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Helios St. Josefshospital Uerdingen etabliert Kompetenzzentrum für komplexe Harnröhrenchirurgie © Foto: Heribert Adams
Pressemitteilung

Helios St. Josefshospital Uerdingen etabliert Kompetenzzentrum für komplexe Harnröhrenchirurgie

Krefeld

Mit dem auf komplexe Eingriffe ausgerichteten Zentrum für rekonstruktive urologische Chirurgie bei Kindern und Erwachsenen entsteht am Helios St. Josefshospital Uerdingen ein medizinischer Leuchtturm in der Region.

"Für die Ärztliche Leitung konnten wir mit Prof. Darko Kröpfl und Dr. Inga Kunz zwei echte Kapazitäten in der europäischen Urologie für komplexe Harnröhreneingriffe gewinnen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet künftig die Transitionsmedizin, die junge Erwachsene im Übergang von der Kinder- und Jugendmedizin in die Erwachsenenmedizin begleitet“, erläutert Prof. Martin Friedrich, standortübergreifender Chefarzt der Kliniken für Urologie und Kinderurologie die Entwicklung am Standort Uerdingen. 
 

Urologische Expertise, doppelt verstärkt   
Prof. Darko Kröpfl und Dr. Inga Kunz wechselten im April aus Düsseldorf-Golzheim auf die andere Rheinseite. Beide sind ein eingespieltes Team, denn von der über 40-jährigen Erfahrung ihres chirurgischen Mentors konnte die 38-Jährige bereits vom ersten Tag ihrer Facharztausbildung an profitieren. Ihre Faszination für die rekonstruktive urologische Chirurgie und die operative Kinderurologie teilen sie heute fachlich auf Augenhöhe – ebenso den hohen Anspruch an die funktionellen und ästhetischen Ergebnisse ihrer Behandlungen. „Selbstverständlich beinhalten die rekonstruktiven urologischen Eingriffe nicht nur die Königsdisziplinen Hypospadie (angeborene Fehlbildung der Harnröhre) und Harnröhrenstrikturen (narbige Verengungen der Harnröhre), sondern auch die Operationen bei Inkontinenz, die Genitalchirurgie bei angeborenen und erworbenen Fehlbildungen des Penis und Operationen bei angeborenen und erworbenen Harnabflussstörungen“, gibt Prof. Darko Kröpfl einen Überblick. Sein wertvoller Erfahrungsschatz resultiert unter anderem aus sechs Jahren stellvertretender Klinikdirektor an der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Essen, 25 Jahren chefärztlicher Verantwortung für die Klinik für Urologie, Kinderurologie und urologische Onkologie an den Kliniken Essen-Mitte und einer breiten fachlichen Vernetzung.

 
Jedes Lebensalter ganzheitlich im Blick 
Dr. Inga Kunz absolvierte ihr Studium an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. Nach ihrer Facharztausbildung an den Kliniken Essen-Mitte und einem intensiven ‚Fellowship‘ im Bereich der rekonstruktiven Urologie unter Prof. Darko Kröpfl, führt sie ihr Weg 2018 in die Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie und Kinderurologie des Kinderkrankenhauses Amsterdamer Straße nach Köln. „Diese Erfahrung im Umgang und der Betreuung von Kindern mit komplexen Fehlbildungen kommt mir als Urologin heute sowohl in der operativen, als auch in der konservativen Versorgung zugute. Hier ist der Blick ein anderer, denn bei der Entscheidung für eine Therapieempfehlung geht es immer um Langzeitergebnisse und mögliche Probleme, die sich mit zunehmendem Alter wandeln und Betroffene zeitlebens begleiten. Eine Ejakulationsstörung interessiert den 14-Jährigen vielleicht noch nicht so sehr, aber den 24-Jährigen“, verdeutlicht die erfahrene Urologin. Aus dieser Zeit ist eine weitere Passion erwachsen: die Transitionsmedizin.  

Kompetente Anlaufstelle für einen erleichterten Übergang 
Kinder mit komplexen Fehlbildungen benötigen eine sehr engmaschige Betreuung. Mit der Volljährigkeit erfolgt der Übergang in die Erwachsenenmedizin. Für diese Transition sind spezialisierte urologische Einrichtungen wichtig, die eine auch weiterhin zeitlich intensivere Betreuung abdecken können. „Dazu muss man wissen, dass komplexe angeborene Fehlbildungen, etwa eine Blasenekstrophie, im Praxisalltag niedergelassener Kollegen, wenn überhaupt, nur sehr vereinzelt vorkommen. Eine bedarfsgerechte Behandlung ist dann mitunter schwierig. Gleiches gilt für die Suche nach einem Urologen, der sowohl mit der Kinder-, als auch mit der Erwachsenenmedizin vertraut ist. Eine solche Anlaufstelle möchten ich hier in Uerdingen etablieren, weil ich gesehen habe, wie schwierig es oft ist für diese Patienten“, erklärt Dr. Inga Kunz.