Sonntagsvorlesung im Februar: „Herzinfarkt – wenn jede Minute zählt"
Pressemitteilung

Sonntagsvorlesung im Februar: „Herzinfarkt – wenn jede Minute zählt"

Köthen

In Sachsen-Anhalt ist die Anzahl der Patienten, die nach einem Herzinfarkt versterben, deutschlandweit am höchsten. Schnelles Handeln spielt bei einem Herzinfarkt eine enorm wichtige Rolle. Dr. med. Robert R. Flieger wird in seinem Vortrag am 18. Februar um 11 Uhr im Veranstaltungszentrum Schloss Köthen erläutern, wie man einen Herzinfarkt erkennt, wie man sich im Notfall verhalten sollte und welche Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen.

Der Herzmuskel wird von feinen Blutgefäßen mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen versorgt. Beim gesunden Menschen sind diese Gefäße, die sogenannten Koronargefäße, glatt und ohne Engstellen. Verschiedene Erkrankungen oder Risiken können jedoch dazu führen, dass sich Ablagerungen in den Gefäßen sammeln und den Blutfluss behindern, was die Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt erhöht. „Zu diesen Risikofaktoren gehören beispielsweise Übergewicht, Rauchen, Bewegungsmangel, Bluthochdruck, eine familiäre Vorbelastung oder auch die Blutzuckerkrankheit (Diabetes). Kann das Blut bei zunehmender Verstopfung irgendwann gar nicht mehr fließen, kommt es zum Verschluss. Dann wird das hinter dem Verschluss liegende Herzmuskelgewebe nicht mehr versorgt – unbehandelt ist das lebensgefährlich“, erläutert Dr. med. Robert R. Flieger, Chefarzt der Klinik für Kardiologie.

Die ersten Minuten und Stunden nach einem Herzinfarkt sind für die weitere Prognose des Betroffenen von entscheidender Bedeutung. Je früher eine Therapie eingeleitet wird, desto weniger Muskelgewebe stirbt ab und desto höher ist die Überlebenschance. Deshalb ist es wichtig, dass Betroffene und Angehörige die Anzeichen für einen Herzinfarkt erkennen.

Meistens klagen die Betroffenen über plötzliche, heftige Schmerzen in der Brust. Die strahlen dann oft in Arme, Schultern, den Bauch, den Hals und den Unterkiefer aus. Hinzukommen meist noch Übelkeit, Atemnot und Schweißausbrüche. In solch einem Fall sollte man sofort die 112 anrufen und Hilfe anfordern.

Dr. med. Robert R. Flieger, Chefarzt der Klinik für Kardiologie der Helios Klinik Köthen

„Wir arbeiten eng mit dem Rettungsdienst zusammen. Bekommen wir die Meldung zum Eintreffen eines Patienten mit dem Verdacht auf einen Herzinfarkt, bereiten wir zeitgleich eine Not-Herzkatheteruntersuchung vor und sparen damit wertvolle Zeit. Betroffene Patienten werden dann direkt vom Rettungswagen in das Herzkatheterlabor gebracht. Dort wird rasch das betroffene Herzkranzgefäß ausgemacht und der Blutfluss wiederhergestellt“, erklärt Dr. med. Robert R. Flieger den Ablauf in der Köthener Klinik.

Wie man einen Herzinfarkt erkennt, wie man sich im Notfall verhalten sollte und welche Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen, erklärt Dr. med. Robert R. Flieger im Rahmen der „Sonntagsvorlesung“ am 18. Februar 2018 um 11 Uhr im Veranstaltungszentrum am Schloss Köthen, Anna-Magdalena-Bach-Saal, Schlossplatz 5, 06366 Köthen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
 
Die Helios Klinik Köthen lädt Betroffene, Angehörige und Interessierte regelmäßig im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Sonntagsvorlesung“ ein, sich über aktuelle medizinische Themen und Fragestellungen zu informieren. In allgemein verständlichen Vorträgen geben die Mediziner Auskunft zu einzelnen Krankheitsbildern, erläutern Maßnahmen, um gezielt vorzubeugen, klären über die Entstehung häufig vorkommender Volksleiden auf und besprechen Möglichkeiten der Diagnostik. Alle Experten stehen im Anschluss gerne für Fragen zu Verfügung.

Stephanie Seiler

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Stephanie Seiler

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Die Helios Klinik Köthen ist ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die Klinik hat ein zertifiziertes Traumazentrum und ein zertifiziertes EndoProthetikZentrum. In der modernen Geburtsabteilung kommen jedes Jahr rund 500 Kinder zur Welt. Über 400 Mitarbeiter versorgen jährlich 11.000 stationäre und ca. 13.000 ambulante Patienten.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. 15 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios.

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