk auf beiden Seiten. Da der Bruch in seiner Heimat Afghanistan nicht versorgt wurde, wuchs das Gelenk falsch zusammen. Amir konnte seitdem seinen Unterkiefer nicht mehr bewegen, sodass er sich sieben Jahre nur flüssig ernähren konnte. Aufgrund des fehlenden Mundschlusses war auch das Sprechen für Amir nur eingeschränkt möglich.

Das Friedensdorf International vermittelte den aufgeweckten  Jungen in die Hände von Privatdozent Dr. Dr. Sven Holger Baum, Chefarzt der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie im Helios St. Josefshospital Uerdingen. „Um Amirs Kiefer zu korrigieren und eine vollständige Funktionalität wiederherzustellen, haben wir die Verknöcherung an der Schädelbasis auf beiden Seiten operativ gelöst und die Kiefergelenke wieder in ihre natürliche Position gebracht. Noch unter Vollnarkose ließ sich der Mund im Anschluss 3,4 Zentimeter öffnen und regelrecht bewegen. Damit kann Amir nun ein ganz normales Leben führen“, erläutert der Spezialist die operative Behandlung.

Mit den Logopäden und Physiotherapeuten der Klinik und im Weiteren auch im Friedensdorf, üben die Patienten nach der Operation das richtige Essen, Sprechen und Trinken. „Bei Amir klappt das schon richtig gut. Er kann den Mund wieder ohne Schmerzen altersgerecht öffnen“, erläutert Oberärztin und Kieferchirurgin Dr. Dr. Angela Bißels. Auch der Chefarzt der Klinik freut sich über das gute Ergebnis: „So tapferen Kindern wie Amir ein normales Leben zu ermöglichen, die sonst kaum eine Chance auf eine helfende Operation haben, gehört doch zu den schönsten Seiten unseres Berufes“, sagt PD Dr. Dr. Baum.
Und der Gast aus Afghanistan war nicht das erste Kind, das über das Friedensdorf International in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie behandelt wurde. Die Kosten für die medizinische Versorgung trägt das Krankenhaus.